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Übersicht


Amateurfunkstellen

Auch in dieser Lektion werden Prüfungsfragen aus dem Bereich Betriebstechnik und aus dem Bereich Vorschriften gemischt besprochen.


Beginnen wir mit einigen Definitionen.


Prüfungsfrage
VA201  Wie ist die Amateurfunkstelle in den Radio Regulations (VO Funk) definiert?
Eine Amateurfunkstelle ist eine Funkstelle des Amateurfunkdienstes.
Eine Amateurfunkstelle ist eine Funkstelle, die aus einer oder mehreren Sendefunkanlagen und Empfangsfunkanlagen einschließlich der zum Betrieb erforderlichen Zusatzeinrichtungen besteht.
Eine Amateurfunkstelle ist jede Funkstelle, die in einem Frequenzbereich betrieben werden kann, der für den Amateurfunkdienst ausgewiesenen ist.
Eine Amateurfunkstelle ist jede Funkstelle, die aus einer oder mehreren Sendefunkanlagen, Empfangsfunkanlagen, Antennenanlagen und Zusatzeinrichtungen besteht und die auf einer für den Amateurfunkdienst ausgewiesenen Frequenzen betrieben werden kann.

Prüfungsfrage
VA202  Wie ist die Funkstelle in den Radio Regulations (VO Funk) definiert?
Eine Funkstelle ist eine Zusammenschaltung technischer Einrichtungen an einem Ort mit der Funkverkehr abgewickelt werden kann.
Funkstelle: Ein oder mehrere Sender oder Empfänger oder eine Zusammenschaltung von Sendern und Empfängern einschließlich der Zusatzeinrichtungen, die zum Ausüben eines Funkdienstes an einem Ort erforderlich sind.
Eine Funkstelle ist eine Zusammenschaltung aller zur Erzeugung und zum Empfang von Funksendungen an einem Ort eingesetzten Einrichtungen.
Eine Funkstelle besteht aus einer oder mehreren Sendefunkanlagen und Empfangsfunkanlagen einschließlich der Antennenanlagen und der zum Betrieb erforderlichen Zusatzeinrichtungen und kann mindestens auf einer für einen jeweiligen Funkdienst zugewiesenen Frequenzen betrieben werden.

Kommentar: Im Shack eines gut ausgerüsteten Funkamateurs finden sich mehrere Transceiver (z.B. einer für KW, einer für 2m/70cm), ein mit beiden verbundener Stations-PC für Logging, Transceiversteuerung und digitale Betriebsarten, dazu eine Stromversorgung, Kleinkram wie Mikrofone und Morsetasten und schließlich draußen auf dem Dach verschiedene Antennen. Das alles zusammen bildet eine "Funkstelle des Amateurfunkdienstes". Wenn dieser Funkamateur nun außerdem ein Handy aus der Tasche zieht? Das Handy hat nichts mit Amateurfunk zu tun, sondern wird für einen anderen, zweiten Funkdienst benutzt. Daher ist das Handy eine eigene, zweite Funkstelle. Daran ändert sich nichts, wenn man das Handy über eine USB-Buchse des Stations-PCs auflädt, die beiden Funkstellen also zusammenschaltet: Es bleibt dabei, dass es sich um zwei Funkstellen handelt.


Prüfungsfrage
VA203  Was ist eine Amateurfunkstelle im Sinne der Radio Regulations (VO Funk)?
Jede Funkstelle, die von einer Person betrieben wird, die auch Funkamateur ist.
Jede Funkstelle, die auf einer der im Frequenznutzungsplan für den Amateurfunkdienst ausgewiesenen Frequenzen betrieben werden kann.
Eine Funkstelle, die aus einer oder mehreren Sendefunkanlagen-, Empfangsfunkanlagen-, Antennenanlagen und Zusatzeinrichtungen besteht.
Eine Funkstelle, die im Rahmen der Definition und der Regelungen des Amateurfunkdienstes in der VO Funk von einem Funkamateur betrieben wird.

Kommentar: Dies soll heißen, dass eine Amateurfunkstelle aus einem oder mehreren Sendern oder Empfängern besteht oder eine Zusammenschaltung von Sendern und Empfängern einschließlich der Zusatzeinrichtungen ist, die zum Ausüben eines Funkdienstes an einem Ort erforderlich sind und dass diese Funkstelle von einem Funkamateur betrieben wird.


Prüfungsfrage
VA205  Bei welcher der genannten Einrichtungen handelt es sich um eine Amateurfunkstelle nach der Definition der Radio Regulations (VO Funk) und des AFuG?
Ein LPD-Funkgerät, das im 70-cmAmateurfunkband im Rahmen des nicht öffentlichen mobilen Landfunks betrieben wird.
Eine Versuchsfunkstelle, die auf mindestens einer dem Amateurfunkdienst zugewiesenen Frequenzen betrieben wird.
Ein Fuchsjagdsender im 80-m-Band mit weniger als 5 Watt Senderleistung, der kein Rufzeichen, aber die Peilkennungen MO, MOE, MOI oder MOS aussendet.
Ein FM-Relais mit Sender und Empfänger am gleichen Standort sowie getrennter Einund Ausgabefrequenz zwischen 27120 und 27410 kHz. 

