Das Archiv des OV R09 Neandertal

Das R09 Archiv

Hier im Archiv des OV R09 Neandertal stellen wir ausgewählte Beiträge und Pressemitteilungen zur Verfügung.

Aktuell überarbeiten wir diese Seiten, bedingt durch den Umzug unserer Webseiten in das neue DARC CMS System.

Schauen Sie daher ruhig später noch einmal vorbei.

Das R09-Buch

Unser R09-Buch wurde anlässlich der 40-Jahr-Feier im Jahre 2002 zusammengestellt und beinhaltet einen geschichtlichen Überblick seit der Gründung unseres Ortsverbandes und auch einige Beiträge ehemaliger und aktueller Mitglieder.

Zur Zeit wird das R09-Buch vollständig überarbeitet, diese Download-Version erhebt also nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, zumal mindestens die Beiträge unserer neueren OV Mitglieder fehlen.

Für Fragen rund um unser R09-Buch stehen OM Diethelm DJ2YE, OM Karl DL6EAQ und Gregor DD4GB jederzeit zur Verfügung.

Viel Spaß beim Stöbern wünscht Gregor, DD4GB

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R09-Buch-2006-nur-korrigiert-altes-Format.pdf 31 M

OV R09 Anno Domini

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Historisches zum OV R09 Neandertal
von Diethelm, DJ2YE

( Hier ein Auszug aus unserem Romeo-09-Buch )

Am 29.12.1961 wurde der OV als OV Mettmann gegründet und 1977 in OV Neandertal umbenannt. Die Umbenennung erfolgte, weil viele Mitglieder in den umliegenden Orten wohnen und der Name Neandertal in aller Welt bekannt ist (wer kennt schon Mettmann).

Eigentlich ist der OV Mettmann viel älter, denn bei der Gründungsversammlung des DARC/BZ in Oberhausen am 1. Juni 1947 gab es schon einen OV Mettmann unter der Leitung von Helmut Weuster (DL3MV). Mit bei der Versammlung waren aus Mettmann die OM Emde und Palm, die aber nie eine Lizenz erworben hatten.

Als 1950 ein gesamtdeutscher DARC gegründet wurde, traten die Mitglieder in den OV Düsseldorf ein, da die Mindestzahl für einen OV nicht mehr erreicht wurde. Außer den oben genannten OM ist mir nur noch OM Otto Backeshoff bekannt, der durch seine Pendelaudionversuche ziemliche Störungen im 2m Band verursachte, und Werner Boddenberg, DJ1TU. Die OM Palm, Backeshoff und Boddenberg sind inzwischen verstorben. Außer OM Emde und Palm traten alle zur Gründung in unseren OV ein.

Als ich erstmals 1953 etwas von Amateurfunk hörte, waren in Mettmann noch QRV: DJ1TU Werner und DJ1YP Klaus. Mit in den damaligen „OV-Runden“ waren oft DJ1MD, Willi aus Gruiten und DL9YN Herbert aus Solingen. Mit Werner, DJ1TU hatte ich nie ein QSO weil er 1955 seine Amateurfunktätigkeit einstellte.

Erinnern möchte ich auch an die übrigen verstorbenen Mitglieder:

  • DJ2UC, Wolfgang. Er war unser 2 OVV und mußte aus beruflichen Gründen von Mettmann wegziehen.

  • DH5JF, Ferdi, der bei der 25-Jahrfeier in der Stadthalle das Neandertal Diplom # 500 bekam.

  • DH6EAL, Broder, der von Anfang an mit dabei war, aber leider mit CW auf Kriegsfuß stand und erst bei Einführung der A-Lizenz mit Tempo 30 die CW-Hürde schaffte.

  • DK3OP, Günther, der alle QSL-Karten nach Eingang numerierte und dafür sorgte, daß R09 auf 40m war.

  • DL6RY, Peter, der 4 Jahre unser OVV war und viele Filme vom OV-Geschehen drehte.

  • SWL Rita Rösner, die XYL unseres langjährigen OVV DJ5PC. Sie sorgte für Essen beim Fieldday.

 

Ferner möchte ich der verstorbenen „Gönner“ unseres OV gedenken, die bei der Gründung dabei waren:

  • DJ1MC Walter Ernst, er war bei der Gründung OVV von Wuppertal und überreichte uns eine Starthilfe.

