Aktivitäten + Neuigkeiten

Hier steht in lockerer Reihenfolge, was wir sonst noch so machen. Und was irgendwie in keine andere Rubrik passt. Alles Andere kann man oben aus der blauen Navigationsleiste auswählen.

Funkkontakt mit Alexander Gerst auf der ISS

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Bereits 2014 war Astronaut Alexander Gerst für mehrere Monate an Bord der Internationalen Raumstation ISS. Neben der Durchführung zahlreicher wissenschaftlicher Experimente nutzte Gerst seine Freizeit, um von der ISS mehrere Funkkontakte zu Schulstationen auf der Erde durchzuführen. Wie die meisten seiner Kollegen ist auch Gerst Inhaber einer Amateurfunklizenz. Sein Rufzeichen lautet KF5ONO. Für die Kontakte mit den deutschen Schulen wird aber meistens das einprägsame Rufzeichen DP0ISS verwendet.

 

Ab Ende April 2018 besucht Alexander Gerst erneut für 6 Monate die ISS. Auch dieses Mal kann die ARISS (Amateur Radio on the International Space Station) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mehrere Termine für Funkkontakte mit Schulen organisieren.

 

Bis zum April 2017 lagen mehrere 100 Anträge für die geplanten 10 „Events“ vor. Auch das Gymnasium Soltau in Zusammenarbeit mit dem DARC OV H02 Walsrode war einer der Bewerber. Als „kleine Schule vom Lande“ rechnete man sich allerdings nur sehr geringe Chancen aus. Umso größer war die Freude, als beim Initiator Markus Müller (DL5ABG) am 15.11. eine E-Mail eintraf, in der die ARISS mitteilte, dass man den Zuschlag zum Event Nr. 7 bekommen hat.

 

Wegen der großen Nachfrage für die 10 möglichen Kontakte hat man dieses Mal jeweils 2 Schulen zu einem Event zusammen gepackt. Partner des Gymnasium Soltau mit dem OV H02 Walsrode ist die IGS Osterholz-Scharmbeck mit den Bremer OVs sowie der Hackerspace Bremen. Der Doppelkontakt stellt die Kooperationspartner vor hohe technische Anforderungen. Doch die Schüler und Lehrer sowie die unterstützenden Funkamateure sind hoch motiviert und sicher, dass sie dieses „dicke Brett“ gebohrt bekommen.

 

Die Vorbereitungsphase läuft auf vollen Touren. Wie immer bei solchen komplexen Projekten ist die Terminplanung nicht einfach. Es gibt nicht nur einen Plan A, sondern auch einen Plan B und C. Der früheste mögliche Termin für den Funkkontakt war nach den ursprünglichen Planungen der 27.08. und der späteste Termin der 18.11. Anvisiert wurde zunächst die Woche vom 24. - 30.09.2018. Doch diese Terminplanung war schnell hinfällig. Der finale Termin wird von ARISS-EU und DLR koordiniert. (Termin-Update siehe unten).

 

Quellen: 

Ablaufplan ARISS Gymnasium SOLTAU

Böhmezeitung vom 15.12.2017

Heidekurier vom 17.12.2017

http://www.br.de/themen/wissen/alexander-gerst-mission-2018-iss-horizons-100.html

"Siegburg, I hear you loud and clear"

DLR School Lab Braunschweig im Funkkontakt

Sehr informative ISS-Seite der "Funkfreun.de"

 

Geplante Schulkontakte:

https://creator.zoho.com/school.selection.manager/ariss-europe-applications/#

 

Erfolgreiche Schulkontakte:

https://creator.zoho.com/school.selection.manager/successful-european-ariss-school-contacts/#

 

Die zuverlässigste Informationsquelle zu den Schulkontakten scheint aber dieser etwas längliche Text zu sein:

http://www.amsat.org/amsat/ariss/news/arissnews.txt

Dieser Text wird fast täglich aktualisiert. Auch die eingereichten Fragen der Schüler an die Astronauten sind hier verzeichnet.

Bahnverlauf der ISS
Antennenbauer bei der Arbeit
Die ISS-Antenne dreht sich (Film: Klick!)

Wir waren gut vorbereitet. Aber leider hat es nicht sein sollen. Und so wurde unser geplanter Kontakt im August nach mehreren Verschiebungen schliesslich und endlich von der NASA abgesagt.

 

An uns lag es nicht.

 

Aber aufgeschoben ist zum Glück nicht aufgehoben. Wir haben einen neuen Termin bekommen!

 

Dienstag, 23.10.2018 um 11:14 Uhr Lokalzeit, Forum des Gymnasium Soltau

 

Die prognostizierte Bahn der ISS ist mit einer maximalen Elevation von 64 Grad für norddeutsche Verhältnisse nahezu ideal. Abgesehen von der 1. Minute des Aufgangs und der letzten Minute des Untergangs behindert kein Gebäude und kein Baum die Verbindung zwischen der ISS und unserer Antenne. Das macht Mut!

Am Wochenende vor dem Kontakt treffen die „Space Cowboys“ unseres Vereins die letzten Vorbereitungen für den Funk-Kontakt mit der ISS.

Die Antennenanlage mit Computer-gesteuerter Bahnverfolgung funktioniert, die Backup-Anlage funktioniert ebenfalls, die Funkgeräte sind justiert, die Bühne steht, alle Mikrofone sind eingepegelt, die Präsentationstechnik klappt, die Querverbindung zu unseren Partnern in OHZ ist getestet, die Benachrichtigung an die Medien ist erfolgt.

Am Montag vor dem Kontakt trainieren wir ein letztes Mal den Ablauf mit den Schülern.

 

Und dann warten wir am Dienstag um 11.14 Uhr nur noch auf die erlösenden Worte von Alexander Gerst:

 

„Soltau, I hear you loud and clear“

Dienstag, 8 Uhr, "Ready for Primetime"

Wir treffen uns im Forum des Gymnasiums. Die letzten Kabel werden verlegt, alle Geräte an ihrem endgültigen Platz aufgestellt. Am Vorabend hat Markus den Ablaufplan ein letztes Mal überarbeitet. Wir arbeiten inzwischen Sekunden-genau. Jetzt wird nichts mehr geändert.

Um 9 Uhr sind wir bereit. Der Test der Telefonbrücke zwischen Osterholz-Scharmbeck und Soltau klappt, die Tonqualität ist einwandfrei. Als Nächstes kommen die Schüler auf die Bühne. Wir gehen ein letztes Mal die Fragenliste durch und verbinden das mit einem kompletten Soundcheck. Die Modulationsqualität unseres Senders ist sauber und kräftig. Die Antennen werden ein letztes Mal geprüft. Doch der Steuerungscomputer zickt - bitte nicht jetzt! Ein Neustart behebt das Problem zum Glück.

Die ersten Journalisten treffen ein, Markus und Jan beantworten geduldig ihre Fragen.

 

Um 10:15 Uhr öffnen wir die Tür für die Gäste und der Saal füllt sich zusehends.