Kommentar zu VA205: Eine Versuchsfunkstelle ist keine Amateurfunkstelle. Ebenso ist ein LPD-Funkgerät, das im 70-cm-Amateurfunkband im Rahmen des nichtöffentlichen mobilen Landfunks betrieben wird, keine Amateurfunkstelle im Sinne der RR. Das unter D genannte FM-Relais mit Sender und Empfänger am gleichen Standort sowie getrennter Ein- und Ausgabefrequenz zwischen 27120 und 27410 kHz arbeitet im CB-Funkbereich, ist also ebenfalls keine Amateurfunkstelle im Sinne des Gesetzes.


Prüfungsfrage
VA204  Bei welcher der genannten Einrichtungen handelt es sich um keine Amateurfunkstelle nach der Definition der Radio Regulations (VO Funk) und des AFuG?
Ein Digipeater im 70-cm-Band mit DXCluster und Mailbox-Dienst, wobei der für den Digipeater-Betrieb notwendige Datenrechner nicht am Standort des Digipeaters steht.
Je eine Funkbake im 70-cm-, 23-cmund 13-cm-Band mit gemeinsam gleichen Rufzeichen am gleichen Standort.
Ein FM-Relais mit Sender und Empfänger am gleichen Standort sowie getrennter Einund Ausgabefrequenz zwischen 27120 und 27410 kHz.
Ein Fuchsjagdsender im 80-m-Band mit weniger als 5 Watt Senderleistung, der kein Rufzeichen, aber die Peilkennungen MO, MOE, MOI oder MOS aussendet.

Kommentar zu VA204: Digipeater, wie unter A beschrieben, sind ganz klar Amateurfunkstellen. Gleiches gilt für die unter B beschriebenen Funkbaken. Die unter C beschriebenen FM-Relais arbeiten im CBFunk-Bereich (27 MHz) und gehören deshalb nicht zu Amateurfunkstellen. Ein Fuchsjagdsender ist auch eine Einrichtung nach Definition der RR, denn Fuchsjagdsender dürfen tatsächlich diese festgelegten Kennungen aussenden.

Im Paragraf 13 der Amateurfunkverordnung ist der Ausbildungsfunkbetrieb geregelt. Beim Ausbildungsfunkbetrieb wird es Personen gestattet, Funkbetrieb unter Anleitung und Aufsicht eines zur Teilnahme am Amateurfunkdienst berechtigten Funkamateurs durchzuführen. Die Bundesnetzagentur teilt dem ausbildenden Funkamateur auf Antrag ein Ausbildungsrufzeichen zu. Dem Ausbildungsfunkbetrieb ist der Rufzeichenblock DN zugeordnet.


Prüfungsfrage
BD112  Zu welcher Rufzeichenart gehören Rufzeichen mit dem Präfix DN1 bis DN8 und zwei bis drei Buchstaben im Suffix?
Klubstationsrufzeichen
Personengebundene Rufzeichen
Rufzeichen für automatisch arbeitende Stationen
Ausbildungsrufzeichen

Kommentar: Es handelt sich um eine Ausbildungsstation.


Prüfungsfrage
VD213  Was trifft für die Rufzeichenreihe  DN1AA DN8ZZZ  zu?
Rufzeichen für Klubstationen.
Rufzeichen für Relaisfunkstellen.
Rufzeichen für Ausbildungsfunkbetrieb.
Rufzeichen für Funkbaken.

Prüfungsfrage
VD301  Von wem ist während des Ausbildungsfunkbetriebs das zugeteilte Ausbildungsrufzeichen zu benutzen?
Grundsätzlich nur vom Ausbilder.
Vom Auszubildenden und vom Ausbilder.
Immer nur vom Inhaber der benutzten Amateurfunkstation.
Grundsätzlich nur vom Auszubildenden.

Kommentar zu VD301: Das Ausbildungsrufzeichen darf nur vom Auszubildenden verwendet werden. Der Ausbilder selbst darf das Rufzeichen nicht selbst benutzen.

 
Vom Auszubildenden sind Angaben über den Funkverkehr schriftlich festzuhalten und vom Ausbilder zu bestätigen. In der Praxis wird ein Logbuch geführt, in dem alle Daten der Funkverbindung eingetragen werden. Mehr zur Logbuchführung erfahren Sie in der Lektion 13.


Prüfungsfrage
VD306  Beim Ausbildungsfunkbetrieb sind ...
vom Ausbilder Angaben über die Teilnehmer an die Bundesnetzagentur zu senden.
Funkamateure der Klasse E als Ausbilder nicht zugelassen.
vom Ausbilder Aufzeichnungen über die Sendetätigkeit und die Teilnehmer am Ausbildungsfunkbetrieb zu führen.
von dem Auszubildenden Angaben über den Funkbetrieb schriftlich festzuhalten.

Prüfungsfrage
VD302  Was ist bei der Durchführung von Ausbildungsfunkverkehr zu beachten?
Beim Ausbildungsfunkverkehr darf nicht an Amateurfunkwettbewerben teilgenommen werden.
Vom Auszubildenden sind Angaben über den Funkverkehr schriftlich festzuhalten und vom Ausbilder zu bestätigen.
Der Ausbildungsfunkverkehr darf ausschließlich in Gegenwart des Ausbilders an einer Kluboder Schulstation durchgeführt werden.
Der Ausbildungsfunkverkehr darf ausschließlich in Phonie (SSB oder FM) durchgeführt werden.

Es soll noch einmal an den Anhang 12 des Fragenkatalogs erinnert werden. Lesen!


