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      Stabilität von Sonnenflecken: Wissenschaftler lösen Rätsel

      Anfang Dezember erschien auf der Sonne die aktive Region AR4294/4296, ein im Vergleich zur Erde etwa zehnmal so großer Sonnenfleck, der eine starke X1,9-Sonneneruption auslöste und einen rund 30 Minuten andauernden Funk­ausfall über Australien verursachte. Forscherinnen und Forscher stellten sich schon lange die Frage, warum solche Flecken trotz des chaotischen Umfelds auf der Sonne über Tage bis Wochen stabil bleiben.

      In einer in der Fachzeitschift Astronomy & Astrophysics veröffentlichten Studie beschreiben nun deutsche Wissenschaftler gemeinsam mit Teams aus Schweden, den USA und Spanien eine neue Methode zur Untersuchung der Stabilität von Sonnenflecken, angewendet auf Beobachtungen des deutschen 1,5‑Meter‑Sonnenteleskops GREGOR. Mit einem numerischen Programm wurde polarisiertes Sonnenlicht analysiert. Die Analyse zeigt, dass die magnetischen Kräfte im Inneren der Sonnenflecken durch Druckkräfte genau kompensiert werden. Diese Erkenntnis erklärt die lange Lebensdauer von Sonnenflecken und könnte künftig helfen, vorherzusagen, wann ein Fleck instabil wird und es damit wahrscheinlicher wird, dass er eine Sonneneruption auslöst. (Quelle: Institut für Sonnenphysik KIS, Freiburg)

      Abb.: Magnetische Kraft (vertikale Achse) gegenüber der Druckkraft (horizontale Achse) in einem Sonnenfleck, der mit dem deutschen 1,5-Meter-Sonnenteleskop GREGOR (blaue Kreise) beobachtet wurde. Daneben derselbe Sonnenfleck, beobachtet mit dem japanischen 0,5-Meter-Satelliten Hinode (rote Quadrate) . Die schräge gestrichelte Linie stellt die Gleichgewichtslinie dar, bei der Druckkraft gleich magnetische Kraft ist. Alle Datenpunkte befinden sich entlang dieser Gleichgewichtslinie, was darauf hindeutet, dass sich der Sonnenfleck im Gleichgewicht befindet und somit stabil ist.  

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