Ablaufplan
Letzte Schülerprobe
Letzte Technikprobe
Schülerschwemme

Fragenliste

Alle Fragen der Schüler an Alexander Gerst mussten sowohl auf deutsch als auch auf englisch formuliert und der NASA zur Genehmigung vorgelegt werden. Es gab tatsächlich Einwände und Änderungsvorschläge. Dabei ist schliesslich diese Liste heraus gekommen:

1. Was war Ihre beste Erfahrung im Astronautentraining oder im Weltraum?

2. Haben Sie auf der ISS eine Waschmaschine und Wäschetrockner?

3. Ist der Raketenstart vergleichbar mit einer Achterbahnfahrt oder wie fühlt es sich an?

4. Würden wir Kinder im Weltall schneller wachsen?

5. Wie schnell gewöhnt man sich an die Schwerelosigkeit und nach der Rückkehr dann wieder an die Schwerkraft?

6. Wie sind Sie auf die Idee gekommen Astronaut zu werden?

7. Welches war Ihr Lieblingsfach in der Schule und inwiefern hatte es Einfluss auf Ihren Werdegang als Astronaut?

8. Was machen Sie, wenn jemand auf der ISS krank wird, z.B. eine Erkältung bekommt?

9. Wie würden Sie das Astronautenleben in einem Satz beschreiben?

10. Nehmen Sie Wasser mit zur ISS mit? Wie viele Liter sind das?

11. Wie gestalten Sie Freizeit und Privatleben auf der ISS?

12. Was ist Ihr Forschungsgebiet und wie weit sind Sie damit?

13. Haben Sie ein Vorbild in wissenschaftlicher Hinsicht?

14. Was war das größte / gefährlichste technische Problem, dass Sie auf der ISS bisher hatten?

15. Gibt es eine Möglichkeit die manuelle Kontrolle über die ISS zu erlangen um ein Ausweichmanöver durchzuführen?

16. Wie sind Sie an den Job gekommen bzw. wie sind Sie ein Astronaut geworden?

17. Wie fühlt es sich an, einer der wenigen Menschen zu sein, der die Erdathmosphäre verlassen hat?

18. Das Astronautentraining, wie muss man sich das vorstellen? Was müssen Sie alles üben und können?

19. Beeinflusst dein Aufenthalt im Weltraum deine Weltanschauungen, Überzeugungen usw.?

20. Nach welcher Uhrzeit richten Sie sich?

Fragenliste-sortiert-Soltau-OHZ.pdf

Andi verliest das Grusswort von Sigmund Jähn

Vorprogramm mit Sigmund Jähn

Pünktlich um 10:30 Uhr starten wir das Vorprogramm mit einem Trailer des DLR zur Mission horizons und einem Grußwort von Minister Altmaier. Die Stimmung ist gut. Läuft...

Um kurz vor 11 Uhr verliest Andi DL7ZZ eine Grußbotschaft von Sigmund Jähn. Jähn war vor 40 Jahren der erste Deutsche im All und ist heute mit Alexander Gerst befreundet. Seine Botschaft wird mit beeindruckenden alten Dokumenten aus jener Zeit untermalt. Er spricht direkt die Schüler an, um sie für die Wissenschaft und den Schutz unseres Planeten zu motivieren.

Rede-DL7ZZ-Sigmund-Jaehn.mp3

Foto: © ESA

Wir haben Kontakt

Jan DK1OM erklärt anschliessend das Ereignis aus technischer Sicht. Nach seiner Erklärung wird es spannend, denn wir sind nur noch 3 Minuten vor AOS (Acquisition of Signal). Im Saal ist es mucksmäuschenstill. Unser Operator Onno DO8OM ruft abwechselnd mit OHZ die ISS. Wenige Sekunden nach der berechneten Kontaktzeit tönen die erlösenden Worte aus den Lautsprechern:

 

"This is the International Space Station. I hear you loud and clear."

Loud_and_clear.mp3

 

Wir sind erleichtert. Alle Daumen hoch! Nach unserer Antwort grüsst Alexander gut gelaunt zurück:

 

"Guten Tag Soltau, guten Tag Osterholz-Scharmbeck, Grüße in die Lüneburger Heide!"

Begruessung_Gerst.mp3

 

Der Empfang auf 145,800 MHz ist laut und klar und die Schüler stellen ihre Fragen. Alexander Gerst ist offensichtlich in Plauderlaune, er beantwortet jede Frage sehr ausführlich. Sein Funksignal bleibt konstant sauber und rauschfrei. Bei 0 Grad Elevation läuft die prognostizierte Zeit ab und das Signal beginnt ganz leicht zu rauschen. Wir stellen die letzte Frage und Onno beginnt seine Verabschiedung, die mit einem brausenden Applaus endet. Die Antwort von Gerst können wir leider nicht mehr hören, der Kontakt ist bei -2 Grad Elevation und damit bereits knapp unterm Horizont nach fast 12 Minuten beendet.

Mehr ging nicht!

Wir sind zwar nur bis Frage 12 von 20 gekommen, aber dennoch hoch zufrieden und stolz. Die Mühe und die Aufregung nach 1,5 Jahren Vorbereitungszeit haben sich gelohnt. Wir haben einen perfekten Kontakt zustande gebracht!

 

Wir entlassen die Gäste mit dem "Sound of Silence".

 

Ein historischer Moment für das Gymnasium Soltau und alle beteiligten Funkamateure!

 

In Osterholz-Scharmbeck war jemand sehr schnell und hat die dortige Veranstaltung aufgezeichnet. Sie enthält alle 3 Tonquellen: Den Ton von der ISS, den Ton aus OHZ und durch die Hilfe der Telefonbrücke auch unseren Ton aus Soltau.

ISS-Aufzeichnung aus OHZ (YouTube)

 

Bald darauf schickt uns ein Funkamateur aus Polen den Abschied von Alexander Gerst, den wir selber nicht mehr hören konnten. 

Verabschiedung von Alexander Gerst (HF7ST)

 

Das Medienecho ist enorm. Den ganzen Vormittag über kündigen NDR Radio Niedersachsen, Radio FFN und Antenne Niedersachsen das Ereignis an. Am folgenden Tag veröffentlichen alle Zeitungen der Region einen Bericht.

Beispiele sind in unserer Rubrik "In der Presse" nachzulesen.

Auch die Stadt Soltau würdigt das Ereignis auf ihrer Webseite.

 

Unsere Kollegen in OHZ hatten Glück im Unglück. Ihre Backup-Anlage rettet nach einem Stromausfall 4 Minuten vor dem Kontakt die Mission. Radio Bremen TV berichtet im Regionalprogramm darüber.

Das glückliche ARISS-Team des OV H02

Vorgeschichte

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Alexander Gerst Portrait
Foto: © ESA

Koordinierungstreffen

Am 3. März findet ein erstes Treffen der beteiligten Vereine und Organisationen statt. Wir treffen uns im Gymnasium Soltau zusammen mit den verantwortlichen Lehrern beider Schulen. Daniel DL2AB vom Hackerspace Bremen übernimmt die Leitung und führt Protokoll. Das Treffen ist sehr informativ und viele offene Fragen können geklärt werden. Die Ergebnisse werden in einem elektronischen "Pad" zusammengefasst und für die Teilnehmer veröffentlicht.

 

Am Gymnasium Soltau hat auf Wunsch einiger Schüler ein Amateurfunkkurs mit 8 Teilnehmern begonnen, den 3 OMs vom OV H43 Soltau durchführen. Die Prüfung soll rechtzeitig vor dem Funkkontakt abgelegt werden.

 

Für den ISS-Kontakt wird von den Schülern das gemeinsame Rufzeichen DN5ABG verwendet. Alexander Gerst wird uns unter dem Rufzeichen DP0ISS anrufen.

 

Die Expedition #55 auf der ISS dauerte etwas länger als ursprünglich geplant, deswegen hat sich der Starttermin von Alexander Gerst von Ende April auf den 6. Juni verschoben. Da der Rückkehrtermin aber bereits fest geplant ist, wird sein Aufenthalt im All dadurch einige Wochen kürzer ausfallen (Quelle: Deutschlandfunk).
Start und Andockmanöver sind inzwischen erfolgreich verlaufen, Expedition #56 läuft.

 

ARISS hat bald darauf in Zusammenarbeit mit DLR und NASA unseren Kontakt #7 bestätigt. Als Zeitfenster für den Kontakt wird nach einigem hin und her die Woche vom 27.8. - 2.9. vorgesehen. Aber das sollte sich als Trugschluss erweisen, wie wir später erfahren.