  • DL1PE, Karl Taddey, er war, bzw. wurde Distriktsvorsitzender des neuen Distriktes Nordrhein.

  • DL3NE, Herbert Picolin, er war 1. Vorsitzender des DARC.

  • SWL Frimmersdorf, er war OVV von Düsseldorf.

 

Die Gründung des OV Mettmann und die ersten Jahre

Die OV-Gründung fand am 29. Dez. 1961 im "Wappenkeller" des Parkhaus Norbisrath (heute Mettmanner Hof) statt. Auf der Versammlung wurde DJ2YE kommissarisch zum OVV gewählt. Neben anderen Gästen konnten speziell begrüßt werden:

  • der 1. Vorsitzende des DARC, Herbert Picolin, DL3NE

  • der DV des Distrikts Nordrhein, Karl Taddey, DL1PE

  • die OVVe von Düsseldorf, OM Frimmersdorf,

  • von Ratingen, Horst Fichtner, DJ4TI,

  • von Wuppertal, Walter Ernst, DJ1MC.

 

Unser ehemaliger OVV Walter beglückte uns außerdem noch mit einer finanziellen Starthilfe. Leider konnten wir den uns zugeteilten DOK R09 erst ab dem 1. Januar 1962 benutzen, da erst zu diesem Zeitpunkt die Distriktsteilung wirksam wurde. Wir behalfen uns jedoch, indem wir den alten DOK mit dem Zusatz "A" benutzten, also L 24 A. Schade, daß dieser Zusatz für das DLD nicht anerkannt wurde.

Gründungsmitglieder

Nachfolgend sind auch die aufgeführt, die auf der Gründungsversammlung anwesend waren, jedoch erst später in den OV eintraten:

  • DJ1MD - Willi Andres

  • DJ1TU - Werner Boddenberg

  • DJ1WD - Gerd Voss, jetzt Wedemark 2

  • DJ1XK - Jochen Schilling, jetzt Konstanz

  • DJ1YP - Klaus Seddig, jetzt Berngau

  • DJ2UC - Wolfgang Müller †

  • DJ2YE - Diethelm Burberg

  • DJ2YF - Klaus Hünninghaus, jetzt Lorsch

  • DJ3OY - Benno Lohn

  • DJ4TJ - Heinz Schlüter

  • DJ5OV - Herbert Baude

  • DJ5PC - Karl Ernst Rösner

  • DJ5PE - Georg Schwark

  • DJ5WA - Hans-Karl Bungartz

  • DJ6MJ - Gerd Bleicher, jetzt Berlin

  • DL3MV - Helmut Weuster

  • SWL - Broder Andresen (DH6EAL) †

  • SWL - Otto Backeshoff †

  • SWL - Gerd Eggert, jetzt Langenfeld (DJ7VX)

  • SWL - Werner Merthan (DJ9UP)

  • SWL - Wolfgang Schorn

  • SWL - Gerd Ungermann, jetzt Volmarstein (DJ7XY)

Mit der OV-Gründung begann nicht nur für uns ein neuer Abschnitt, sondern der gesamte Amateurfunk trat in ein neues Zeitalter ein, dem Zeitalter der "SSB-Modulation". Wenn auch viele OT's es nicht wahrhaben wollten, die altehrwürdige AM hatte ausgedient. Leider waren die bis dahin mühsam aufgebauten Sender und Empfänger nur noch bedingt einsatzbereit, lediglich für CW waren sie noch brauchbar.

Der Selbstbau von SSB-Geräten stellte viele vor unlösbare Probleme, teils technischer, teils finanzieller Art. Neue Geräte verhielten sich im Preis etwa wie ein VW zu einem Mercedes 300 SL, waren also für die meisten unerschwinglich. Ein Lichtblick waren die Sommerkamp Geräte FR100 und FL100, die im Preis etwa mit der bis dahin beliebten AM-Station von Geloso vergleichbar waren.

Gleichzeitig mit der Einführung von SSB auf Kurzwelle trat auch auf UKW eine neue Entwicklung ein. Die Quarzsteuerung mußte zu Gunsten des VFO-Betriebes weichen. Das "Übersbanddrehen" kam aus der Mode und die wenigen quarzgesteuerten Stationen konnten nur noch durch CQ-Rufe zu einer Verbindung kommen. Aber auch dieser VFO-Betrieb geriet bald in Vergessenheit. Der Siegeszug der SSB war nicht aufzuhalten.

