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Amateurfunk in Zahlen 2025: Positive Entwicklung bei Klasse N und E

BNetzA

Die Teilnehmerzahlen im Amateurfunkdienst weisen insbesondere bei Klasse N und E weiterhin eine positive Entwicklung auf. Die Bundesnetzagentur hat auf ihrer Webseite die jährliche Statistik zu den Teilnehmerzahlen im Amateurfunkdienst veröffentlicht. Nachdem im Jahr 2024 erstmals wieder ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen war, ist die Gesamtzahl der Funkamateure im Jahr 2025 leicht zurückgegangen.

Zum 31. Dezember 2025 waren in Deutschland 61105 personengebundene Amateurfunkzulassungen registriert – das sind 210 weniger als im Vorjahr (2024: 61315). Der Rückgang ist vor allem auf eine Abnahme der Inhaber der Klasse A zurückzuführen, etwa durch die Aufgabe des Hobbys oder altersbedingte Todesfälle.
Von den insgesamt 61105 Zulassungen entfallen 51155 auf die Klasse A (2024: 52115), 9133 auf die Klasse E (2024: 8858) und 817 auf die neu eingeführte Klasse N (2024: 342). Hinzu kommen weitere Rufzeichenzuteilungen: Aktuell gibt es 2912 Clubstationsrufzeichen, 1435 für Relais und Baken sowie 4786 Ausbildungsrufzeichen. Insgesamt sind zurzeit 70238 Rufzeichen vergeben.

Die Teilnehmerzahlen an den Amateurfunkprüfungen bleiben weiterhin auf hohem Niveau. Während im Jahr 2023 insgesamt 1578 Prüfungsteilnehmer registriert wurden, stieg diese Zahl 2024 deutlich auf 2291 an – ein Zuwachs von rund 45 %. Im Jahr 2025 nahmen mit 2261 Personen zwar geringfügig weniger Interessierte an den Prüfungen teil, das Niveau blieb jedoch nahezu konstant und unterstreicht das weiterhin große Interesse am Amateurfunk. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung leistete die neu eingeführte Klasse N: 753 Prüflinge bestanden 2025 die N-Prüfung (2024: 483). Zudem nutzten zahlreiche Funkamateure die Möglichkeit, aus der Klasse N in die höheren Klassen E und A aufzusteigen. Insgesamt erhielten 2101 Teilnehmer ein Amateurfunkzeugnis (2024: 2010) – ein Plus von 91 ausgestellten Zeugnissen gegenüber dem bereits sehr hohen Vorjahreswert.

Die aktuellen Prüfungstermine der Bundesnetzagentur zeigen, dass an vielen Standorten die verfügbaren Termine bereits bis in den April hinein ausgebucht sind. Dies verdeutlicht, dass der Prüfungsbedarf im vergangenen Jahr nicht vollständig gedeckt werden konnte und bei einem größeren Angebot an Prüfungsterminen ggf. eine höhere Zahl an Neuzuteilungen in 2025 möglich gewesen wäre. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass auch im Jahr 2026 weiterhin ein hoher Bedarf an Amateurfunkprüfungen bestehen wird. Der DARC wird sich über den Runden Tisch Amateurfunk (RTA) beim nächsten Treffen mit der Bundesnetzagentur für eine Ausweitung des Prüfungsangebots einsetzen, da Wartezeiten von drei bis vier Monaten nach dem Abschluss eines Kurses bis zum nächsten verfügbaren Prüfungstermin problematisch sind. In dieser Zeit müssen die zuvor erarbeiteten Inhalte erneut aufgefrischt werden, was den Lernerfolg und die Motivation der Teilnehmenden beeinträchtigen kann.

Die PDF-Datei mit der Statistik finden Sie auf der Webseite der Bundesnetzagentur:
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Telekommunikation/Frequenzen/SpezielleAnwendungen/Amateurfunk/_DL/Statistiken/2025.pdf?__blob=publicationFile&v=2

AJW-Referat

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