Die erste Antennenanlage

Aufbau der Antennenanlage

Am 16.6.2018 findet die Montage der Antennen auf dem Dach des Gymnasium Soltau statt. In den Wochen zuvor wurde bereits ein Dachausstieg mit Trittstufen sowie eine Antennen-Dachziegel von Handwerkern eingebaut. Die neue X-Quad Antenne für den Funkkontakt durfte sich vorab in einem kleinen Contest bewähren. Eine Kreuz-Yagi für 435 MHz wird daneben gesetzt und soll einem Test über Amateurfunk-Satellit dienen. Der alte KR-500 Elevationsrotor funktioniert jedoch zunächst nicht. Er wird von DK1OM generalüberholt und aus dem Zustand "ziemlich vergammelt" in den Zustand "wie neu" überführt. Anschliessend kann das neue Rotorinterface erfolgreich mit den beiden Rotoren "verheiratet" werden. Nachdem dank einer Spende des Rotary Clubs Soltau auch alle Kabel in der notwendigen Länge verfügbar sind, treffen sich Michael DH2OAA, Markus DL5ABG, Kai-Uwe DL1AH und Jan DK1OM in Soltau und bauen alle wesentlichen Teile der Antennenanlage auf.

 

Antennenträger: Hirschmann Schiebemast

Azimuthrotor: Yaesu G-650 S

Elavationsrotor: Kenpro KR-500

Rotor-Interface: EA4TX ARS-USB

Antenne 145 MHz: X-Quad 2x6 Elemente

Antenne 435 MHz: WX7020 2x10 Elemente Kreuzyagi

Koaxkabel: Ecoflex 10

Steuerkabel: Oelflex 6x1,5

 

Nach 4 Stunden und gefühlte 450 Kabelbinder später ist das Team komplett durchgeschwitzt und alle Teile montiert.

Yaesu G-650 Azimuthrotor
Kenpro KR-500 generalüberholt
ARS-USB Rotorsteuerung
Telefon-Interface
ACC-Anschluss
IC-910 Funkgerät

Interface für Telefon und Funk

Wir wollen bei dem Kontakt so wenig wie möglich Probleme bei der Saalbeschallung haben (Rückkopplung) und deshalb die Anzahl der Mikrofone möglichst klein halten.

Martin DO1MF lötet ein Kabel für den ACC-Anschluss des IC-910. Dort kann der Ton des Funkgerätes mit konstantem Pegel und unabhängig vom Lautstärkeregler abgenommen werden. Auch der Anschluss für die Sende-Empfangs-Umschaltung (PTT) für die externe PA wird dort abgegriffen.

Es ist wieder Martin, der beim Internet-Auktionshaus ein professionelles Telefon-Interface (JK Audio THAT-2) erwirbt. Es wird in die Leitung zwischen Telefonapparat und Hörer eingeschleift und ermöglicht es, die Signale vom Mischpult ins Telefon und den Ton vom Telefon aufs Mischpult zu geben. Das sorgt nebenbei auch für eine ordentliche Potentialtrennung und hervorragende Tonqualität.

 

Damit steht die Telefonbrücke zwischen Soltau und Osterholz-Scharmbeck.

 

Den Ton von der Bühne übertragen wir unabhängig von der Saalbeschallung mit einer separaten drahtlosen Tonstrecke auf 868 MHz zum Funkgerät. So entfällt eine weitere Stolperstrippe. Wir bleiben unabhängig von den Reglern am Mischpult und haben einen eigenen konstanten Ton für das Funkgerät. Die Qualität dieser Tonstrecke (Sennheiser) ist exzellent.

Bahnverfolgung

Um unsere Antennen immer in die richtige Richtung zur ISS drehen zu können, verwenden wir einen Computer, der über das Rotor-Interface von EA4TX ARS-USB den Horizontal- und den Vertikal-Rotor steuert.

Um das Interface zu steuern, gibt es verschiedene Softwarevarianten. Eines der bekanntesten Programme ist SatPC32 von Erich DK1TB.

SatPC32 berechnet die Bahnen erdumlaufender Satelliten. Die Berechnungen sind sehr genau und berücksichtigen u.a. Bahnstörungen infolge von Abplattung der Erde, Rest-Luftwiderstand, Brechung des Signals in der Atmosphäre sowie Schwerkrafteinflüsse von Sonne und Mond.

Das Programm SatPC32ISS ist eine - im Programmpaket enthaltene - Spezialfassung von SatPC32. Sie ist für Betrieb über Satelliten mit Uplink und Downlink im selben Band (In-Band-Betrieb) vorgesehen, wie er zur Zeit bei Amateurfunk mit der ISS erfolgt. Ausserdem führt das Programm die Frequenzkorrektur (CAT) am Funkgerät durch, die durch die Dopplerverschiebung notwendig ist. Immerhin bewegt sich die ISS mit mehr als 28.000 Km/h auf uns zu und auch wieder von uns weg.

 

Auf dem Bildschirm wird eine Vielzahl von Parametern angezeigt, die im folgenden Bild kurz erläutert sind. Es ist die Situation unseres Kontakts vom 23.10.2018 dargestellt.

Der helle elliptische Fleck kennzeichnet den Bereich, in dem die ISS von der Erde aus zu empfangen ist. Dieser Fleck verschiebt sich kontinuierlich von Westen nach Osten.

Erst wenn wir innerhalb dieser Ellipse liegen, können wir hier in Soltau die ISS empfangen und Alexander Gerst kann uns hoffentlich hören.

Wenige Augenblicke vor AOS
Maximale Elevation über uns
Ende des Funkkontakts kurz nach LOS

Die ISS geht für uns am Horizont im Westen auf. Diesen Zeitpunkt nennt man AOS "Acquisition of Signal". Er ist im unteren Bildrand eingeblendet. Die Elevation der Antenne (Höhe über dem Horizont) beträgt in diesem Moment genau 0 Grad.

 

Während der nächsten Minuten steigt die Elevation kontinuierlich an, die Antenne muss angehoben werden. Der theoretisch maximale Wert beträgt 90 Grad, also genau senkrecht über unserem Kopf. In Norddeutschland wird dieser Wert allerdings aufgrund des Bahnverlaufs der ISS niemals erreicht, mehr als 68 Grad Elevation sind bei uns nicht möglich.

 

Im weiteren Verlauf der Bahn nimmt die Elevation wieder ab. Im Osten verschwindet die ISS für uns wieder hinterm Horizont. Diesen Zeitpunkt nennt man LOS "Loss of Signal". Er ist ebenfalls am unteren Bildrand eingeblendet. Die Elevation der Antenne beträgt in diesem Moment erneut genau 0 Grad.

 

Die Dauer des Funkkontakts wird durch die Zeit zwischen AOS und LOS begrenzt. Bei günstigen Überflügen werden Zeiten von knapp 11 Minuten erreicht. Dazu muss der Horizont im Westen und im Osten allerdings komplett frei von Gebäuden, Bäumen und anderen Hindernissen sein. Das ist nur selten der Fall.

 

Die Sendeleistung der ISS beträgt gerade mal 25 Watt. Das ist wirklich sehr wenig. Und die ISS empfängt, wenn sie über uns ist, mit ihrer einfachen Antenne auch alle elektromagnetischen Störungen aus ganz Europa!

Das ist übrigens der Grund warum wir hier auf der Erde so eine große Antennenanlage und eine möglichst hohe Sendeleistung verwenden. Wir müssen stärker als der Krach sein, damit uns Alexander Gerst möglichst gut hört. Durch die Bündelung unserer Antenne konzentrieren wir uns auf das Nutzsignal von der ISS und blenden unsererseits die störenden Signale von den Seiten aus.

Medienecho

Nachdem am 19.6.2018 ein Bericht in der Soltauer Böhmezeitung über das Projekt erscheint, besucht am selben Tag überraschend ein Radio-Team des NDR das Gymnasium und interviewt Lehrer und Schüler. Das Interview wird mehrmals ausgestrahlt und ist auch online beim NDR verfügbar. 

 

Hier die kommentierte lange Version des Interviews als MP3-Datei: Soltau funkt zur ISS.mp3

 

In der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 21.06.2018 wird ebenfalls kurz berichtet.

