Afu-Geschichte 1990-heute

Afu-Geschichte 1990-heute

Im Jahr 1990 wurde der Radiosportverband in der DDR gegründet. Das war die Voraussetzung für die Fusion des RSV e.V. der DDR mit dem DARC e.V. der Bundesrepublik Deutschland.

Es vereinten sich auch der Radioklub Freiberg mit der Klubstation Y59ZN und der Radioklub der Nachbarstadt Brand-Erbisdorf mit der Klubstation Y52ZN.

Als gemeinsamer Vorsitzender des neu gegründeten Radioklubs "Glück Auf" wurde Gunter Rössel Y21TT gewählt.

Mitgliedskarte des Amateur Radioclub "Glück Auf" Freiberg
Mitgliedskarte des Amateur Radioclub "Glück Auf" Freiberg

Mit der Auflösung der GST wurde auch die Klubstation am Turmhofschacht aufgelöst. Am 12.02.1991 fand dann die Gründungsversammlung des DARC Ortsverbandes Freiberg/Brand-Erbisdorf statt. Wir erhielten den DOK S55. Als erster OVV wurde OM Gunter Rössel, DL2JTT, gewählt. In den folgenden Jahren führten die nachfolgende OMs den Ortsverband als Ortsverbands-Vorsitzender:

ZeitraumRufzeichenName
1991 - 1993DL2JTTGunter Rössel
1993 - 1996DL4JMNHartmut Klippel
1996 - 1997DL2VUVolkmar Uhlemann
1997 - 2001DGØJBAJan Balzer
2001 - 2011DL1YYHans Dieter Jäkel
2011 - heuteDO1CKPKarlheinz Pilz

DBØSAX - die erste 70-cm-Relaisfunkstelle in Sachsen

Im Jahr 1991 errichtete der OV die erste Relaisfunkstelle in Sachsen auf 70 cm. Das Relais mit dem Rufzeichen DBØSAX wurde von Siegmar Henschel, Y22QN gebaut. Es befand sich bis ins Jahr 1995 auf dem Förderturm des Schachtes "Reiche Zeche" am nordöstlichen Stadtrand von Freiberg. Anschließend zog das Relais und die Technik auf den Collm bei Oschatz um.

Im Funkamateur 10/1991 Seite 587 erschien dazu ein Artikel von Siegmar Henschel, Y22QN, DL2JSH mit dem Titel: "DB0SAX - die erste 70-cm-Relaisfunkstelle für den Distrikt Sachsen". Der Artikel ist Online leider nicht erhältlich.

DBØFBG - das eigene Relais/Digi entsteht

Unser Ortsverband errichtete 1995 eine Relaisfunkstation und Digipeater mit dem gemeinsamen Rufzeichen DBØFBG. Der Standort liegt geografisch günstig am nördlichen Stadtrand von Freiberg/Sachsen, genauer an der Halsbrücker Straße. Wir haben dort einen Untermietvertrag für einen klimatisierten Betriebsraum im letzten Stockwerk eines Bürogebäudes.

Die Relaisfunkstelle arbeitet im 70-cm-Band auf der Frequenz 439.025 MHz mit Ablage -7.6 MHz. Das Relais konnte mit Tonruf 1750 Hz oder mit einem DTMF-Ton geöffnet werden. Auf dem Relais lief damals eine Sprachmailbox nach DG9MHZ. Die Relaisantenne ist ein Rundstrahler, der oben an der Mastspitze befestigt ist. Auf Grund des guten Standortes von DBØFBG kann man bei guten Ausbreitungsbedingungen auch Stationen aus dem Berliner Raum hören und arbeiten.

Der Digipeater hatte Linkstrecken zu

  • DBØDLN Harthaer Kreuz (Entfernung 33 km)
  • DBØMAB Lengefeld, Erzgebirge (Entfernung 27 km) und zu
  • DBØERZ in Schellerhau, Erzgebirge

Die User hatten 4 Einstiegsmöglichkeiten: 70 cm 1200 Baud, 70 cm 9600 Baud, 70 cm 76800 Baud und 23 cm 9600 Baud. 

Der Breitbandeinstieg mit 76k8 auf 70 cm ist als Letztes dazugekommen

Die gesamte Sendetechnik besteht aus UFTs und wurde von Siegmar Henschel DL2JSH (silent key) gebaut. SysOp war und ist auch heute noch Erik DL1JAD.

DBØFBG Antennenmontage 1995
DBØFBG Antennenmontage 1995
DBØFBG Antennenmontage 1995
DBØFBG Antennenmontage 1995
Aufnahme aus dem Jahr 2000
links: Rechner SMB
rechts: Rechner Digipeater
Mitte: Sendetechnik der Link- strecken im Blechschrank
Aufnahme aus dem Jahr 2000
HF-Technik für 70 cm (UFTs)
Relais 439,025 MHz und Digi 438,325 MHz

IGARAG-Treffen 1999

Im Sommer 1999 fand in Freiberg das Treffen der IGARAG/FIGARAG statt. Die IGARAG ist die Interessengemeinschaft funkender Bergbauangehöriger. Aus dem gesamten Bundesgebiet reisten deren Mitglied und Ehefrauen an und wurden von Gunter DL2JTT (sk) und Herbert DL1JJO (sk) betreut.

Der OV organisierte einen Stadtrundgang, eine Grubenfahrt  in die Reiche Zeche und Ausfahrten nach Olbernhau und Lengefeld.

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