Prüfungsfrage
VD303  Was ist u.a. im Zusammenhang mit der Durchführung von Ausbildungsfunkverkehr zu beachten? 
Der Ausbildungsfunkbetrieb darf nur im Berechtigungsumfang der Rufzeichenzuteilung durchgeführt werden.
Der Ausbildungsfunkverkehr darf nicht in der Betriebsart A1A (Morsen) durchgeführt werden.
Der Ausbildungsfunkverkehr darf nur mit einer maximalen Strahlungsleistung von 10 Watt EIRP durchgeführt werden.
Der Ausbildungsfunkverkehr darf nur an einer Klubstation durchgeführt werden.

Kommentar: Der Ausbildungsfunkbetrieb darf nur im Berechtigungsumfang der Rufzeichenzuteilung durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass zum Beispiel nur auf den eingeschränkten Kurzwellenbändern Funkbetrieb durchgeführt werden darf, wenn das Ausbildungsrufzeichen von einem Inhaber mit Klasse-E-Funkzeugnis beantragt wurde.

Wenn das Ausbildungsrufzeichen fortgesetzt in Abwesenheit des Ausbilders benutzt wird, kann mit dem Entzug des Ausbildungsrufzeichens durch die Bundesnetzagentur gerechnet werden.


Prüfungsfrage
VD304  Wann ist mit dem Entzug eines Ausbildungsrufzeichens zu rechnen?   
Wenn der Ausbildungsfunkverkehr mobil durchgeführt wird.
Wenn durch den Ausbildungsfunkverkehr BCI und TVI verursacht wird.
Wenn das Ausbildungsrufzeichen fortgesetzt in Abwesenheit des Ausbilders benutzt wird.
Wenn es zu Störungen von AmateurfunkKontesten kommt.

Prüfungsfrage
VD305  Nicht-Funkamateure dürfen am Ausbildungsfunkbetrieb …   
nur an Klubstationen unter Aufsicht eines Funkamateurs teilnehmen.
nur unter unmittelbarer Anleitung und Aufsicht eines Funkamateurs mit zugeteiltem Ausbildungsrufzeichen teilnehmen.
ohne besondere Auflagen teilnehmen.
jederzeit unter Verwendung des persönlichen Rufzeichens des ausbildenden Funkamateurs teilnehmen.

Prüfungsfrage
VD307  Kann der Inhaber einer Amateurfunkzulassung der Klasse E ein Ausbildungsrufzeichen zugeteilt bekommen?
Ja, er darf jedoch nur im Rahmen der Klasse E ausbilden.
Nein, die Klasse E ist nur als Einstiegsklasse vorgesehen und darf daher nicht ausbilden.
Nein, Ausbildungsrufzeichen werden nur Inhabern der höchsten Amateurfunk-Zeugnisklasse zugeteilt.
Ja, er darf die Ausbildung aber nur in Anwesenheit eines Zulassungsinhabers mit Klasse A durchführen.

Prüfungsfrage
VD308  Wird das Ausbildungsrufzeichen auf unbegrenzte Zeit erteilt? 
Nein, es ist auf 2 Jahre befristet.
Nein, es ist nach einem Jahr neu zu beantragen.
Nein, es verfällt, wenn es ein Jahr nicht benutzt wurde.
Ja, bis auf Ausnahmen wird es in der Regel unbefristet erteilt.

Prüfungsfrage
VD309  Welche der nachfolgenden Tätigkeiten fällt nichtunter die Zielund Zweckbestimmung des Ausbildungsfunkbetriebs? 
Die praktische Vorbereitung auf das Ablegen der fachlichen Prüfung für Funkamateure der Klasse E.
Das alleinige Vorführen von Amateurfunkverkehr.
Die praktische Vorbereitung auf das Ablegen der fachlichen Prüfung für Funkamateure der Klasse A.
Personen, die nicht Inhaber eines entsprechenden Amateurfunkzeugnisses sind, können unter festgelegten Voraussetzungen am Amateurfunkdienst teilnehmen.

Hinweis: Achten Sie unbedingt auf das unterstrichene Wort nicht.


Prüfungsfrage
VD223  Werden von der Bundesnetzagentur Ausbildungsrufzeichen für Klubstationen vergeben?  
Nein.
Ja, aber nur auf Antrag des verantwortlichen Funkamateurs.
Ja.
Ausbildungsrufzeichen für Klubstationen werden in besonders begründeten Fällen vergeben.

Was Klubstationen sind, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.


Klubstationen

Klubstationen werden von Interessengruppen, Schulen oder Ortsverbänden eingerichtet. Gelegentlich wird eine Interessengruppe vielleicht an einem Wettbewerb teilnehmen und dafür ein spezielles Rufzeichen beantragen. Im § 3 Abs. 1 AFuG ist geregelt: Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation wird durch den Leiter einer Gruppe von Funkamateuren bei der Bundesnetzagentur beantragt. Diese ist kostenpflichtig. Sie finden das Amateurfunkgesetz (AFuG) im Anhang 8 des Prüfungsfragenkatalogs.

QSL DK0HY

QSL einer Klubstation aus Sachsen


Prüfungsfrage
VD401  Welche Voraussetzung muss für die Erteilung eines Rufzeichens für den Betrieb einer Klubstation erfüllt sein? 
Die Rufzeichenzuteilung für das Betreiben einer Klubstation ist von der Benennung des verantwortlichen Funkamateurs durch den Leiter einer Gruppe von Funkamateuren abhängig.
Der verantwortliche Funkamateur für die Klubstation muss in jedem Fall Inhaber eines Rufzeichens der höchsten Amateurfunkklasse sein.
Der verantwortliche Funkamateur muss seit mindestens 2 Jahren Inhaber eines Amateurfunkzeugnisses sein.
Der Leiter einer als eingetragener Verein (e.V.) bestehenden Amateurfunkvereinigung muss auch der für die beantragte Klubstation verantwortliche Funkamateur sein.

