Vorwort

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Stn. Gohlig@DM5LP
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Stn. Katzenstein@DO2UDX
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Stn. Opitzhöhe@DO2UDX
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Stn. Klingenberg@DM4SWL
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Stn. Salzenforst@DM5LP
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Stn. Taurastein@DM5SB
Stn. Taurastein@DM5SB

Wie steigende Touristenzahlen auch in Sachsen zeigen, erfreuen sich in den letzten Jahren Wandern und Radfahren sowie die Rückbesinnung auf heimatliche Werte einer immer größeren Beliebtheit. Nicht nur die Sanierung der Orte und Baudenkmäler, sondern auch die Sachzeugen vergangener Industrien und Hinterlassenschaften des hiesigen Altbergbaues zeugen von dem regen Interesse an der sächsischen Geschichte. Eine weitere Tatsache ist der Zugriff auf topografische Karten und Navigationssysteme in einem Maße, wie es früher kaum denkbar war und welcher uns in die Lage versetzt, sich bei Wanderungen auf Wegen fernab von ausgewiesenen Routen zu bewegen. Belohnt wird der Wanderer mit einer Fülle von Sehenswürdigkeiten wie historischen Straßen und Alleen, Industriearchitektur der vergangenen Jahrhunderte, Mühlgräben und Wasserregulierungssystemen sowie steinernen Sachzeugen der Geschichte. Bekannt als Kleindenkmale sind zwar die Postsäulen, Wegkreuze und Grenzsteine, jedoch bisher so gut wie nicht die "Nagelschen Säulen" der Königlich- Sächsischen Triangulation. Aber wie kam es dazu, dass diese Säulen in die Landschaft gesetzt wurden?

 

https://www.sachsen-erkunden.de/koeniglich-saechsische-triangulation/

 

Seit ewigen Zeiten streben die Menschen danach, anschauliche Erkenntnisse über ihren Lebensraum zu erhalten. Die Bestimmung von Größe und Figur der Erde spielte dabei ebenso eine Rolle, wie die graphische Darstellung des bekannten Landes oder von Landesteilen in Karten. Seit Pythagoras geht man von einer Kugelgestalt der Erde aus und als Bezugspunkte navigierte man mit Sonne und Sternen. Wissenschaftler und Gelehrte standen dabei ständig im Widerspruch zu Kirche und anderen geistlichen Strömungen und konnten nur in kleinen Schritten Größe und Figur unserer Erde nachweisen. Erst zu Beginn des 18. Jahrhundert begann man mit ersten Gradmessungen im Auftrag der Französischen Akademie. Wissenschaftlicher Fortschritt und Industrialisierung stellte im Laufe des 19. Jahrhunderts immer höhere Anforderungen an die Landesvermessung für Bauprojekte wie Eisenbahn, Brückenbau und Katasterpläne. Und nicht zu letzt forderte das Militär genauere Karten, und dies auch länderübergeifend. So war es dann auch der preußische Generalleutnant Johann Jakob Baeyer, der 1861 eine Mitteleuropäische Gradmessung zur genauen Bestimmung der Erdfigur und ihrer Größe anregte. Ein Entwurf von ihm betrachtete dabei ein Gebit vom heutigen Norwegen bis Süditalien. Auch die sächsischen Kurfürsten begannen schon im 16. Jahrhundert mit der Kartierung ihrer Ländereien. Aber erst mit Aufruf von Baeyer konnte dies mit wissenschaftlicher Genauigkeit ausgeführt werden.

 

Das Königreich Sachsen unterstützte dieses Vorhaben ohne lange Überlegung und benannte 1862 drei Sächsische Gradmessungskommissare, Julius Ludwig Weißbach, Carl Christian Bruhns und Christian August Nagel . Nach dem Tode von Weißbach und Bruhns übernam Nagel die Leitung, führte mit der damals typischen Akribie die Arbeiten zu Ende und brachte sie dann auch zur Veröffentlichung.

Unter Leitung von Nagel wurden Standorte für ein Triangulationssystem bestimmt und mit Unterstützung lokaler Steinmetzbetriebe Vermessungsstationen im Erdreich dauerhaft verankert. Hilfe bekam Nagel von Friedrich Robert Helmert, der als Geodäsie-Student bei ihm lernte und selbst eine Vielzahl der Bauarbeiten überwachte. Es entstanden bis 1890 36 mit Säulen vermarkte Vermessungspunkte 1. Ordnung für die Mitteleuropäische Gradmessung. Nagel erkannte die Tragweite des Vorhabens für die Sächsische Landesvermessung und überzeugte von der Notwendigkeit einer Detailvermessung. Somit wurden zeitgleich weitere 122 Vermessungspunkte 2. Ordnung für die Sächsische Gradmessung zur Errichtung ausgeschrieben. Solange eine Beobachtung von Nachbarstationen möglich war, wurde auch im Netz 2. Ordnung vermarkte Säulen gesetzt. Es kamen aber auch Türme und Kirchturmspitzen zum Einsatz, nur der geplante Vermessungspunkt der Station Lottengrün auf der Hohen Reut wurde nicht gebaut.