Probefunken

Am Samstag (23.06.2018) verabreden wir uns zum Probefunken. Die Funkpartner in Soltau und Osterholz-Scharmbeck wollen ihre Technik testen und den Schülern eine erste Gelegenheit zum Funken bieten. Da die ISS dafür nicht zur Verfügung steht, wählen wir den Amateurfunksatellit AO-91(Fox-1B) als Vermittlungsstelle. Leider kommen wir beim ersten geplanten Kontakt um 12:40 Uhr nicht zum Zuge. In OHZ ist die Technik noch nicht komplett betriebsbereit und der Satellit ausserdem völlig überlaufen. Zahlreiche Stationen aus ganz Europa versuchen eine Sonderstation zu arbeiten und machen sich gegenseitig "platt". Nicht schön. Aber der Empfang des Satelliten funktioniert und die Antennen werden sauber nachgeführt. Das ist ja schon mal etwas.

 

Doch wie bekommen wir jetzt die Schüler ans Funkgerät? Wir verabreden uns auf dem Relais DB0NN (Verden). Leider ist dieser Umsetzer nicht in Ordnung, der Ton ist zeitweise völlig verzerrt und abgehackt. Deshalb wechseln wir auf DB0RH (Wardböhmen). Nachdem in Osterholz-Scharmbeck ein Dämpfungsglied in Form von 50 m RG-213 Kabel entfernt wurde kommt die Verbindung zustande. Isabelle, Tim und Onno machen als DN5ABG ihren ersten Funkkontakt mit DN3HB in Osterholz-Scharmbeck. Die anfängliche Scheu vor dem Mikrofon ist zum Glück schnell überwunden.

 

Jetzt werden wir mutig. Um 14:20 Uhr kommt AO-91 erneut vorbei und wir wollen es nochmal versuchen. Und tatsächlich - es klappt! Wir hören uns gegenseitig laut und deutlich. Begeisterung auf allen Seiten!

 

Auch der Journalist des Heidekurier ist begeistert. Am 27.06.2018 erscheint sein ausführlicher Bericht (Teil 1 und Teil 2) über unsere "Funkübung".

 

Wir sind zuversichtlich: Alexander Gerst wird uns hören.

Antennendrehstation
Isabelle (13) funkt, Jan schaut zu
Das Kontrollzentrum
Handfunkgerät auf dem Dach (27.6.2018)
Polnische Austauschstudenten hören Alexander Gerst am 3.7.2018 im Gespräch mit dem Gymnasium in Bonn

Der erste ISS-Empfang

Am 27.06.2018 um 12:32 Uhr Ortszeit ist für Alexander Gerst der erste Schulkontakt geplant. Funkpartner sind das Werner-Heisenberg-Gymnasium in Leverkusen und das Schickhardt-Gymnasium in Herrenberg. Beide Schulen sind für uns zu weit weg um die Fragen der Schüler per Funk hören zu können. Aber die Antworten von der ISS sollten wir empfangen können.

Spontan entschliesst sich Jan DK1OM, in seiner Mittagspause auf die Dachterasse des 4-stöckigen Gebäudes an seinem Arbeitsplatz in Hannover zu steigen und einen Empfangsversuch zu starten. Als Empfänger steht ihm lediglich ein kleines Baofeng RD-5R Handfunkgerät mit serienmässiger Gummiantenne zur Verfügung. Einige Arbeitskollegen hören ebenfalls interessiert zu.

 

Um 12:32 Uhr ist zunächst nur Rauschen zu hören. Aber 2 Minuten später dringen die ersten Gesprächsfetzen aus dem Lautsprecher des kleinen Funkgerätes. Man ist bereits bei Frage 5 angekommen, aber vor lauter Aufregung vergisst Jan den Aufnahmeknopf zu betätigen. Die Aufnahme beginnt daher erst bei Frage Nr. 7. Ab Frage 8 (0:48) ist Alexander Gerst fast durchgängig und deutlich zu verstehen. Gemessen an den primitiven Bedingungen ist die Empfangsqualität erstaunlich. Anhand der vorher ausgedruckten Fragenliste können wir dem Gesprächsverlauf gut folgen. Ab Frage 14 wird das Signal deutlich schwächer und verschwindet schliesslich wieder im Rauschen.

 

Aber dennoch - es hat geklappt!

 

Zum Vergleich noch der Audiomitschnitt aus dem DLR-Schoollab in Braunschweig, das natürlich über eine ordentliche Dachantenne verfügt und so den gesamten Kontakt empfangen konnte.

 

Audiomitschnitt mit Baofeng Handfunkgerät und Gummiantenne

Audiomitschnitt des DLR Schoollab mit Dachantenne

Trailer der ISS-AG des Gymnasium Herrenberg

Fernseh-Bericht des WDR über den ISS-Kontakt

 

Die Fragenliste der Schüler und Schülerinnen des Werner-Heisenberg-Gymnasiums und des Schickhardt-Gymnasiums:

 

1. Wie verändert sich der menschliche Körper im Weltall?

2. Verändert sich auch Ihr Biorhythmus im All und können Sie gut schlafen?

3. Stimmt es, dass man im Weltraum nicht rülpsen kann?

4. Welche alltäglichen Dinge und Gewohnheiten vermissen Sie am meisten?

5. Kann man eine Kerze in der Raumstation anzünden, wenn ja wie sieht sie dann aus?

6. Sieht man an Silvester das Feuerwerk von der ISS aus?

7. Finden Sie die Idee Mond und Mars in naher Zukunft zu besiedeln realistisch?

8. Haben Sie schon einmal etwas außerhalb der ISS verloren?

9. Was halten Sie von der Entsorgung von Müll, z. B. von Elektroschrott, im Weltraum?

10. Was würden Sie einen Astronauten fragen, wenn Sie selber nicht Astronaut wären?

11. Wie sauber ist die Luft auf der ISS, muss man Staubwischen?

12. Womit hat Ihr Assistent CIMON Sie am meisten überrascht?

13. Wie fühlt es sich an, einen Raumspaziergang zu machen?

14. Was war das Außergewöhnlichste, was sie im All erlebt haben?

15. Wie schwer ist es, sich nach einem längeren Aufenthalt im All wieder an das Leben auf der Erde zu gewöhnen?

16. Wenn Sie die Wahl hätten zwischen der bewährten Sojus-Kapsel oder der neuen Dragon-V2, welche würden Sie für einen Flug zur ISS bevorzugen?

17. Wie schnell ist Ihr Internetanschluss auf der ISS?

18. Was würde bei einem akuten medizinischen Notfall, z. B. einer Blinddarmentzündung, passieren?

 

 

Mal klappt es, mal klappt es nicht

Am 13.8.2018 war ein Funkkontakt mit dem Hohenstaufen-Gymnasium Kaiserslautern und dem Matthes-Enderlein-Gymnasium Zwönitz geplant. Bei der DLR in Braunschweig war man zeitgleich mit den letzten Einstellungen der Audio-Anlage beschäftigt und wollte diesen Kontakt als letzten Test der Funkanlage verwenden. Umso erstaunter waren alle Zuhörer, als Alexander Gerst das DLR-School-Lab rief. Offensichtlich war sein Terminkalender nicht in Ordnung. Er rief die falsche Schule und hörte seine Funkpartner nur ganz kurz oder gar nicht. Ein stabiler Funkkontakt kam leider nicht zustande - Schade!

 

Nachtrag:

Am 16.8.2018 wurde der verpatzte Kontakt nachgeholt. Leider stand wegen laufender Experimente dieses Mal nicht die gute Station im russischen Modul zur Verfügung. Stattdessen musste Alexander mit der alten wesentlich schwächeren Station im europäischen Columbus-Modul vorlieb nehmen, die schon lange nicht mehr im Einsatz war. Erwartungsgemäss waren die Signale von der ISS dieses Mal erheblich schwächer, doch der Kontakt kam zustande. Gerst entschuldigte sich für die Panne am Montag und man brachte immerhin 10 Fragen durch.