Prüfungsfrage
VD402  Welche Voraussetzung muss für die Erteilung eines Rufzeichens für den Betrieb einer Klubstation erfüllt sein? 
Der verantwortliche Funkamateur für die Klubstation muss in jedem Fall Inhaber eines Ausbildungsrufzeichens sein.
Eine Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst nach § 3 Abs. 1 AFuG.
Der verantwortliche Funkamateur für die Klubstation muss in jedem Fall Inhaber eines Rufzeichens der höchsten Amateurfunkklasse sein.
Eine HAREC-Bescheinigung oder ein Amateurfunkzeugnis.

Kommentar zu VD402: „… nach AFuG § 3 Abs. 1“ bedeutet eigentlich auch: Er muss eine Zulassung zum Amateurfunkdienst, also eine „Lizenz“ haben.


Prüfungsfrage
VD403  Was ist nötig, damit ein Funkamateur das Rufzeichen einer Klubstation mitbenutzen darf?
Eine Ausbildungsfunkrufzeichenzuteilung nach § 12 der AFuV.
Ein Amateurfunkzeugnis der entsprechenden Klasse.
Er muss Inhaber eines Rufzeichens der höchsten Amateurfunkklasse sein.
Er muss Inhaber einer Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst sein.

Ähnlichen Inhalt haben die folgenden beiden Prüfungsfragen VD404 und VD405!


Prüfungsfrage
VD404  Wovon sind die Betriebsrechte eines Funkamateurs bei der Mitbenutzung eines Klubstationsrufzeichens abhängig?
Von seiner Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst.
Nur von den Betriebsrechten der Zuteilung der Klubstation.
Von der CEPT-Klasse der Klubstation.
Er muss Inhaber einer Ausbildungsfunkzuteilung nach § 13 der AFuV sein.

Prüfungsfrage
VD405  Wovon sind die Betriebsrechte eines Funkamateurs bei der Mitbenutzung eines Klubstationsrufzeichens abhängig?
Er muss auf jeden Fall Inhaber eines Rufzeichens der höchsten Amateurfunkklasse sein.
Von seiner Benennung durch den verantwortlichen Funkamateur.
Nur von den Betriebsrechten der Rufzeichenzuteilung der Klubstation.
Von seiner Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst nach § 3 Abs. 1 AFuG.

Prüfungsfrage
VD406  Welche der genannten Funkamateure dürfen an einer Klubstation der  Klasse A Funkbetrieb im 40-m-Amateurfunkband durchführen?
Inhaber einer Amateurfunkzulassung der Klasse E.
Inhaber eines Amateurfunkzeugnisses der Klasse E ohne Amateurfunkzulassung.
Inhaber einer Amateurfunkzulassung der Klasse A.
Inhaber eines Amateurfunkzeugnisses der Klasse A ohne Amateurfunkzulassung.

Prüfungsfrage
VD407  Darf ein Funkamateur mit Ausbildungsrufzeichen der Klasse E an einer Klubstation, für deren Betrieb ein Rufzeichen der Klasse A zugeteilt wurde, ausbilden?
Ja, der Ausbildungsfunkbetrieb lässt dies in vollem Umfang der Klasse A zu
Ja, unter Verwendung des Ausbildungsrufzeichens im Rahmen der Betriebsrechte der Klasse E.
Nein, Ausbildungsfunk an Klubstationen ist untersagt. 
Nein, Ausbildungsfunk für Klasse E ist nur an Klubstationen der Klasse E zulässig.

Prüfungsfrage
VD411  Welche der folgenden Aussagen bezüglich Standortwechsel ist richtig?
Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation endet mit dem Standortwechsel der Klubstation.
Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation endet mit dem Rufzeichenwechsel bei der Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst.
Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation endet mit dem Widerruf des Ausbildungsrufzeichens.
Kurzzeitige Standortänderungen einer Klubstation müssen der Bundesnetzagentur nicht angezeigt werden.

Bearbeiten Sie die Prüfungsfragen VD408 bis VD410  im Fragenkatalog.

Diese Prüfungsfragen beziehen sich auf den Verzicht der Zulassung von Klubstationen. Verzicht auf Zulassung bedeutet mit einfachen Worten: Wenn der für die Klubstation verantwortliche Funkamateur die „Lizenz zurück gibt“.

 
Grundsätzlich gilt: Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation …

  • endet mit dem Verzicht auf die Zulassung zum Amateurfunkdienst.
  • kann mit der Auflösung der benennenden Gruppe von Funkamateuren beendet werden.
  • kann mit der Rücknahme der Benennung durch den Leiter einer Gruppe von Funkamateuren beendet werden.

Es folgen Prüfungsaufgaben zum Präfix von Klubstationen. Hier noch einmal die Zusammenfassung:

  • Klubstation Klasse A: DA0, DB0, DF0, DH0, DK0, DL0, DM0 
  • Klubstation Klasse E: DO0  

Prüfungsfrage
BD113  Zu welcher Zuteilungsklasse gehören Rufzeichen die mit DFØ, DKØ und DLØ beginnen?
Ausbildungsrufzeichen der Klasse E.
Personengebundene Rufzeichen der Klasse A.
Rufzeichen für automatisch arbeitende Stationen der Klasse E.
Klubstationsrufzeichen der Klasse A.