Als gegenständliche Zeitzeugen einer ehemals technischen Meisterleistung sind sie inzwischen zu Denkmalen der Vermessungsgeschichte geworden und einzigartig in Europa. Gedenken wir mit unserer Funkaktivität daran und bringen dieses Stück Kulturgeschischte zurück in unsere Erinnerungen.

 

 

 

 

Sächsische Gradmessungskommissare:

  • Julius Ludwig Weißbach 1806-1871 Professor an der Bergakademie Freiberg
  • Carl Christian Bruhns 1830-1881 Professor Universität Leipzig, Direktor Sternwarte
  • Christian August Nagel 1821-1903 Direktor des Geodätischen Instituts der Königlich Sächsischen Polytechnischen Schule DD Gradmessungsassistent

Gradmessungsassistent:

  • Friedrich Robert Helmert 1843-1917 Student von Nagel, später Begründer Geodäsiezentrum in Potzdam Geodät
  • Johann Jakob Baeyer 1794-1885 preußischer Generalleutnant

Ausschreibung

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Mancher wird sich fragen: "Noch ein Wettbewerb"? Wir haben doch schon genügend! Wir denken, dass Sachsen soviel mehr zu bieten hat, neben den Bergen. Es bleibt dabei - "Wandern und Funken" ist für Funkamateure eine fantastische Möglichkeit, Neues zu erfahren und sich fit zu halten. Um das zu untermauern, haben wir ein spezielles Leitbild entworfen und hoffen, jeder kann sich damit identifizieren.

 

LEITBILD

 

  • Die Teilnehmer gedenken mit ihrer Funkaktivität an die Durchführung der wissenschaftlichen Landesvermessung welche die Grundlage für heutige Kartenwerke darstellt.
  • Die Teilnehmer fördern mit ihrer Aktivität das Verständniss für technische Heimatgeschichte und ihrer technischen Denkmähler.
  • Die Teilnehmer gehen dabei kameradschaftlich und ehrlich miteinander um und achten dabei auf Natur , Umwelt und fremdes Eigentum.
  • Die Teilnehmer nutzen die dem Amateurfunk zugewiesenen Frequenzbänder in weitem Umfang und fördern mit einfachen Mitteln Verbindungen zu anderen Stationen.
  • Die Teilnehmer fördern, unabhängig von der Lizenzklasse, die Outdooraktivitäten im Amateurfunk und damit auch alle anderen Wettbewerbe wie SBW, GMA, COTA usw.

 

 

 

hier nun die Ausschreibung zum Sächsischen Trig-Punkt-Wettbewerb:

einen guten Überblick über die Lage der Säulen bietet folgende Seite im Internet:

 

 

Karte im Internet : www.historic.place/themes/K%C3%B6niglich-S%C3%A4chsische_Triangulation/

Königlich- Sächsische Triangulation >> Ausschreibung
Sächsischer Trig Punkt Wettberwerb Säulen neu.pdf
Sächsischer Trig Punkt Wettberwerb Log neu.xls
Königlich- Sächsische Triangulation >> GPS

Gibt es auch etwas zu gewinnen?

Na klar! Die OM`s, die einen Platz auf dem Treppchen erfunkt haben, erhalten das Buch "Historische Vermessungssäulen in Sachsen: Eine Spurensuche" (vorgestellt unter : Media) Wir hoffen, damit Euren Nerv getroffen zu haben.

Verantwortlichkeiten

 

Idee und Gesamtverantwortung : Rene / DD1RE     >> DD1RE(at)darc.de

Web                                                  : Martin / DM5LP  >> DM5LP(at)darc.de

 

Bitte schickt uns Eure Anmerkungen, Wünsche oder Kritik. Wir freuen uns darauf

Bilder und Geschichten

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Eure Fotos und die großen/kleinen Geschichten, die Ihr an den TPSAX- Säulen erlebt habt

 

Bitte schickt mir Eure Erlebnisse, damit die Seite sich füllt!