Der schon bekannte Converter, der das 2 m oder 70 cm Band auf 10 m umsetzte, wurde abgelöst durch einen Transverter, der auch das Sendesignal von Kurzwelle auf UKW mischte. Die AM verschwand auch auf UKW und wurde durch SSB abgelöst. Gleichzeitig stieg auch die CW-Tätigkeit, denn die nun verwendeten KW-Geräte arbeiteten auch in CW besser.

Diese Entwicklung warf natürlich auch ihre Schatten auf den OV. Fast alle Stationen mußten entsprechend umgebaut werden. Wer diese Entwicklung nicht mitmachte, hatte das Nachsehen. Zum Glück gab es die Firma "Heathkit", die zu erschwinglichen Preisen Bausätze auf den Markt brachte. Am günstigsten war hier der HW 12, ein 80 m SSB-Transceiver, genannt "Europatelefon". Um die Einfachheit zu demonstrieren, wurde ein solcher Transceiver auf dem DARC-Campingplatz in Bad Zwischenahn unter "Freiluftbedingungen" aufgebaut und in Betrieb genommen.

Durch den vielen Selbstbau litt etwas die Zusammenarbeit, da jeder für sich bastelte. Die AM-Stationen trauten sich kaum noch aufs Band, weil sie befürchteten, von den SSB-Stationen belächelt zu werden. Die SSB-Stationen konnten oft gar kein oder zum Teil nur notdürftig AM machen.

Mit der Einführung von SSB auf Kurzwelle und dem VFO auf 2 m nahm auch eine andere Sparte des Amateurfunks großen Aufschwung - der Mobilbetrieb. Auch hier war man nicht untätig. DJ3OY und DJ5OV hatten gut funktionierende UKW-Mobil-Geräte und DJ2YE hatte sich schon früher mal mit "Motorrad-Mobil" versucht.

Um auf den neuen OV aufmerksam zu machen, richteten wir also für den Distrikt Nordrhein am 14. Okt. 1962 einen Mobiltest aus. Jeder Teilnehmer bekam eine Aral-Karte Ruhrgebiet. Es mußte ein Standort gesucht und die Feldnummer durchgegeben werden. Die Entfernung in cm auf der Karte ergaben die Punkte für den Wettbewerb. Ein Teilnehmer verließ wütend die Veranstaltung, weil keine Rapporte durchgegeben werden mußten.

Die Siegerehrung war im Kolpinghaus in Mettmann. Jeder Teilnehmer erhielt eine Wundertüte mit teils wertvollen Bauteilen, wie Röhren, Transistoren, Tabellen und vieles mehr. Um den Zusammenhalt zu festigen und auch mit den Nachbar-OVen wieder in engere Verbindung zu treten, erfand DJ5PC die Kreismeisterschaft. Aus diesem Anlaß wurden alle umliegenden OVe besucht und die vorgesehene Ausschreibung diskutiert und beschlossen. Die OVe fanden die Idee gut und waren bereit mitzumachen.

Die erste Kreismeisterschaft fand 1964 statt. Da der Prozentsatz Teilnehmer/Lizenzierte im OV ein Rolle bei der Punktbewertung spielte, wurden in den OVen alle, die irgendeine Station hatten, aktiviert. Die Betriebsarten AM, SSB und CW wurden durcheinander benutzt, was man gerade konnte oder auch nicht. Die Beteiligung war entsprechend groß.

Sehr guten Anklang fand auch das zur Siegerehrung veranstaltete Ham-Fest. Es wurde beschlossen, die Kreismeisterschaft jedes Jahr zu veranstalten, zumal der Kreis und auch die Städte wertvolle Wanderpreise zur Verfügung stellten. Der OV Mettmann erlangte den Wanderpreis für UKW, da er dreimal hintereinander Sieger wurde. Acht Kreismeisterschaften fanden statt, die letzte 1971. Abgelöst wurde sie durch den sporadisch stattfin-denden "CQ-Nordrhein-Kontest", der erstmalig 1973 als "Dezennium Nordrhein" lief.

Weitere CQ-Nordrhein Konteste waren 1974 und 1977 – 1980. Nachfolge – Veranstaltung ist in den letzten Jahren der „Aktivitätstag“ Nordrhein.