Prüfungsfrage
VD206  Zu welchem Verwendungszweck und welcher Klasse gehört das Rufzeichen DLØZZZ? Es ist ein …
personengebundenes Rufzeichen der Klasse A.
Klubstationsrufzeichen der Klasse A.
personengebundenes Rufzeichen der Klasse A oder E, keine genaue Bestimmung möglich.
Klubstationsrufzeichen der Klasse E.

Prüfungsfrage
VD205  Zu welchem Verwendungszweck und welcher Klasse gehört das Rufzeichen DGØZZZ?  Es ist ein …
personengebundenes Rufzeichen oder Klubstationsrufzeichen der Klasse A.
personengebundenes Rufzeichen der Klasse E.
personengebundenes Rufzeichen oder Ausbildungsrufzeichen der Klasse A.
Klubstationsrufzeichen der Klasse E.

Für besondere Anlässe (Messen, Ausstellungen) können Gruppen bei der BNetzA ein Kurzzeit-Sonderrufzeichen beantragen. Für diesen Zweck wurde der Rufzeichenblock DA0 reserviert.

QSL DA0I

Prüfungsfrage
BD103  Was erkennen Sie aus dem Rufzeichen DAØXX?
Es handelt sich um eine Zuteilung für besondere technisch-wissenschaftliche Studien der Zuteilungsklasse A.
Es handelt sich um eine Zuteilung für Gaststreitkräfte.
Es handelt sich um die Zuteilung eines Ausbildungsrufzeichens für Gaststreitkräfte.
Es handelt sich um eine Zuteilung für eine Kurzzeitklubstation.

Früher wurden Relaisfunkstellen, die auch über eine Kurzwellenfunkverbindung verfügten, Rufzeichen aus dem Rufzeichenblock DF0 zugeteilt. Dies ist entfallen. Jetzt gilt DF0 nur noch für Klubstationen.


Prüfungsfrage
VD220  Was trifft für die Rufzeichenreihe DFØAA DFØZZZ zu?  
Rufzeichen für Personal der Gaststreitkräfte.
Rufzeichen für Klubstationen bei besonderen allgemeinen Anlässen.
Rufzeichen für Klubstationen (auslaufend Relaisfunkstellen oder Funkbaken).
Rufzeichen für Zuteilungen gemäß § 16 Abs. 2 der AFuV.

Prüfungsfrage
VB120  Ist der vorübergehende Betrieb einer Klubstation nach CEPT-Empfehlung T/R 61-01 in einem Land erlaubt, welches diese Empfehlung anwendet? 
Ja, der Betrieb einer Klubstation ist zulässig, wenn der zuständigen Außenstelle der Bundesnetzagentur der vorgesehene Standort im Ausland vorher mitgeteilt worden ist.
Ja, aber nur, wenn die Klubstation im Ausland an keinem festen Standort betrieben wird.
Nein, weil es in den übrigen CEPTLändern keine Klubstationen gibt.
Nein, der Betrieb einer Klubstation bedarf der Beantragung einer Gastgenehmigung.

Relaisfunkstellen

Relaisfunkstellen werden meistens von privaten Amateurfunkgruppen gebaut und gepflegt, damit in ihrer Region bessere Verständigungsmöglichkeiten zwischen den Mobilstationen untereinander sowie zwischen Mobilstationen und Feststationen bestehen.

Wie eine Relaisfunkstelle technisch funktioniert, wird im Buch Klasse E Technik, wie der Funkbetrieb über eine solche abläuft, wird in der Lektion 11 beschrieben. In diesem Kapitel hier geht es primär um Rufzeichen und um rechtliche Angelegenheiten.


Prüfungsfrage
VD502  Welche der folgenden Begriffsbestimmungen ist gemäß AFuV richtig wiedergegeben? 
Eine „Relaisfunkstelle“ ist eine fernbediente Amateurfunkstelle (auch in Satelliten), die empfangene Amateurfunkaussendungen, Teile davon oder sonstige eingespeiste oder eingespeicherte Signale fern ausgelöst aussendet und dabei zur Erhöhung der Erreichbarkeit von Amateurfunkstellen dient.
Eine „fernbediente oder automatisch arbeitende Amateurfunkstelle“ ist eine besetzt betriebene Amateurfunkstelle, die fernbedient oder selbsttätig Aussendungen erzeugt (z.B. Amateurfunkstellen mit digitalen Betriebsarten).
Eine „Relaisfunkstelle“ ist eine automatisch arbeitende Amateurfunk-Sendeanlage (auch in Satelliten), die Amateurfunkaussendungen, Teile davon oder sonstige eingespeiste oder eingespeicherte Signale automatisch aussendet
(weggelassen - Siehe ggf. Fragenkatalog!)

Für Relaisfunkstellen und Digipeater sowie für Funkbaken wurde der Rufzeichenblock DB0 reserviert.


Prüfungsfrage
VD219  Was trifft für die Rufzeichenreihe DBØAA ... DBØZZZ zu? 
Rufzeichen für Klubstationen bei besonderen Anlässen allgemeiner Art.
Rufzeichen für Relaisfunkstellen oder Funkbaken.
Rufzeichen für Zuteilungen gemäß § 16 Abs. 2 der AFuV.
Rufzeichen für Personal der Gaststreitkräfte.