Bergkurier mit freundlicher Genehmigung von Bernd/DL2DXA

grosser Aufbau von DM4SWL an der Stn. Klingenberg bei der Erstaktivierung
grosser Aufbau von DM4SWL an der Stn. Klingenberg bei der Erstaktivierung
Bergkurier No.184
Bergkurier No.184
Bergkurier No.185
Bergkurier No.185
DM4SWL_Stn. Porsberg
DM4SWL_Stn. Porsberg
Aktivierung Stn. Taurastein@DM5SB
Aktivierung Stn. Taurastein@DM5SB
Bericht Renè/DD1RE über Aktivierung Stn. Lilienstein
Bericht Renè/DD1RE über Aktivierung Stn. Lilienstein
Bericht Renè/DD1RE über Aktivierung Stn. Porsberg
Bericht Renè/DD1RE über Aktivierung Stn. Porsberg
Bericht Renè/DD1RE über Aktivierung Stn. Sattelberg
Bericht Renè/DD1RE über Aktivierung Stn. Sattelberg
Bericht Renè/DD1RE über Aktivierung Stn. Klingenberg
Bericht Renè/DD1RE über Aktivierung Stn. Klingenberg
klickt auf das Bild und besucht unsere Säulenfreunde aus Freiberg

Hier unsere Ideen, wie es mit den Nagelschen Säulen im Amateurfunk weitergehen soll

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Ideen

♦ eine App für das Smartphone wäre nicht schlecht   >>> läuft!

 

♦ wir brauchen ein schönes Logo

 

♦ Trennung von QSO-Arbeitsblatt und Abrechnung, Automatisierung und Datenüberprüfung verschiedener Berechnungsaufgaben im Excel-Sheet

 

♦ nach der Probephase dieses Jahr denken wir darüber nach, den Wettbewerb ganzjährig auszurollen

 

♦ eine Teilnahmeurkunde für jeden

zum Herunterladen als .pdf- Datei

 

♦ ein Wanderpokal wäre nicht schlecht

 

♦ die Bezeichnung der Säulen ist so angelegt, das man eine deutschlandweite Aktivität daraus machen kann

 

♦ irgendwann sollte die Ausschreibung vom engen "One Pager"- Konzept des DARC-Typo3 befreit werden und eine neue, tolle Seite mit allem Schnickschnack erstellt werden

Whats new? - Was ist bereits geschehen?

♦ Log - Marc/DO2UDX hat schon vor länger Zeit ein fantastisches, kleines Logprogramm für alle Android-Nutzer erstellt und sofort die TPSAX- Aktivität implementiert - Danke!

 

Link zur Infoseite bei S01

Link zum Google PlayStore und UDXLog

 

- die Nummern können „schnell“ eingegeben werden, also mit Leerzeichen welches zu "–" gewandelt wird und Buchstaben, welche dann zur Zahl werden (analog GMA Ref. Nummern)

- TP die auf Bergen mit Referenz sind, stehen jetzt in der Liste (wenn du z.B. Lunapark schreibst und dann aus der Liste wählst, steht gleich GMA und TP Nummer mit drin)

- um sich die Aktivierten/gearbeiteten TP’s zu exportieren (z.B.)

 

 

 

 

Media

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Wir haben natürlich im Vorfeld viel recherchiert und es wäre schade, die Bücher und Links nicht mit Euch zu teilen:

 

Bücher/Zeitschriften :

  • Historische Vermessungssäulen in Sachsen: Eine Spurensuche

herausgegeben von der Interessengemeinschaft Nagelsche Säulen und dem Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen

Verlag: Engler, Schütze u. Weber; bereits in der zweiten Auflage; ISBN-13: 978-3936203356

  • Die Königlich Preussische Landes-Triangulation / Bureau der Landes-Triangulation. Hauptdreiecke. Sechster Theil: A. Die Hannoversch-Sächsische Dreieckskette ; B. Das Basisnetz bei Göttingen ; C. Das Sächsische Dreiecksnetz  – 1894

Fundstück bei einem großen Online-Buchhändler

 

Internet:

diese Seiten haben uns beim Verständnis der Materie sehr geholfen und sind außerdem hervorragend geeignet, die Säulen in der Landschaft aufzufinden;

 

Youtube

im April 2019 lief auf dem ZDF / "Terra X" ein Zweiteiler über die Vermessung der Welt mit Harald Lesch. Wer sich mit dem Thema tiefer vertraut machen möchte, findet auf Youtube eine Menge an Informationen.  

 

 

Wer aufmerksam durchs Netz surft findet noch tausende andere Links, aber die o.g. sollten erstmal reichen.

andere nationale und internationale TrigPoint- Wettbewerbe

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International:

 

Spanien:

https://www.radioclubhenares.org/dvge/

 

U.K.

http://wab.intermip.net/Trig Points Award.php

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National:

hier haben wir noch nichts gefunden

Dies und Das

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Für alle, die noch nicht genug haben, hier noch ein paar tolle Ideen für Wanderzeit zwischen den Trigonometrischen Punkten:

 

14 x 8000? Na klar, kein Problem! Wer braucht schon den Himalaja, wenn er das Erzgebirge vor der Tür hat?! Logisch, dass auf den Gipfeln meist auch eine Nagelsche Säule steht! Schaut mal nach!

https://achttausender-im-erzgebirge.de/

 

 

 

 

 

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