Notfunkaktivitäten im OV Nürnberg Süd (B11)

Es ist nicht unsere Absicht, den Hilfs- und Rettungsdiensten der nichtpolizeilichen
Gefahrenabwehr die Arbeit abzunehmen oder in Not- und Katastrophenfällen die
Macht an uns zu reißen und die Welt zu retten. Diese Arbeit können und wollen wir
auch gar nicht leisten.

Vielmehr liegt es in unserem Interesse, die bisherigen guten Kontakte zu den Hilfs- und Rettungsdiensten
der Region weiterhin auszubauen sowie den Informationsaustausch auf technischer Ebene zu fördern. Wir
Funkamateure können nicht die Welt retten, aber wir können Kommunikation. Und diese Fähigkeit stellen
wir gerne unter Beweis.
Info: Philipp Willi Ehlert, DO1PWE (Notfunkbeauftragter B11)
Datum: 09.09.2020 / DH1NEK

Notfunkfrequenzen

Notrufe können auf jeder Frequenz abgesetzt werden und grundsätzlich wird jede Frequenz, auf
der Notfunkverkehr abgewickelt wird, zur Notfunkfrequenz, die von jedem anderen Funkverkehr
freigehalten werden muss.


Notfunkfrequenzen national (DL)
  Notfunkrundspruch und -runden:            3.643 MHz (LSB)
  Anruffrequenz mobil:                              145.500 MHz (FM)
  Anruffrequenz international:                 433.500 MHz (FM)

Für lokale oder regionale Ereignisse und Notrufe sollten auch die örtlichen OV-Frequenzen und Relais
genutzt werden. Unsere Relaisfunkstellen DBØUN und DBØVN sowie die benachbarten Relais DMØSC
und DMØDB sind auch bei einem Stromausfall betriebsbereit und werden von uns abgehört.

Jeder Funkamateur, der einen Notruf einer Amateurfunkstelle in einer Notlage empfängt, sollte diesen
bestätigen und ihn je nach Art der Notlage und der gewünschten Hilfeleistung unverzüglich an eine
zuständige Stelle (z.B. Feuerwehr und Rettungsdienst -> Telefon 112) weiterleiten.
Info: Philipp Willi Ehlert, DO1PWE (Notfunkbeauftragter B11)
Datum: 09.09.2020 / DH1NEK

"Black Friday" in der Oberpfalz - die Franken waren dabei!

Die Anfrage an die Amberger Funkamateure kam über
die Landkreisführung: "Sind sie in der Lage, ihr
Funk-KnowHow einzubringen?"


Sie konnten! 16 OM waren spontan bereit, sich bei der Katastrophenschutzübung
am 24. Januar einzubringen. Aus dem Distrikt Franken waren Wolf-Peter, DL6WZ
und Willi, DO1PWE (beide B11) mit von der Partie. KFZ-Kennzeichen wurden
registriert und jeder trug einen Ausweis, um Unbefugte fern zu halten, die den
Ablauf eventuell stören könnten.

Schließlich das Szenario: Heftige Unwetter mit Starkregen und Orkanböen
sorgen für einen großflächigen Stromausfall mit allen daraus resultierenden
Schadensvorkommnissen.

Die "Führungsgruppe Katastrophenschutz" der Regierung der Oberpfalz und der
Katastrophenschutzstab des Landkreises Amberg-Sulzbach probten diesen Ernstfall
und wollten zugleich das Zusammenwirken von Feuerwehren, THW, Bundeswehr, LKA,
Notärzten, Polizei und Rotem Kreuz optimieren.

Da die Einsatzgebiete in topografisch schwieriger Lage im Vils- und Lauterachtal
lagen, hatten die Amberger Funkamateure zum vorhandenen BOS-Funk parallel an
drei exponierten Standorten jeweils ein Crossband-Relais 2m/70cm aufgebaut und
deckten mit Mobilstationen bereits nach etwa 30 Minuten ein Dreieck von etwa
150 Quadratkilometern mit Amateurfunk ab. Um QRM zu vermeiden, waren die
Frequenzen zuvor nicht publik gemacht worden und zugleich CTCSS-gesichert.

Eine Anfrage, ob ein weiter entfernter Ort zusätzlich eingebunden werden kann,
konnte positiv beantwortet werden und 20 Minuten später war mit einem viertem
Repeater auch diese Lücke geschlossen. Das abzudeckende Gebiet hatte sich somit
etwa verdoppelt.

Dann der Super-Gau: Gegen 21:00 Uhr fielen fiktiv alle BOS-Kommunikations-
systeme aus und der gesamte Notfunkverkehr lief ab da für etwa eineinhalb
Stunden über das Amateurfunknetz. Und was niemand wusste: Man hatte den
BOS-Funk tatsächlich abgeschaltet und vertraute in der Tat auf die Funkamateure.

Fazit:
Auch wenn diese Katastrophe nur simuliert wurde, die Funkamateure hatten die
Chance, ihr KnowHow voll auszuschöpfen und zu beweisen! Im Vorfeld der Übung
war völlig unbekannt, ob überhaupt und wie der Amateurfunk eingebunden werden
würde.

Die Offiziellen bekamen Einblick in das errichtete Funknetz und die meisten
von ihnen einen ersten Eindruck vom Amateurfunk, man bat sogar um die
Planungsunterlagen - was will man mehr!

OVV Manfed Heisel, DL5RCJ bedankt sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz!

Die beiden fränkischen Teilnehmer DL6WZ und DO1PWE haben beim
OV-Abend des OV Nürnberg Süd (B11) am Dienstag, 10.03.2020 ausführlich
über diese Übung berichtet.

Info: Wolfgang Wessely, DJ3TF (Öffentlichkeitsreferat UØ1)
Datum: 30.01.2020 / DH1NEK

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