Prüfungsfrage
VD504  Was ist notwendig, damit ein Funkamateur eine Amateurfunkstelle als Relaisfunkstelle oder Funkbake betreiben darf? 
Die Meldung des Standortes bei der Bundesnetzagentur, sofern die Relaisfunkstelle oder Funkbake nicht an einem bereits gemeldeten Standort betrieben wird.
Eine Rufzeichenzuteilung für den Betrieb einer fernbedienten oder automatisch arbeitenden Amateurfunkstelle.
Für den Betrieb einer Relaisfunkstelle oder Funkbake ist der mindestens 2jährige Besitz einer gültigen Amateurfunkzulassung erforderlich.
Der Betrieb sowie die technischen Parameter müssen der Bundesnetzagentur vor der Betriebsaufnahme schriftlich mitgeteilt werden.

Die maximal zulässige Strahlungsleistung einer Relaisfunkstelle oberhalb 30 MHz ist mit 15 Watt ERPfestgelegt.  
Für die Beantwortung der folgenden Frage, müssen Sie wissen, was ERP bedeutet. Vielleicht haben Sie die entsprechende Technik-Lektion schon bearbeitet. Sonst merken Sie es sich einfach.


Prüfungsfrage
VD506  Wie hoch ist die maximal zulässige Strahlungsleistung einer Relaisfunkstelle oberhalb 30 MHz?
15 Watt Senderausgangsleistung
750 Watt Senderausgangsleistung bis 23 cm und 75 Watt auf den Bändern darüber.
kleiner 10 Watt EIRP
15 Watt ERP

Prüfungsfrage
VD507  Was gilt gemäß AFuV bei Relaisfunkstellen?
Ein vorgeschriebenes Mindestalter des Rufzeicheninhabers.
Das Rufzeichen der Relaisfunkstelle muss nach einer mehr als 10-minütigen Sendepause wiederholt werden.
Der Inhaber der Rufzeichenzuteilung muss sicherstellen, dass die Relaisfunkstelle jederzeit abgeschaltet werden kann.
Ein durchlaufender Betrieb des Senders länger als 10 Minuten ist nicht zulässig.

Prüfungsfrage
VD508  Was gilt gemäß AFuV bei Relaisfunkstellen und Funkbaken?  
Ein vorgeschriebenes Mindestalter des Rufzeicheninhabers.
Das Rufzeichen der Relaisfunkstelle muss nach einer mehr als 10-minütigen Sendepause wiederholt werden.
Ein durchlaufender Betrieb des Senders länger als zehn Minuten ist nicht zulässig.
Relaisfunkstellen und Funkbaken dürfen nur auf den in der Rufzeichenzuteilung für sie ausgewiesenen Frequenzen betrieben werden.

Leider gibt es "Funkfreunde", die Spaß daran haben, den Funkbetrieb zu stören, wenn sich gerade zwei Funkamateure über eine Relaisfunkstelle unterhalten.  Natürlich sind diese Störungen verwerflich. Die meisten Funkamateure sind gebildete Leute, die so etwas nicht machen.


Prüfungsfrage
VD511  Welcher Fall ist als störungsfreier Betrieb einer Relaisfunkstelle im Sinne des § 13 Abs. 4 AFuV anzusehen?
Die Benutzung einer Relaisfunkstelle mit falscher Rufzeichenklasse.
Mutwillige Störungen oder unberechtigte Aussendungen.
Die Verbreitung von Inhalten, die gegen AFuG, AFuV oder gegen allgemeines Recht verstoßen.
Lang andauernder Funkverkehr.

Funkbaken

Funkbaken (kurz: „Baken“) sind Sender, die zur Feldstärkebeobachtung Signale aussenden, ähnlich einem Leuchtturm, der Lichtsignale sendet. Die meisten Baken arbeiten im VHF-/UHF-/SHF-Bereich.


Prüfungsfrage
VD505  Was ist notwendig, damit ein Funkamateur eine Rufzeichenzuteilung für den Betrieb einer fernbedienten oder automatisch arbeitenden Amateurfunkstelle erhalten kann? 
Eine HAREC-Bescheinigung, ein schriftlicher Antrag mit einer Befürwortung durch eine Amateurfunkvereinigung und ein Mindestalter von 13 Jahren.
Eine Amateurfunkzulassung, ein entsprechender Antrag und eine standortbezogene Verträglichkeitsuntersuchung für die beabsichtigten Betriebsfrequenzen.
Eine Überprüfung der eingesetzten Geräte und Einrichtungen durch die Bundesnetzagentur und eine Rufzeichenzuteilung nach § 14 der AFuV.
Eine Überprüfung der eingesetzten Geräte und Einrichtungen durch Beauftragte der Amateurfunkverbände und die Vorlage des Prüfungsergebnisses bei der Bundesnetzagentur.

Prüfungsfrage
VD501  Welche der folgenden Begriffsbestimmungen ist gemäß AFuV richtig wiedergegeben?  
Eine „fernbediente oder automatisch arbeitende Amateurfunkstelle“ ist eine unbesetzt betriebene Amateurfunkstelle, die fernbedient oder selbsttätig Aussendungen erzeugt (Relaisfunkstellen, Digipeater, Funkbaken usw.).
Eine „fernbediente oder automatisch arbeitende Amateurfunkstelle“ ist eine besetzt betriebene Amateurfunkstelle, die fernbedient oder selbsttätig Aussendungen erzeugt (z.B. Amateurfunkstellen mit digitalen Betriebsarten).
(Antwort weggelassen)
Eine „Funkbake“ ist eine fernbediente Amateurfunkstelle (auch in Satelliten), die ferngesteuert Aussendungen zur Feldstärkebeobachtung oder zu Empfangsversuchen erzeugt.