 

Bericht aus Zwönitz

 

Am 14.8.2018 lief es besser. Eine tolle Veranstaltung bei der DLR wurde mit einem erfolgreichen Funkkontakt gekrönt. Das Medienecho war enorm, Fernsehteams zeichneten das Ereignis auf, ein Live-Stream stand ebenfalls zur Verfügung.

Der folgende Mitschnitt wurde von DK1OM in Bomlitz (JO42UV) mit einem YAESU FT-8800 und X-7000 Dachantenne aufgenommen. Ab Sekunde 20 ist Alexander Gerst klar und deutlich zu verstehen. Auf der Aufnahme ist der komplette Kontakt mit Anruf und Verabschiedung zu hören. Die Zeit reichte für 13. Fragen. Aufgrund der Entfernung sind die Fragen der Kids aus Braunschweig natürlich nicht zu hören.

DLR-Gerst-20180814.mp3

Die Fragenliste der Braunschweiger Schüler und Schülerinnen:

 

1. Wie wachsen Pflanzen auf der ISS und dem Mars?

2. Wurde schon eine Möglichkeit gefunden, das Anschwellen der Nasenschleimhäute im All einzudämmen, sodass Sie wieder mehr schmecken können?

3. Wie verhalten sich Sprudelgetränke im All?

4. Gab es Momente, in denen Sie sich wünschten, kein Astronaut geworden zu sein?

5. Wenn es stimmt, dass man weniger schnell altert, wenn man die Erde mit hoher Geschwindigkeit umkreist, haben Sie dann Angst, dass Ihre Partnerin deutlich älter ist, wenn Sie wieder zu Hause sind?

6. Ist es einfacher in der Schwerelosigkeit oder in der Schwerkraft der Erde zu leben?

7. Gibt es da oben WLAN?

8. Wie sieht Ihr tägliches Trainingsprogramm aus, damit Ihre Muskulatur fit bleibt?

9. Kann man von der ISS auch Feuerwerk auf der Erde sehen?

10. Vielen Leuten wird beim Auto- und Schifffahren schlecht. Gibt es ein Geheimtipp der Astronauten gegen Bewegungs-Übelkeit?

11. Haben Sie schon mal einen 3D-Drucker im All benutzt, um ein Werkzeug oder Bauteil herzustellen?

12. Würden Sie gerne zum Mars fliegen?

13. Von welchem Ergebnis eines ihrer Experimente waren Sie am meisten beeindruckt?

14. Merken Sie im Raumanzug bei einem Spacewalk an Ihrem Körper einen Temperaturunterschied zwischen sonnenzu- und abgewandter Seite?

15. Schauen Sie gerne Astronautenfilme wie z. B. "Interstellar" und halten Sie sind diese für glaubwürdig?

16. Fühlen Sie sich ständig beobachtet oder haben Sie auch Privatsphäre?

17. Träumen Sie im Weltall anders als auf der Erde?

18. Könnten Sie sich vorstellen ein Leben lang im Weltall zu leben?

19. Wie gefährlich ist ein starker Sonnensturm, wenn dieser auf die ISS trifft und welche Konsequenzen bzw. Folgen zieht das nach sich?

20. Könnte ein Vogel in der Schwerelosigkeit fliegen?

X-Quad und Yagi-Zusatzantenne für Auf- und Untergang

Der Countdown läuft - und wird im letzten Moment gestoppt

Eigentlich war unser Kontakt für den 27.8. (Montag) vorgesehen, mit einem nahezu optimalen Bahnverlauf für uns. Leider hat die NASA kurzfristig und für uns sehr überraschend umgeplant. Alexander Gerst konnte wegen diverser Experimente in dieser Woche keinen freien Termin mehr finden. Es bleibt demnach nur noch Samstag (1.9.) um 10:36 Uhr übrig. Die Bahn des gewählten Überfluges ist allerdings für Norddeutschland sehr ungünstig. Mit einer maximalen Elevation von nur 32 Grad ist das der flachste Überflug seit Monaten und die ISS wird in unserer Region zeitweise von Bebauung und Vegetation verdeckt sein.


Die Antwort der NASA auf meine vorsichtige Frage nach den Gründen für die suboptimale Wahl zitiere ich hier:


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Nun müssen wir das Beste daraus machen.

 

In Soltau haben wir deshalb am Wochenende vor dem geplanten Kontakt neben der zirkular polarisierten X-Quad eine lange Flexa-Yagi installiert. Durch den hohen Gewinn der Yagi erhoffen wir uns ein besseres Signal beim flachen Aufgang und Untergang der ISS. Allerdings erkaufen wir das mit einem schmalen Öffnungswinkel der Antenne. Wir müssen also sehr genau zielen und die Antenne präzise nachführen. Ein RX-Vorverstärker sowie eine 500 W starke PA sollen die Signale weiter verbessern. Wir hoffen sehr, dass das Ganze nicht zu einem „berauschenden“ Erlebnis wird und die Technik zuverlässig funktioniert.


Durch den neuen Termin müssen auch die beteiligten Schulen umplanen und Personal steht teilweise nicht im gewünschten Umfang zur Verfügung. Die Liste der Widrigkeiten ist lang, sie wird jedoch zügig abgebaut.

Auch die Liste der Fragen wird von der NASA im letzten Augenblick noch verändert! Die aktuelle Version ist u.a. dem ARISS-Newsletter zu entnehmen.

In der Nacht vom 22. auf den 23.8. wird schliesslich der Termin für den Kontakt bekannt gegeben:

 

Samstag der 1.9.2018 ab 10:36 Uhr.


Ort: Im Forum des Gymnasium Soltau.

 

Das ist nun also endlich das offzielle Datum, mit dem wir planen können.

Dachten wir.

 

Doch in der Nacht auf den 27.8. passiert etwas, mit dem niemand mehr gerechnet hat. Der Kontakt wird abgesagt und auf Oktober verschoben (siehe oben).

 

Hallo,

nachdem in den letzten Tagen der Termin mehrfach hin und her geschoben wurde, kam heute leider die Absage:

Just got the final word that this event cannot be scheduled in the current week. We will have to reschedule it at the earliest possibility. October appears to be the next direct period for supporting German direct contacts. The only way to support earlier would be to convert this event to a Telebridge.

Das ARISS Team ist bereits auf der Suche nach einem "direct contact" Termin im Oktober.

73, Peter Kofler, ARISS Mentor

 

Wir sind alle sehr enttäuscht.

 

So kurz vor dem Ziel! Unglaublich. Aber die Entscheidung der NASA ist eindeutig und unmissverständlich.

 

Der Betreiber des ARISS-Streaming-Servers drückt sein Bedauern so aus:

 

Hello Jan,

Yes, we've been working this hard to get clarification but unfortunately, it
didn't go our way.  I'm sorry about the need to reschedule it but it was out
of our hands.
This is always a difficult situation for us and a huge disappointment when
this happens.  We will do our best to make sure the October attempt works as
planned.

I've already identified some alternative direct opportunities in October
that miss the mid-term breaks and submitted them to Peter so you should be
hearing very shortly about them.

I'll also arrange for the live.ariss.org streamer to be available for you in
October.

Please do not hesitate to ask any questions.

73s

Ciaran
M0XTD

 

 

Alles wieder auf Anfang. Hoffen wir auf einen Neustart im Oktober.

 

Siehe oben :-)

Notfunkübung

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Am 23.09.2017 fand eine Übung des Arbeiter-Samariter-Bund Hannover-Land/Schaumburg mit 125 Einsatzkräften und ca. 60 Patientendarstellern statt. Die Übungsannahme bestand aus einem Massenanfall an Verletzten in einem Stadion durch Pyrotechnikeinsatz und zeitgleich einem Brandereignis in einer Seniorenresidenz im Nachbarort. 