Antennen

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Antennen

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18.02.2012 - Antennenbau bei Knut, DL5JH

Kühl war es schon als Edgar und ich am 18.02.2012 den Antennenmast plus UKW und KW Antenne aufgebaut haben.

Tatsächlich mussten wir den Aufbautermin aufgrund der Kälte bereits zweimal verschieben. Nun hatten wir das Glück, bei einigermaßen moderaten Temperaturen  die Anlage aufbauen zu können. Zudem stand noch das Baugerüst, so dass wir ohne größere Probleme das Dach erreichen konnten.

Bei der Antennenanlage handelt es sich um einen steckbaren Alumast von 3,60 m Länge, der mit einem kleinen Mastfuß auf dem Dach fixiert wird. Über einen Dreipunkt Abspannring und Abspannseile mit 420 kg Bruchlast wird die gesamte Anlage anschließend um(n)fallsicher befestigt.

Bei den Antennen handelt sich einmal um den Rundstrahler X30 von Diamond mit 3 dB Gwinn auf 2 m und 5 dB Gewinn auf 70 cm sowie die AMA41 Magnetic Loop von Beese für 10,15,20, und 40m mit einem Durchmesser von 80cm. Die Diamond Antenne ist 1,30m lang. 

Da es sich bei der neuen Wohnung um einen Neubau handelt, konnte ich die Antennenkabel (Aircell 7, 25m) und das Steuerkabel für die Magnetantenne sowie das Erdungskabel schon frühzeitig von den Elektrikern verlegen und so elegant aus dem Blickfeld verschwinden lassen.

Von den Dachdeckern wurde der Mastfuß und eine Masthälfte bereits befestigt, so dass wir damit keinerlei Probleme hatten und uns ganz auf die Antennen konzentrieren konnten.

Denn trotz allem pfiff uns ein sehr kühler Wind um die Nase und führte zu ziemlich klammen Fingern. Die Antennen ließen sich aber problemlos befestigen und Edgar hat die Abspannseile mit ein paar Seemannsknoten gekonnt befestigt.

Leider konnten wir nur die 2m/70cm Diamond Antennen testen. Im zukünftigen Büro ragen bereits die Enden der Antennenkabel aus der Wand und ich konnte mit einem Handfunkgerät einen kleinen Test vornehmen. Das Relais DB0SB in Bonn ging mit Vollanschlag auf. Da macht sich dann auch die Höhe des Hause in ca. 330 Metern bemerkbar.

Die Magnetantenne werde ich leider erst irgendwann Ende April testen können, da wir dann erst umziehen und ich dann auch erst die Messungen für die Selbsterklärung durchführen kann. Inzwischen kann sich die Nachbarschaft schon einmal an den Anblick gewöhnen...

Nach ca. 2 Stunden waren wir mit dem Aufbau fertig und haben uns dann zu Hause erst einmal aufgewärmt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denke ich.

Ich möchte mich noch einmal sehr herzlich bei unserem stellv. OVV Edgar (DL7ED) für seinen HAM-Spirit, seine Hilfe und seine exzellenten Knotentechniken bedanken! Das war super und gibt in jedem Fall einen Punkt fürs Affendiplom. :-)

Beste 73 de Knut DL5JH

Universaldipol für die ganze Kurzwelle

Man nehme so viel Draht, wie Platz ist und baue daraus einen möglichst symmetrischen Dipol. Ja, die Länge spielt keine Rolle; außer je länger desto besser. Die Speiseleitung kann aus dem gleichen Draht sein, der mit Spreizern zur Hühnerleiter wird. Es gibt auch fertig zu kaufende Bandleitung, z.B. CQ553 von Kusch. An deren Ende baue man einen einfachen Parallelschwingkreis und verdrahte ihn wie im Bild gezeigt. Der Rest ist empirisches Ermitteln der besten Anzapfungen und Schwingkreiseinstellungen.

Optimieren könnte man die Konstruktion noch mit einem Symmetrierbalun in der Koaxleitung und evtl. noch eine Mantelwellendrossel.