In obiger Prüfungsfrage geht es um die rechtliche Definition des Begriffs Funkbake. Es muss der Ausdruck „automatisch arbeitend“ darin vorkommen.


Prüfungsfrage
VD503  Welche der folgenden Begriffsbestimmungen ist gemäß AFuV richtig wiedergegeben?
Eine „Funkbake“ ist eine automatisch arbeitende Amateurfunk-Sendeanlage (auch in Satelliten), die selbsttätig Aussendungen zur Feldstärkebeobachtung oder zu Empfangsversuchen erzeugt.
Eine „fernbediente oder automatisch arbeitende Amateurfunkstelle“ ist eine besetzt betriebene Amateurfunkstelle, die fernbedient oder selbsttätig Aussendungen erzeugt (z.B. Amateurfunkstellen mit digitalen Betriebsarten).
Eine „Funkbake“ ist eine fernbediente Amateurfunkstelle (auch in Satelliten), die ferngesteuert Aussendungen zur Feldstärkebeobachtung oder zu Empfangsversuchen erzeugt.
(Antwort weggelassen  - Siehe ggf. Fragenkatalog!)

Baken im VHF/UHF-Bereich

Um die Ausbreitungsbedingungen jederzeit feststellen zu können, haben Funkamateure europaweit verteilt Sender aufgebaut, die ständig eine Kennung ausgeben. Diese Sender nennt man Baken. Die Kennung besteht mindestens aus dem Rufzeichen der Bake und dem Standortkenner (Locator). Manche Baken senden noch zusätzliche Informationen zum Beispiel über besondere Ausbreitungsbedingen oder Aurorawarnungen.

Für die Region 1 hat man den Baken folgende Frequenzbereiche zugeordnet.

  • VHF:   144,400 144,490 MHz 
  • UHF:   432,800 432,990 MHz  

Selbstverständlich darf in diesen Bereichen nicht gesendet werden, damit der Bakenempfang nicht gestört wird. Mehr zu den Bakenfrequenzen folgt in der folgenden Lektion. Das Betreiben einer Bake muss angemeldet werden.


Prüfungsfrage
BE403  Geben Sie die richtige Weiterführung an!
Eine Amateurfunkbake ist eine Amateurfunkstelle ...
die mit einer entsprechenden Sonderzulassung der zuständigen Behörde an mehreren Standorten auf verschiedenen Frequenzen betrieben werden kann.
bei der mit besonderer Zulassung auf einer festen Frequenz an einem festgelegten Standort ein Amateurfunksender betrieben wird.
die auf einer festen Frequenz arbeitet. Der Standort der Funkanlage kann je nach Notwendigkeit verändert werden.
die mit geringer Sendeleistung auf einer festen Frequenz nur in den Nachtstunden zur Feststellung der Bandbelegung betrieben wird.

IARU Bakensystem

Die International Amateur Radio Union (IARU) betreibt ein weltweites Bakensendersystem im Kurzwellenbereich. Das Projekt umfasst 18 Stationen, die in Intervallen von drei Minuten auf den Frequenzen 14100, 18110, 21150, 24930 und 28200 kHz senden. Die Sendung beginnt jeweils mit dem Rufzeichen, gefolgt von vier Dauerstrichen, wobei die Senderleistung im Sekundentakt von 100 auf 10, dann auf 1 und zuletzt auf 0,1 Watt reduziert wird. Dadurch ist jederzeit eine Beurteilung der weltweiten Ausbreitungsbedingungen möglich.

In der folgenden Tabelle sind die 18 Stationen mit dem Sendeplan für die drei Minuten aufgeführt. Der Sendeplan ist folgendermaßen zu lesen. In der Minute 00 (jede drei Minuten neu) startet 4U1UN auf 14100 kHz. Nach 10 Sekunden (00:10) wechselt 4U1UN auf 18110 kHz und es kommt VE8AT auf die Frequenz, auf der zuvor 4U1UN gesendet hat und so weiter. Ein Durchgang auf einer Frequenz wiederholt sich also alle 3 Minuten.

IARU Bakensystem


Prüfungsfrage
BE409  Weshalb sind die Frequenzen 14099-14101, 18109-18111, 21149-21151, 24929-24931 und 28190-28225 kHz freizuhalten?
Diese Frequenzen sind nach der IARUEmpfehlung besonders für DX-Verkehr vorgesehen und sollen möglichst für Funkverkehr bei "DX-Expeditionen" genutzt werden.
Diese Frequenzbereiche sind nach der IARU-Empfehlung für Packet Radio vorgesehen und sollen für die Beobachtung dieser Sendungen freigehalten werden.
Diese Frequenzen sind nach der IARU-Empfehlung für das Internationale Bakenprojekt (IBP) vorgesehen und sind für die Beobachtung der Ausbreitungsbedingungen anhand von Bakensignalen freizuhalten.
Diese Frequenzbereiche sind nach Empfehlung der Radio Regulations (VO Funk) für besondere Amateurfunk-Zeitzeichen- und Normalfrequenzaussendungen vorgesehen und sollen möglichst freigehalten werden. 