Erstmals wurden dabei auch Funkamateure zur Nachrichtenübermittlung eingebunden. Damit sollte bei einem angenommenen Ausfall der öffentlichen und BOS-Kommunikationsmittel der Amateurfunkdienst als mögliche Rückfallebene für die Weiterleitung von Meldungen aus dem Übungsraum an den Stab des Hauptverwaltungsbeamten (HVB) der „Region Hannover“ (ehemals Landkreis Hannover) geprobt werden. Zu diesem Zweck war die Fernmeldezentrale (FMZ) im Regionsgebäude erstmalig auch mit neu lizenzierten Funkamateuren aus dem Mitarbeiterkreis der Region besetzt, um die Lagemeldungen für den Stab entgegenzunehmen. Die Funksprüche wurden direkt vom Einsatzleitwagen (ELW 2) des ASB an die Funkamateure übergeben und ohne Nutzung von automatischen Relaisstellen über fünf Zwischenstationen per analogem Sprechfunk in die FMZ nach Hannover übermittelt. Um die weiteren technischen Möglichkeiten des Amateurfunkdienstes zu demonstrieren, wurden darüber hinaus drei Video-Livestreams vom Einsatzort am Stadion in Barsinghausen über das HAMNET nach Hannover übertragen.

Das Fazit in der anschließenden Nachbesprechung lautete: "Auftrag erfüllt!". Insgesamt waren ca. 20 Funkamateure aus verschiedenen Ortsverbänden des DARC e.V., einige vereinslose Helfer und sogar einige Unterstützer noch ohne Lizenz an der Aktion beteiligt. Schon vor der eigenen Öffentlichkeitsarbeit zu der Veranstaltung haben uns in den Folgetagen sehr konkrete Anfragen weiterer Organisationen zu einer möglichen Zusammenarbeit erreicht. In naher Zukunft ist daher mit einem Ausbau der Beteiligung und gegenseitigen Ausbildung zu rechnen.

Weitere Informationen sind auf Anfrage per Mail unter kostafu(at)afuh.de erhältlich.

(Koordinierungsstelle "Funkamateure helfen Hannover" / DG4OAE)


Aus unserem Ortsverein haben 3 Mitglieder an dieser Übung mitgewirkt:

Björn DB3LBG, Jan DK1OM, Jörg DO8HF

Unterstützt wurden wir von Wolfgang DL4AH aus dem OV H48, der den Funk-Container für uns vorbereitet und geöffnet hat.

Wir waren ein Teil der Nachrichtenkette und haben die Sprüche von der ausschliesslich mit Solarenergie versorgten Funkstation DL0TY auf dem Lindener Berg an die Regionszentrale in Hannover (Hildesheimer Str.) übermittelt.

Benachrichtigung per Skyper
DL0TY auf dem Lindener Berg
DO8HF und DL4AH im Funkcontainer
Funkgerät Nr.1 bei DL0TY
Ende der Übung mit reichlich Würstchen
Wagen der Einsatzleitung von innen
Ein Notfunkkoffer der Funkamateure
Geschafft: DB3LBG und DK1OM

Am 16.10.2017 treffen sich alle teilnehmenden Funkamateure zur Manöverkritik im Regionshaus in Hannover. An diesem Treffen nehmen auch Vertreter anderer Hilfsorganisationen teil. Von der Übungsleitung kommt die Aussage, dass man sehr erfreut über den Verlauf ist. Man hat es sich nicht im Entferntesten vorstellen können wie gut und weitgehend problemlos das Ganze abgelaufen ist. Es werden nur wenige Kritikpunkte geäussert, die alle leicht zu beheben sind. Beispiel: Die Frequenzwahl (ankommende und abgehende Sprüche im gleichen Frequenzband) hat sich als ungünstig erwiesen, war aber zum Glück nicht "kriegsentscheidend". Diesen Fehler werden wir dennoch nicht zweimal machen.

Generell haben die Funkamateure bei dieser Übung einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Wir werden wieder Ernst genommen, was Anlass zu vorsichtigem Optimismus gibt. Es ist anzunehmen, dass man nun eher auf die Bedürfnisse der Funkamateure eingehen wird als man es in der Vergangenheit getan hat. Der Kontakt in der Gruppe soll über Mailingliste und Webseite aufrecht erhalten bleiben. Es ist mit einem weiteren Treffen Anfang 2018 zu rechnen.

In der Walsroder Zeitung erscheint am 18.10.2017 ein Bericht über die Übung.

Walsroder Zeitung vom 18.10.2017

Die Regionalversammlung des Distrikt H fand am 28.10.2017 ab 13.30 Uhr im Restaurant Anders in Walsrode statt. Bericht hier.

Erfahrungen mit der DF6SJ-Antenne

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UKW-Antennen in 33 m Höhe
UKW-Station im Keller

Um auf VHF und UHF gute Reichweiten erzielen zu können, sollten einige Voraussetzungen erfüllt sein:

 

1. Gute Bedingungen

2. gute Standorte

3. gute Antennen

4. gute Sender und Empfänger

 

Für gute Ausbreitungsbedingungen braucht man Geduld und etwas Glück. Beides ist leider nicht immer planbar.

Den guten Standort haben wir zum Glück vor einigen Jahren gefunden. Uns stehen zwei Türme einer ausgedienten BW-Empfangsanlage zur Verfügung. Die 32 m hohen Betontürme sind in gutem Zustand und die dicken Koaxkabel zu den Plattformen sind ebenfalls noch vorhanden. Von dort kann man recht weit ins Land sehen. Die Original-Antennen und Geräte sind bereits seit 1992 abgebaut. Diese Anlage konnten wir wieder instand setzen und für den Amateurfunk nutzbar machen.

https://www.darc.de/der-club/distrikte/h/ortsverbaende/02/auferstanden-aus-ruinen/

Gute Antennen haben wir ebenfalls. Die langen Yagis für 2 m und 70 cm funktionieren gut und haben bisher alle Stürme überlebt.

Als TX und RX bewähren sich Kenwood TM-255 und TM-455. Trotz ihres Alters verfügen sie über empfindliche Empfänger und stabile Sender mit sauberer SSB-Modulation.

DF6SJ Horizontal-Diagramm
DF6SJ Vertikal-Diagramm

Überlegungen zur Antennen-Situation

Eigentlich haben wir gute Voraussetzungen, um im UKW-Contest ordentlich Punkte sammeln zu können. In der Praxis sieht das aber häufig anders aus. In der Vergangenheit passierte es uns immer wieder, dass wir Stationen verpassen, weil die Antennen in die falsche Richtung stehen. Der hohe Gewinn der Yagis bedingt nun mal einen verdammt schmalen Öffnungswinkel. Da kann man schon mal daneben zielen.

Was kann man dagegen tun?

Gerne empfohlen wird in so einem Fall die Verwendung von kurzen Antennen mit großem Öffnungswinkel, die mehrfach übereinander gestockt werden. Diese Möglichkeit scheidet bei unseren örtlichen Gegebenheiten leider aus. Toll wäre ein horizontaler Rundstrahler mit Gewinn. Die Auswahl ist diesbezüglich leider recht klein. Bekannte Antennenformen sind Kreuzdipol und Big Wheel. Der Gewinn dieser Antennen ist jedoch bescheiden. Für etwas mehr Gewinn müsste man sie wieder mehrfach übereinander stocken.

Einen guten Kompromiss stellen Oblong-Konstruktionen dar, über die DK7ZB bereits mehrfach berichtet hat. In der Werkstatt von Jens DG2BAZ entstand über Winter der Prototyp eines Oblong, der auch gut funktionierte. Der mechanische Aufbau war jedoch wenig vertrauenserweckend. In 32 m Höhe weht hier im Norden nun mal eine sehr steife Brise, den diese Konstruktion vermutlich nicht lange aushalten würde. Die Einspeisung des Koaxkabels in der Mitte der Antenne fanden wir ebenfalls suboptimal.

Bald darauf wurden wir auf die vertikal gestockte Rechteck-Antenne nach DF6SJ aufmerksam. Prof. Janzen veröffentlichte einige Artikel darüber in den UKW-Berichten und in der cq-DL. Die Artikel sind sehr ausführlich gehalten und sollten eigentlich alle Fragen beantworten, sie sind aber keine leichte Lektüre. Nach einigen Diskussionen konnten wir uns vorstellen, solche Antennen in robuster Ausführung anzufertigen. Ausserdem kam uns die Einspeisung am unteren Ende sehr gelegen. Die Umsetzung sollte erneut in der Werkstatt von DG2BAZ stattfinden.