Ja, tatsächlich. Man braucht diese phänomenalen Superkonstruktionen wie sie der gemeine Afuhändler mit pfiffigem technischen Marketing immer wieder hervorbringt, NICHT. Ab einer bestimmten Mindestlänge schlägt so ein einfacher Dipol EH-, Mikrowert-, Unun-Langdrähte und so'n Zeugs um Längen. Probiert's aus!

In der nächsten Ausgabe kommt die Beschreibung einer Version für endgespeiste Langdrähte.

VY 73 de Chris Huetten, DK8EY aus Mettmann

Achtung AFU-Newcomer

Soeben gefunden. Ein Text aus einem Shop für Kurzwellenantennen. KW-Longwire - Made in Germany. (irgendwie ist das ja nun kein Firmenname, oder)

Es gibt doch nicht ernsthaft Leute, die auf so einen fetten Blödsinn reinzufallen?
Und: Ein echter Funkamateur oder Fachmann könnte niemals solch skupellose Angebote machen.

"Endgespeiste Langdrahtantenne mit einer Länge von 20 Meter, die aus Platzgründen auch bis gekürzt werden kann. Die Antenne läßt sich fast ? verwenden. Zum Beispiel auf dem Dachboden, am Fenster im Garten, sowie Unterwegs oder als Urlaubsantenne. Die Antenne besteht aus witterungsbeständiger 3,0² starker PVC-isolierter Stahllitze (transparent). Die Antenne ist sehr breitbandig und besitzt extrem hohe Zugfestigkeit. Die Antenne wird komplett geliefert Besonders für QRP, oder als reine Empfangsantenne geeignet."

Unglaublich, nicht? Fachliche Qualifikation: Null, Deutsch: Null, Grammatik: null
Falls die fachliche Qualifikation des Anbieters nicht Null ist, dann ist es klarer Betrug.

Durch die Aussicht, mit den Newcomern, die knapp ausgebildet in Technik und Betriebstechnik bald auf Kurzwelle dürfen, viel Geld zu verdienen, denken sich jetzt vermehrt AFU-Shops die tollsten Antennenkonstruktionen plus Werbetext aus. Manche mit intelligentem Marketing, manche dummdreist und manche nur dumm.

Was kann man machen?
- Die Newcomer einfach in die Falle laufen lassen. Das hilft auch der Wirtschaft, denn das ganze Zeug liegt in kurzer Zeit im Müll, wenn der Newcomer gemerkt hat, was er da gekauft hat.

- Man klärt die Newcomer auf, sofern sie nicht beratungsresistent sind. Und dazu möchte ich hiermit aufrufen.


Also, dringende Empfehlung meinerseits:
Man kaufe sich für gar nicht viel Geld etwas Literatur und wird schnell feststellen, wie wenig man braucht, um wirklich gute Kurzwellenantennen selber zu bauen.

Beispiele für preiswerte, aber effektive Bücher bei darcverlag.de mit den Titeln:
- Amateurfunkantennen mit geringem Platzbedarf
- Antennen für die unteren Bänder 160 bis 30 m
- Kurzwellen-Drahtantennen für Funkamateure

MACHT EUCH SCHLAU. Fallt nicht auf diese vielen unsäglichen Angebote von Langdrähten mit 1:9 Balun, Primitiv-Vertikals mit undurchsichtigen Spulenkonstrukten, Antennenstäbe mit eingebautem 50 Ohm Widerstand, herein.
Und wenn es doch unbedingt eine G5RV sein muss (keine Ahnung warum)...es dauert nicht mehr als 45 Minuten eine selbst herzustellen! Das Material gibt's beim Elektriker oder Baumarkt nebenan. Firmen mit z.B. 4 Buchstaben braucht man dafür gewiss nicht.

Ihr seid doch schliesslich keine Omas, die auf Drückerkolonnen reinfallen, oder?

Entschuldigt meine kleine Provokation, aber ich war gerade ein wenig AFU-Shops surfen und mir ist noch ganz übel.

73 aus dem Neandertal, Chris, DK8EY

Clubheim

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Clubheim

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Fußballfieber auch bei uns Funkamateuren

Amateurfunk hat ja eigentlich mit Fußball nicht viel zu tun (höchstens dann, wenn man seinen Nachbarn bei einer Fußball-Übertragung mit TVI versorgt!). Diese Feststellung trifft aber seit dem 13.5.2006 nicht mehr zu.

