NTP‑Tools (NTP = Network Time Protocol) wie Meinberg NTP oder Dimension4 sind Klassiker zur Zeitsynchronisation. Auch unter Windows 10/11 lässt sich die Systemzeit bequem über das Internet aktualisieren. Für den mobilen Einsatz abseits von Netzverbindungen werden GPS‑Dongles verwendet, die die exakte Zeit direkt von GPS‑Satelliten beziehen.
Bei der aktuellen Zeitumstellung am Sonntagmorgen um 02:00 MEZ (=> 03:00 MESZ) spielen Atomuhren eine wichtige Rolle. In Deutschland stellt unter anderem die Physikalisch‑Technische Bundesanstalt (PTB) die gesetzliche Zeit bereit und sorgt dafür, dass die Zeitmessung präzise erfolgt; die konkrete Umstellung auf die Sommer‑ bzw. Winterzeit ist jedoch rechtlich geregelt. Einen guten Überblick dazu bietet der Heise‑Artikel: www.heise.de/hintergrund/Zeitumstellung-Wo-die-Uhrzeit-herkommt-9990348.html
Als Bezugsgröße dient weltweit die UTC (Coordinated Universal Time, auf Deutsch: koordinierte Weltzeit). UTC ist nicht identisch mit der Greenwich Mean Time (GMT), sondern technisch präziser: Sie ist ein Kompromiss zwischen der Internationalen Atomzeit (TAI), die sehr genau von Hunderten Atomuhren weltweit bestimmt wird, und der Erdrotationszeit UT1, die sich an der tatsächlichen Drehung der Erde orientiert. Weil die Erdrotation unregelmäßig ist, werden gelegentlich Schaltsekunden in die UTC eingefügt, damit die zivilen Uhren nicht langfristig vom Sonnenstand abweichen.
Morgenfrüh (Sonntag, 29. März 2026) findet also in Deutschland die Umstellung auf die Sommerzeit (MESZ) statt. Punkt 02:00 Uhr passiert Folgendes: Die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt. Aus 02:00 Uhr wird direkt 03:00 Uhr. Diese Nacht ist also eine Stunde kürzer (was wir alle morgen beim Aufstehen merken werden).
Die UTC ändert sich nicht: Während wir in Deutschland unsere Uhren umstellen, läuft die UTC einfach stur weiter. Es gibt dort keine Sommerzeit. Sondern, der Offset verschiebt sich: Bis heute Nacht um 02:00 Uhr gilt: Lokalzeit = UTC + 1 Stunde (Winterzeit/MEZ). Ab morgen früh um 03:00 Uhr gilt: Lokalzeit = UTC + 2 Stunden (Sommerzeit/MESZ).
Wer also morgen um 10:00 Uhr morgens (Lokalzeit) ein FT8-QSO führt, wird im Logbuch (und in dem des Gegenübers) das QSO trotzdem korrekt für 0800 UTC eingetragen.
Ein wichtiger Check für morgen: Die Betriebssysteme (Windows/Linux/macOS) erkennen die Zeitumstellung normalerweise automatisch. Da FT8 aber so extrem empfindlich auf die Zeit reagiert, ist es ratsam, morgen nach der Umstellung einmal kurz die NTP-Synchronisation manuell anzustoßen. Manchmal "verschlucken" sich Rechner bei der Umstellung um ein paar Millisekunden – und du weißt: FT8 mag das gar nicht.
(Credit: Daniel FR, Plenz - Original by Daniel FR, SVG by Plenz, gemeinfrei / Wikipedia)