Rohbau
Löten
Kompensations-C aus RG-142
Mittlere Befestigung

Fertigung

Wir entscheiden uns dafür, die Antennen für 144 MHz aus 12 mm Kupferrohr zusammen zu löten. Amerikanische OMs nennen sowas „plumbers delight“. Das entstandene Gebilde wirkt mit seinen abgerundeten Winkeln recht elegant und ist sehr stabil. Als Standrohre dienen uns robuste ehemalige BW-Zeltstangen aus dickwandigem GFK, die an den Befestigungsverschraubungen mit Halbschalen aus Aluminium verstärkt werden. Im Materiallager von DG2BAZ tauchen alte ungebrauchte Installationsdosen aus Bakelit auf, die als Anschlusskasten dienen sollen. Den notwendigen Kompensations-Kondensator mit einer Kapazität von etwa 5 pF kann man aus einem kurzen an einem Ende offenen Stück Koaxkabel herstellen (ca. 1 pF pro cm). Man stellt ihn am Besten aus Teflon-Kabel (RG-142) her, denn RG-58 wird beim anlöten häufig „verbruzzelt“. Ausserdem erhöht sich dadurch auch die Belastbarkeit der Antenne. Der Abgleich erfolgt ganz einfach durch abschneiden des Kabels.

Wir haben uns bei den Abmessungen der Antenne weitgehend an die Angaben aus den UKW-Berichten gehalten und landen damit bei einer Resonanzfrequenz von 143,5 MHz. Mit dem Kompensations-C lässt sich das zwar auf 144,3 MHz bringen, aber die Anpassung verschlechtert sich merklich. So haben wir in den sauren Apfel gebissen und vier Lötstellen wieder geöffnet. Die senkrechten Rohre werden jeweils um etwa 8 mm gekürzt und erneut zusammen gelötet. Unsere schöne Lackierung der Rohre ist zwar an diesen Stellen „im Eimer“ und muss erneuert werden. Dafür liegen Resonanz und Anpassung aber genau an der gewünschten Stelle. Die Symmetrierung erfolgt einfach durch eine Kabeldrossel aus 5 Windungen Antennenkabel mit einem Durchmesser von etwa 15 cm.

Rundstrahler aus 2 Antennen

Das Vertikal-Richtdiagramm einer DF6SJ-Antenne zeichnet sich durch einen sehr niedrigen Erhebungswinkel aus. Das Horizontal-Richtdiagramm sieht von oben aus wie eine liegende große Acht. Mit 2 gleichartigen Antennen kann man also alle Richtungen abdecken. Es liegt somit nahe, zwei um 90 Grad gegeneinander verdrehte Antennen umzuschalten oder sie zu einem horizontalen Rundstrahler zusammen zu schalten. Umschalten wollten wir nicht, deshalb haben wir noch einen Lambda-Viertel Anpaßtopf aus Alu-Vierkantprofil und 12 mm dünnem Kupferrohr (l=520 mm) hergestellt.

 

Hinweise zur Dimensionierung findet man bei DK7ZB.

https://dk7zb.darc.de/Stacking/splitter.htm

 

Die beiden Antennen werden über exakt gleich lange Koaxkabel an den Anpaßtopf angeschlossen. Den zu erwartenden Koppelverlust von 3 dB akzeptieren wir, er lässt sich messtechnisch auch sauber nachweisen. Bei unseren ersten Versuchen in 1,20 m Höhe über dem Boden war die Anpassung der kombinierten Antennen jedoch nicht so gut. Die beiden Antennen beeinflussen sich merklich, sie verstimmen sich gegenseitig. Das wurde besser, je größer der Abstand vom Boden und je größer der Abstand der Antennen voneinander war. Die Verstimmung nahm jenseits von einem Lambda Abstand deutlich ab. Nach der Erhöhung des Abstands vom Boden um ein weiteres GFK-Rohr verbesserte sich auch die Anpassung.

Splitter Detail
Splitter innen
Durchgangsdämpfung
Rückflussdämpfung
Splitter komplett
Probemontage im Garten
Antenne mit Kabeldrossel
 
Ohne Worte ...
Steiger DB8SEW + DG2BAZ
Aufstieg im Regen
Halter 1
Halter 2
Fertig!

Montage

Zunächst wollten wir die Standrohre mit jeweils zwei Schellen einfach an das Geländer des 32 m hohen Turms schrauben. Dummerweise befindet sich auf dem Turm aber auch ein kleines Windkraftwerk, dessen „Schwanz“ die Antennenrohre touchiert hätte. Das erforderte die Anfertigung von 60 cm langen Auslegern aus Edelstahl. Als angenehmer Nebeneffekt wird dadurch der Abstand der Antennen zueinander nochmals erhöht und die gegenseitige Beeinflussung verringert. Das Ergebnis sieht etwas ungewöhnlich aus, funktioniert aber hervorragend, wie sich noch zeigen sollte.

Am Vormittag des 1. Juli war es schliesslich soweit, die Antennen sollten nach oben. Während des Aufstiegs begann es zu regnen und hörte für die nächsten Stunden auch nicht mehr auf. Doch die Montage gelang auf Anhieb. Völlig durchnässt betraten DB8SEW, DG2BAZ und DK1OM anschliessend den Funkkeller. Wir waren sehr gespannt auf die Messungen. Erst dachten wir, dass das SWR-Messgerät defekt wäre: Kein Rücklauf, 1:1. Aber die Umschaltung auf die Flexa-Yagi ergab wieder das gewohnte Bild mit einem SWR von 1,2:1. Einige Stationen waren hörbar, der Pegel-Unterschied zwischen dem zusammen geschalteten VGR-Rundstrahler und der Flexa-Yagi lag bei den erwarteten 6-8 dB. Doch alle Beteiligten waren noch immer nass, daher fuhr man zunächst zur Trockenlegung nach Hause.

Anpassung in 2,5 m Höhe. Auf dem Turm noch besser!
Ergebnis nach 3 Stunden Contest

Die DF6SJ-Antenne in der Praxis

Am selben Tag (1. 7.) begann um 16 Uhr Ortszeit der DARC VHF/UHF/Mikrowellen-Contest. Wir wollten ein wenig mitmachen um mal zu sehen was so geht. Also wurde die alte HA8UG-PA für 2 m angeheizt und der bewährte Kenwood TM-255 eingeschaltet. Was wir dann hörten war beeindruckend. Als erste Station stand OL1C im Log, anschliessend wurde OZ1ALS mit brüllend lautem Signal gearbeitet. Die neue Antenne bewies ihre Qualitäten als horizontaler Rundstrahler auf Anhieb. Sie entwickelte sich ganz schnell zur unverzichtbaren Orientierungshilfe. Wer laut genug war, wurde einfach damit gearbeitet. Wer etwas zu leise war, musste eben warten, bis die Flexa-Yagi in der richtigen Richtung stand. Trotz mittelprächtiger Bedingungen konnten wir mit wenigen Ausnahmen auf diese Weise alles arbeiten, was irgendwie hörbar war. Zahlreiche Tschechen, Schweizer und Österreicher standen nach 1,5 Stunden im Log.

Am Sonntag traf man sich erneut um 14 Uhr in Drögenbostel. Inzwischen hatte sich das Wetter aufgeklärt und die Bedingungen auf 2 m verbesserten sich ein wenig. Stationen aus England und Frankreich ergänzten das Log. Nur 2 Verbindungen „versauten“ den Schnitt mit Entfernungen von 80 und 90 Km. Alle anderen Verbindungen lagen im Entfernungsbereich von mehreren hundert Km. Das ODX wurde von OM6A aus der Slowakei gleich hinter dem östlichsten Zipfel von Tschechien (JN99JC) mit 769 Km gesetzt. Nach 3 Stunden standen 57 QSOs und 22066 Punkte im Log, ein durchaus respektables Ergebnis für die kurze Betriebszeit.