Seit diesem Tag sind insgesamt 38 Sonderstationen mit den Rufzeichen DQ2006… und DR2006… auf den Bändern zu finden. Der verwendete Suffix richtet sich nach dem Distrikt, in dem sich die Sonderstation befindet (also z.B. „R“ für Nordrhein) oder nach dem Distrikt in welchem sich das repräsentierte WM-Stadion befindet (Stadioncalls sind diejenigen mit DR2006… Präfix).

Alle Stationen vertreten den Sonder-DOK „WFC06“.

Gleich zu Beginn der Aktion am 13.Mai hatte der OV R09 die Gelegenheit vom Clubheim aus mit dem Call DQ2006R den Distrikt Nordrhein bei dieser Aktion zu vertreten. Aufgrund der leider nicht allzu großen Anzahl an OP´s, die Zeit gefunden hatten, an diesem Event teilzunehmen, konnte der OV R09 das Rufzeichen ca. 30h lang „in der Luft halten“.

Wir hatten uns entschieden, auf der Kurzwelle mit 2 Stationen parallel zu arbeiten. Somit wurde neben dem Clubtransceiver noch ein IC706MKIIG mit 100W Leistung betrieben. Ebenso gelang es uns, einige Stunden auf 2m QRV zu werden. Jurij, DL4JU, stürzte sich sogleich auf 20m in den CQ-M Kontest und freute sich durchgehend über hohe QSO-Raten. So nebenbei aktivierte er auch noch das 30m-Band. Mit der 2. Station ging es dann auf 80m und 40m zur Sache. „CQ 40 von DQ2006R“ – einmal gerufen und schon brach das Pile-Up über uns her. Alle schauten sich völlig verdutzt an. Was ist den hier los????

Es war im Prinzip unmöglich, die Station auch nur kurz zu verlassen, da die Zahl der anrufenden Stationen nicht nachließ. Wahnsinn! Mit so einer Resonanz hätte niemand gerechnet. Ich glaube auch alle anderen Sonderstationen in DL sind hier total überrascht worden.

Nach einer verdienten Pause in der Nacht ging es dann Sonntags weiter, bis um ca. 17.00h MESZ die Station geschlossen wurde.

Ein voller Erfolg : ca. 1.800 QSO in CW und SSB und dazu noch einmal ca. 200 QSO in RTTY (tnx Chris, DK8EY). Und das an einem Wochenende! Das Rufzeichen selber geht nun im Distrikt reihum von OV zu OV. So hat jeder, der möchte, die Chance mit diesem speziellen Call einmal selber QRV zu werden.

Das Ziel des DARC, pro Sondercall ca. 10.000 QSO zu erreichen, ist locker zu schaffen. Bereits am 1.6. hatte DQ2006R über 16.000 QSO im Log, und das, obwohl die Aktion noch bis Mitte Juli 2006 fortgesetzt wird.

Der Dank geht an die unermüdlichen Op´s (DK8EY, DL4JU, DL6EAQ und DL8DAW), die dieses tolle Ereignis ermöglicht haben.

Vy 73 de Frank, DL3EBX

Conteste

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Conteste

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03.03.2012 - Einführung in Konteste für Neu- oder Wiedereinsteiger ein

DO7CWM an der UKW-Station

Aktivität im Clubheim

Am 3.3.2012 folgten fünf OM meiner  Einladung  ins Clubheim, um dort etwas über das Thema Kontest zu erfahren. Ich lud zu der  Veranstaltung unter dem Thema Einführung in Konteste für Neu- oder Wiedereinsteiger ein.

Die Theorie
Treffpunkt war um 13 Uhr, also 2 Stunden vor Kontest-Beginn. Ich erzählte den Teilnehmern, worauf es bei einem Funkwettbewerb ankommt und welche Möglichkeiten man hat, solch einen Kontest zu bestreiten. Danach beantwortete ich alle noch offenen Fragen, die sich im Gespräch und der Vorstellung ergeben hatten.

Das Kontest Logbuch

Nach einer guten Tasse Kaffee und einer Zigarette haben wir uns das Logbuch-Programm angeschaut. Um es den Teilnehmern am Anfang einfach zu machen, habe ich von DD3KU das Programm Win Contest heruntergeladen und auf unseren Clubrechnern installiert.