Man kann die Ausbreitungsbedingungen beobachten, indem man auf einer einzigen Frequenz die hörbaren Stationen beobachtet. Allerdings kann man gar nicht so schnell seine Richtantenne in die entsprechende Richtung drehen. Normalerweise konzentriert man sich auf ein Land und wartet die entsprechende Minute/Sekunde auf der Frequenz ab.

Wer einen Transceiver mit CAT-Steuerung (CAT = computer aided transceiver control) hat, kann sich die Frequenzen auch mit einem Programm automatisch steuern lassen. Viele Logbuchprogramme besitzen eine solche CAT- Steuerung für die Schnittstelle zum Computer.


Besondere Amateurfunkstellen


Prüfungsfrage
BD102  Was erkennen Sie aus dem Rufzeichen DA5UXX?
Es handelt sich um eine Versuchsfunkstelle, die zur Erprobung technischer oder wissenschaftlicher Entwicklungen betrieben wird.
Es handelt sich um eine Amateurfunkstelle, die für besondere experimentelle und technisch-wissenschaftliche Studien betrieben wird.
Es handelt sich um ein Klasse-A-Klubstationsrufzeichen von Funkamateuren, die Angehörige der Gaststreitkräfte in Deutschland sind.
Es handelt sich um eine Kurzzeitzuteilung für einen ausländischen Funkamateur, der eine Amateurfunkprüfungsbescheinigung, aber kein individuelles Rufzeichen hat.

Kommentar: ... für besondere experimentelle und technisch-wissenschaftliche Studien...

Die Bundesnetzagentur nennt sie „Amateurfunkstation nach § 16 Abs.2 der AFuV“. Diesen Begriff sollten Sie sich für die Prüfung gut merken. Er steht für diese Amateurfunkstationen für besondere experimentelle Zwecke. Zu solchen Amateurfunkstationen gehören beispielsweise derzeit die Pactor Gateway Stationen auf Kurzwelle, die es ermöglichen, von Kurzwelle in das VHF/UHF Packet Radio Netz zu gelangen oder Mails in Boxen abzulegen. Für sie wurde der Rufzeichenblock DA5U festgelegt. Merkhilfe:  U wie Universität!


Prüfungsfrage
VD127  Für welche Zwecke sind Zuteilungen mit Ausnahmen von den technischen und betrieblichen Rahmenbedingungen der AFuV möglich?
Für besondere experimentelle und technisch- wissenschaftliche Studien mit einer Amateurfunkstelle.
Für Übungen zur Abwicklung des Funkverkehrs in Not- und Katastrophenfällen.
Für Abgleicharbeiten und Messungen an Sendern ohne Abschlusswiderstand.
Für die Nutzung zusätzlicher Frequenzbereiche, die nicht im Frequenznutzungsplan für den Amateurfunkdienst ausgewiesen sind.

Prüfungsfrage
VD128  Rufzeichenzuteilungen für besondere experimentelle und technisch- wissenschaftliche Studien gemäß § 16 Abs. 2 der AFuV sind Zuteilungen, …
die Ausnahmen von den technischen und betrieblichen Rahmenbedingungen der AFuV zulassen.

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Prüfungsfrage
VD222  Was trifft für das Rufzeichen DA5AA zu? Es ist ein ...
Rufzeichen nach § 16 Abs. 2 der Amateurfunkverordnung

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Amateurfunk wird auch in den Polargebieten, in der Antarktis oder im Weltraum betrieben. Für Amateurfunkstationen in solchen exterritorialen Gebieten ist der Rufzeichenblock DP reserviert.



DP1POL QSL DP1POL QSL 2

Prüfungsfrage
BD104  Was erkennen Sie aus dem Rufzeichen DPØXX?
Es handelt sich um eine Amateurfunkstelle der Klasse A oder E, die ohne Anzeige nach BEMFV betrieben werden darf.
Es handelt sich um eine besondere exterritoriale Funkstelle des Amateurfunkdienstes oder des Amateurfunkdienstes über Satelliten.
Es handelt sich um ein Klubstationsrufzeichen von Funkamateuren, die Angehörige der Gaststreitkräfte in Deutschland sind.
Es handelt sich um ein Ausbildungsrufzeichen der Klasse A für Angehörige der Gaststreitkräfte in Deutschland.

Kommentar: ... besondere exterritoriale Funkstelle ...


Prüfungsfrage
VD201  Welche Rückschlüsse lässt das Rufzeichen DP1ZZZ zu?
feste deutsche Amateurfunkstelle an einem exterritorialen Standort.

Merke: Feste deutsche Amateurfunkstelle an einem exterritorialen Standort.


Viel Erfolg beim Lehrgang wünscht Ihnen Eckart Moltrecht DJ4UF!

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Copyright Eckart K. W. Moltrecht Copyright-Hinweis:Dieser DARC-Online-Lehrgang wurde mit freundlicher Genehmigung des Autors Eckart K. W. Moltrechtaus der Korrekturversion seines Buches "Amateurfunk-Lehrgang für das Amateurfunkzeugnis" aus dem VTH-Verlag für das Internet umgewandelt. Das Copyright liegt beim Autor und beim Verlag. Die Darstellung auch nur von Auszügen oder Zeichnungen oder Fotos im Internet ist untersagt. Für die private Verwendung können Sie gern eine Genehmigung beim Autor erhalten. Schreiben Sie eine E-Mail an dj4uf(at)darc.de!

Letzte Bearbeitung: 04.03.2017 DJ4UF
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