Unser Fazit

Die VGR-Antenne nach DF6SJ funktioniert sehr gut. Zu einem horizontalen Rundstrahler zusammen geschaltet erfüllt sie genau die Erwartungen, die wir in sie gesetzt haben. Nicht mehr und nicht weniger.

Um die Antenne erfolgreich nachbauen zu können, ist das Studium aller Veröffentlichungen notwendig. Einige wichtige Hinweise findet man ausschliesslich in den UKW-Berichten. Die Antenne ist recht schmalbandig, entsprechend genau sollte man die Abmessungen beachten. Diese sind für die kommerzielle Variante (WIMO) aus 10 mm Aluminiumrohr angegeben. Bei der Herstellung aus zusammengelötetem 12 mm Kupferrohr liegt die Resonanzfrequenz der Antenne nach unseren Erfahrungen tendenziell etwas zu tief, sie muss geringfügig gekürzt werden. Das Cu-Rohr haben wir nach gründlicher Reinigung dünn überlackiert, die Oberfläche wird sonst schnell unansehnlich. Ausserdem beeinflusst die schlechtere Leitfähigkeit von Kupfer-Oxid den Skin-Effekt. Das Kompensations-C stellt man am Besten aus Teflon-Kabel (RG-142) her. Der Abgleich erfolgt ganz einfach durch abschneiden. Die Kabeldrossel sollte sich dicht unter dem Anschlusskasten befinden.

 

Wir sind sehr zufrieden!

 

9. Juli 2017

DK1OM, DG2BAZ

 

Quellen:

DK7ZB-Quadlongs

Ukw-Berichte 2/16

Ukw-Berichte 3/16

CQ DL 4/17

CQ DL 5/17

CQ DL 6/17

Maiwanderung 2015

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Relativ kurzfristig stellte sich heraus, dass der OV-Abend im Mai nicht am gewohnten Treffpunkt stattfinden kann. Grund: Das Restaurant Rosmarin & Thymian wird saniert und wechselt den Besitzer. Ende April wurde geschlossen, die Neueröffnung soll am 2. Juni 2015 stattfinden.

Was tun?

Ein neues Restaurant wollten wir nicht suchen, denn eigentlich hat es uns dort bisher ganz gut gefallen. Nach kurzer Diskussion schlug Dennis DO3BAL vor, stattdessen eine kleine Maiwanderung zu unternehmen. Jörg DO8HF wurde bald darauf konkret. Es sollte durch das Naherholungsgebiet Eibia gehen und mit einer Grillerei beim OVV enden. Kurzerhand wurden Dennis und Jörg zum Organisationsteam ernannt. Als Termin wurde festgelegt:

1. Mai um 10 Uhr, Start am Sportplatz in Benefeld.

Der OVV stellt einen Bollerwagen zur Verfügung. Die Befüllung wird von den Wanderern gestellt, für festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sorgt jeder selbst.

Jörg legt eine Route durch die Eibia fest, Zielpunkt ist die Terrasse des OVV. Diejenigen, die nicht ganz so gut zu Fuss sind, treffen sich am Ziel, decken den Tisch und heizen schon mal den Grill an.

Und genau so wurde es durchgeführt. Das Wetter war frisch und die Stimmung ausgesprochen gut. Einige kleine Impressionen zeigen die nachfolgenden Bilder.

Besuch der Fieldweek 2013

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Die Kollegen vom OV H20 veranstalteten zum wiederholten Male und mit grossem Erfolg ihre "Fieldweek" in Peine auf dem Luhberg.
 Dieser etwas ausgedehntere Fieldday ging vom 24.7. bis zum 4.8.2013 und hatte wie immer das Motto "Funken und Technikbasteln unter freiem Himmel". Wir finden es sehr beeindruckend, wieviele Jugendliche die OMs immer wieder motivieren können. Möglicherweise können wir uns da etwas abgucken!

Eine beeindruckende Bildergalerie findet man hier.

2013 besuchten wir zum ersten Mal die Peiner Gruppe: Hans DJ5JJ, Jan DK1OM, Gudrun DL2OAV und SWL Katharina.

Dieser Besuch wird allen Teilnehmern noch länger im Gedächtnis bleiben. Zunächst war es am Samstag brütend heiss und die meisten Aktivitäten erlahmten. Zum Glück gab es einen nahegelegenen See, in dem man sich abkühlen konnte. Am Nachmittag schliesslich ging dort ein Hagelschauer herunter, an dessen Folgen die deutsche Versicherungswirtschaft noch heute zu knabbern hat. Zahlreiche Hagelkörner in Tischtennisballgrösse prasselten auf uns nieder. Auch unseren Passat erwischte es. Der Sachverständige hat später allein auf der Motorhaube 38 Beulen gezählt. Einige kleinere Zelte gingen zu Bruch, die grossen Hauptzelte hielten Hagel und Sturm jedoch stand. Auch die Antennen und Geräte überlebten.

Nach dieser "Bescherung" traten wir einigermassen niedergeschlagen wieder den Heimweg an. So hatten wir uns das nicht vorgestellt...

Erfolgreich Contesten

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DL7ZZ beim Vortrag
DL7ZZ während des Vortrags

Im Rahmen des OV-Abends am 5.7.2013 hat Andreas Hahn DL7ZZ bei uns einen interessanten Vortrag gehalten. Andi wird vielen OMs aus seinen Beiträgen in der CQ DL bekannt sein. Er gehört zur Mannschaft der Contest-Gruppe rund um DA0HQ.

Das Thema des Vortrags lautete:

Erfolgreich Contesten

"Mit Spaß und Köpfchen zum eigenen Erfolgserlebnis"

Trotz Sommerferien war die Veranstaltung gut besucht. Eine gute Stunde lang kam keine Langeweile auf, denn Andi hat viele Beispiele aus der Praxis gegeben und alle Fragen aus dem Publikum beantwortet. Dabei wurde er von seinem Sohn nach Kräften unterstützt. Wir haben uns auch sehr über die Gäste vom befreundeten OV I19 aus Rotenburg gefreut!

Damit man sich besser an den Vortrag erinnern kann:

Andis PowerPoint-Datei zum Download (gezipptes Archiv):

Erfolgreich Contesten.ppt.zip 144 K

Sommer 2013 auf Fehmarn

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Ein Kurzurlaub muss Spass machen! So dachte sich Carsten DO5CA, als er am Freitag Nachmittag (2.8.2013) kurzentschlossen seine Familie ins Auto packte und zur Insel Fehmarn fuhr. Ziel war der Gammendorfer Strand mit einem Campingplatz direkt am Meer. Das Denkmal des 1932 untergegangenen Schulschiffs Niobe lag in Sichtweite.

Am Sonntag war es dann soweit. Carsten schickte seine Familie ins Wasser und baute den Yaesu FT-897 auf dem Campingtisch auf. Als Antenne diente die Mobilantenne des PKW. Offensichtlich sorgte die Nähe zum Meer für gute Abstrahlungsverhältnisse, denn auf 15m gelangen innerhalb von kurzer Zeit 10 Verbindungen direkt nach Japan (Tokio und Umgebung). Auch Kroatien, Grossbritannien und Österreich standen später im Logbuch.

Carsten schickte eine E-Mail an DK1OM mit der Angabe seiner Frequenz. Jan konnte Carsten zwar nicht hören (tote Zone), aber dafür laut und deutlich die Gegenstationen. Mit seinem Mobil-Rufzeichen war Carsten richtig begehrt und verursachte sogar ein kleines Pile-Up.

Carstens Fazit: Die Mobil-Antenne geht recht gut direkt am Wasser. Das nächste Mal werde ich auch noch Erdspieße mitnehmen um eventuell noch bessere Bodenverhältnisse zu bekommen.

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