Der praktische Einstieg
Danach haben wir in aller Ruhe angefangen, Stationen zu suchen und diese im Logbuch zu notieren. Dabei nahmen wir so viele Informationen wie möglich auf und gaben sie in das Logbuchprogramm ein.
Schon nach kurzer Zeit kamen die Teilnehmer auf die Idee, dass es einfacher wäre, wenn sich einer um das Logbuch und ein anderer um den Funkbetrieb kümmerte.
Nachdem sich die Ohren langsam an die SSB Modulation gewöhnten, wurde das Vorloggen fallen gelassen und die QSO –Rate stieg an.

Der „harte“ Kontestbetrieb

Nach etwa  zwei Stunden Funkbetrieb, mussten vier der OM ihren familiären Pflichten nachkommen und haben uns mit vielen neuen Eindrücken verlassen. Christopher, DO7CWM und ich machten weiter mit dem Kontest-Betrieb. Im Laufe der Zeit loggte er seine QSO selbst und begann auch selbst mit dem CQ-Rufen. Wir arbeiteten auf dem 2m sowie 70cm Band.
Um 20:00 Uhr haben wir dann Feierabend gemacht.

Das Ergebnis

Das Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv. Alle fanden es sehr interessant und konnten neues Wissen und neue Eindrücke mit nach Hause nehmen. Wieder einmal eine Veranstaltung im OV Neandertal, welche das Hobby hat bereichern können. Ich freue mich schon auf weitere Veranstaltungen im Clubheim und die Kontakte mit den Mitgliedern im nächsten Kontest.

Vy 73 de DL7ED, Edgar
Stv.
Ortsverbandsvorsitzender und Kontest Referent in R09

 

Mein Contest Wochenende ( von DO9RE )

Am 3.3.-.4.3.07 hatte ich geplant auf 144 MHZ in USB am Mikrowellen Contest teilzunehmen.

Darauf habe ich mich rieseig gefreut, weil  ich damit die Leistungsfähigkeit meiner neuen 7 Element Richtantenne testen wollte. Doch erstens kommt es ja meistens anders als man zweitens denkt.

Ich mußte für das Wochenende leider aus familliären Gründen nach JO31LF (Erkrath-Hochdahl) umziehen“.

Als packte ich ein, was ich für den Contest brauchen konnte und was vorhanden war.

Mein Equipment:

YAESU FT290R mit PA YAESU FL-2010,

diese Kombination leistet etwa 10 Watt in FM und 5 Watt in USB.

Ein Netzteil mit 10A, etwa 7 Meter RG58, ein Stehwellenmeßgerät und eine HB9CV mit 1,8 Meter Mast.

Das alles baute ich, da der Kondensator der Antenne nicht wetterfest ist, im Esszimmer auf.

Samstag 03.03.07

Um 16:38 Uhr war am Samstag das erste QSO im Log. Ich führte dann, mit Unterbrechungen, bis um 21:17 Uhr 29 QSO's.

Ich war wirklich überrascht, was ich von diesem zum Glück recht hohen Standort alles aus der Wohnung heraus(!) arbeiten konnte. Alle Stationen, die ich hörte konnte ich auch arbeiten. Ein paar bedurften zwar etwas Hatnäckigkeit aber es gelang.

Die weiteste Verbindung an diesem Samstag, hatte ich mit 89 Km nach  JO30EM. Da war ich dann doch etwas enntäuscht, da ich von zu Hause mit der gleichen Antenne schon deutlich weitere Verbindungen hatte. Allerdings waren die Bedingungn damals auch deutlich besser.

Leider habe ich 2 Einträge im Logbuch vermasselt, da hatte ich die falsche Taste gedrückt und das QSO nicht abgespeichert. Die Stationen hatte ich leider nicht wiedergefunden, dass ich das hätte ausbessern können. Hoffentlich fehlen den Beiden die Punkte nicht wirklich.

Mein Neffe (10 Jahre) fand meine Aktivität hochinteressant und stellte entsprechend viele Fragen. Er war durch seine Cousine kaum zum spielen zu animieren und wollte immer wieder schauen wie weit ich gekommen bin und wie es läuft.

Sonntag 04.03.07

Am Sonntag war es dann trocken. Das nutzte ich natürlich sofort um die Antenne auf den Balkon zu stellen. Um 08:43 begann ich dann wieder etwas müde, ungewaschen und fern der Heimat.

