Erfahrungsbericht mit einer Magnetic Loop AMA41

Die AMA fast fertig aufgebaut
Die Kontrolleinheit der AMA

Hallo liebe YLs/OMs,

ich möchte Euch einmal meine Magnetische Antenne (AMA41) von funkTechnik Beese vorstellen und eine Lanze für diese Antenne brechen:

es handelt sich um eine solide Antenne für den Alltag mit der man ganz ausgezeichnet DX Verkehr abwickeln kann.

Aber bevor ich mich weiter auslasse komme ich erst mal zur Antenne selber:
Mit der Antenne sind folgende Bänder nutzbar:

40m, 30m, 20m, 17m, 15m, 12m, und 10m.

Also schon ganz ordentlich. 

Die maximale Belastbarkeit beträgt 100W (und mehr braucht man meiner Meinung auch gar nicht. Meistens funke ich mit 50W oder sogar weniger).
Der Durchmesser der Loop beträgt 80cm. Daher ist sie auf dem Dach auch recht unauffällig Natürlich sollte man sie bei Dachinstallation am besten an einem Mast befestigen.

Die vom Hersteller angegebenen VSWR Werte kann ich bestätigen:

Auf 40m, 30m, 20m, 17m 1:1,3 oder besser, auf 15m, 12m, 10m 1:1

Aufgrund der Eigenart der Antenne muss man beim Rauf- und Runter drehen auf der Frequenz natürlich Nachstimmen, ein Vorgang der vollkommen unproblematisch ist und mit einer zur Antenne gehörenden Kontrolleinheit vollzogen wird.

Splitbetrieb mit 1up oder 2up ist ebenfalls kein Problem. Die Antenne wird zweimal abgestimmt, einmal für den Empfang auf der Frequenz und dann für die jeweilige Sendefrequenz.

Das Abstimmen erfolgt zunächst unter AM, sobald der Rauschpegel ansteigt nähert man sich der eingestellten Frequenz. Anschließend wechselt man in den CW oder Digitalmodus und stimmt fein ab. Zu Beginn war es schon eine gewisse Umstellung, jetzt ist es aber reine Routine und der Abstimmvorgang ist meistens in ein paar Sekunden erledigt.

Da ich kein großer Freund von J3E Funk auf KW bin, bin ich hauptsächlich in RTTY, PSK und CW oder anderen Digi Modes mit ca. 50 Watt QRV, wenn es gar nicht mehr anders geht auch kurzfristig mit 100 Watt. In einem richtigen Pile Up bin ich häufig aufgeschmissen, aber mein Interesse liegt auch nicht darin mich durch ein Pile Up zu wurschteln. Wenn es nicht diese Station des Landes XYZ ist, dann ist es eben irgendwann eine andere aus dem Land XYZ.

Mit der Antenne sind mir Kontakte von Alaska bis Neuseeland gelungen.

z.B. : ZL3X auf 20m in RTTY oder AL9A ebenfalls in RTTY und 20m.

Auf den WARC Bändern war ich bislang nur testweise und kann darüber kaum etwas sagen, außer das Nord- und Südamerika problemlos erreichbar waren und ich beim Testen ZS2DK auf 12m in RTTY arbeiten konnte. Ich bin meistens auf 15, 20 oder (am liebsten) auf 40m QRV.

Ganz aktuell, am 08.06.14 konnte ich E21YDP auf 20m in PSK63 arbeiten.
Mit dieser Antenne geht also was!

Die Antenne wird komplett montiert und betriebsbereit mit Bediengerät zum Abstimmen, Steckernetzteil und Steuerkabel geliefert. Standardlänge des Steuerkabels sind 10m. In meinem Fall habe ich 25m bestellt. Man kann sich zudem aussuchen, ob die Antenne auf der Mastspitze oder an der Mastseite angebracht werden soll. Die entsprechende Befestigung wird vormontiert dazu geliefert. Billig ist die Angelegenheit zunächst einmal nicht. Insgesamt hat die Antenne 1.200,00 Euro gekostet. Der Preis relativiert sich jedoch, da es sich ja um eine langfristige Anschaffung handelt.

Außen vor lasse ich hier die Kosten für den Mast, Abspannseil und Abspannschelle.

Beim Aufbau hat mich Edgar (DL7ED) tatkräftig unterstützt (Ich berichtete). Nochmals vielen Dank! 

Die Selbsterklärung klappte ebenfalls mit Hilfe von Walter (DH3WL) nach mehreren Anläufen. Dabei lagen die Schwierigkeiten nicht an den Berechnungen (Watt32), sondern an den Angaben auf den Plänen. Mein grundsätzlicher Tipp: Alles beschriften! Und wenn es auch noch so unwichtig erscheint. Auch an Walter nochmals vielen Dank für den HAM Spirit und die Unterstützung! Ich habe seit ein paar Monaten nichts mehr von der Behörde gehört und hoffe, dass es das war. Tatsächlich ist mir der Wegfall der HSM Werte zu Hilfe gekommen. Mit den HSM Werten wäre es erheblich schwerer geworden.

Fazit für mich: Diese Antenne für den Otto-Normal-DX-Funker ist vollkommen in Ordnung. Sie deckt sieben Frequenzbereiche ab, was ich für diese Größe sehr beeindruckend finde. Das man bei dieser Anzahl Abstriche machen muss, ist vollkommen normal und hinnehmbar. Für den Digitalfunk (in meinem Fall) ist die Antenne gut geeignet. Zudem ist sie aufgrund ihrer geringen Größe nachbarschaftsfreundlich. Ich habe die Antenne sehr früh während der Bauphase installiert und so konnten sich die Nachbarn schon einmal an den Anblick gewöhnen. :-)

Meine Geräte: FT-450, EZ1-Interface von Garant Funk.

Die benutzte Software ist Ham Radio Deluxe, für CW nutze ich den im Funkgerät eingebauten CW Keyer Modus. Meine Taste ist entweder die Bencher von meinem Vater DL5JF (sk) oder mein altes Kent Paddle.

Zwischen Funkgerät und Antenne befindet sich noch mein MFJ 949E. Die Tuning Fähigkeiten benötige ich nicht mehr, ich habe auf Bypass umgestellt und nutze nur noch die SWR Anzeige. Abgestimmt wird die Antenne ja mit der Kontrolleinheit

Weitere Infos zu dieser und anderer Magnetic Loop Antennen findet ihr unter:

www.funktechnik-beese.de

Magnetic Loops habe ich übrigens schon genutzt als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe. Mein Vater DL5JF (sk) hatte eine selbstgebaute Magnetic loop für 40m unter Dach installiert. Funktionierte hervorragend.

Wer in dicht besiedeltem Gebiet wohnt und eine kleine Antenne mit ordentlichen Eigenschaften sucht ist mit der AMA 41 bestens bedient. Noch etwas: mit TVI und BCI hatte ich bislang keine Probleme.

Knut, DL5JH