Vielleicht, so dachte ich, könnte ich morgens doch noch eine weiter entfernte Station erreichen. Diese kam auch tatsächlich schon um  08:47 aus JN48TN mit 352 Km ins Log.

Das sollte auch die weiteste Verbindung bleiben. Insgesamt nahm die durchschnittliche Reichweite pro QSO an diesem Tag jedoch deutlich zu. Das beruhigte mich dann wieder etwas.

Danach forderte die Familie ihr Recht ein, so dass nach 16 QSO's der Funktag um 11:51 Uhr schon wieder vorbei war.

Insgesamt hatte ich viel Spass an dem Contest. Vielleicht konnte ich ja den ein oder anderen animieren es auch mal zu versuchen, auch wenn die Anlage nicht aus High Tech besteht. Ich freue mich schon auf das nächste mal, dann werde ich hoffentlich auch feststellen können das sich die neue Antenne bezahlt macht.

Vy 73 de DO9RE, Edgar

UKW Winterfieldday

Am Sonntag morgen des 08. Februar 2009 machten sich einige Mitglieder des Ortsverbandes R09 bei  -1° C auf den Weg um am UKW Winterfieldday 2009 teilzunehmen. Edgar, DO9RE, Stefan DK6TM und ich, Christoph DC6CX, wählten als Standort einen Wanderparkplatz in der Nähe einer Schnellrestaurantkette in Mettmann, was sich bei der Kälte später noch als gute Wahl herausstellen sollte. Auf diesem Parkplatz bauten wir für 70 cm von Stefan DK6TM zwei nach DK7ZB gebaute 70cm „ultralight“ Yagis gestockt auf einem Fiberglasmast in etwa 7 Meter Höhe auf. Als Transceiver kam ein Icom IC-402 mit ca. 2,5 W Sendeleistung zum Einsatz. Die Teilnahmebedingungen verlangen einen vom Stromnetz unabhängige Versorgung der Station, so dass die Autobatterien herhalten mussten. Da leider kein Mehrmannbetrieb erlaubt ist, haben wir uns die Contestzeit geteilt und nacheinander in den Zwei Stunden, die für 70 cm vorgesehen waren, Betrieb gemacht. Insgesamt kamen ungefähr 30 Verbindungen in die Logbücher. Leider konnte Edgar DO9RE sein QSO mit einem französischen OM nicht beenden, so dass die weitesten Verbindungen in den 70cm Logs bei etwas über 100 Km lagen. Kurz vor dem Umbau der Antennen für die folgenden zwei Stunden auf 2 Meter wurden die Finger mit Hilfe eines Kaffees wieder zum Leben erweckt. Der Standort war gut gewählt!

Frisch gewärmt konnte Edgar mit der von Ihm aufgebauten HB9CV auf seinem Fiberglasmast ebenfalls in ca. 7 Meter Höhe beginnen. Als Transceiver kam ein Yaesu FT-290 mit nachgeschalteter 10 Watt Endstufe zum Einsatz. Hier kam als weiteste Verbindung Friedemann DK9TV/P in JN48OI (ca. 50 KM südlich von Stuttgart – 362 Km)  ins Log. Ich habe dann später Edgars Station übernommen, und konnte ebenfalls DK9TV/P in mein Log schreiben konnte. Stefan DK6TM hatte wieder zwei DK7ZB „ultralight“ Yagis aufgebaut. Leider stimmte hier das Stehwellenverhältnis nicht, so dass die Antennen nicht so gut wie erwartet funktionierten. Trotzdem konnte er viele schöne QSOs an diesem doch sehr trüben Sonntag machen.

Während des Tages bestaunten einige Besucher die fröhliche Aktivität und stellten interessiert Ihre Fragen. Auch Georg, DO5GSH aus dem OV Ratingen (R12), der zufällig an den Wanderparkplatz vorbei fuhr, wurde durch die Antennen angelockt und machte kurz halt.

Christoph DC6CX

Contest mit Hindernissen, Call: DP9I

von Diethelm Burberg, DJ2YE

Mitte November kamen Karlfried, DL1EK und ich auf die Idee, den CQ-WWDX-CW-Contest Ende Nov. von meiner Station aus mitzumachen. Es sollten 2 Stationen betrieben werden und natürlich vernetzt und mit PR-DX-Cluster. Ferner sollten die Computer mit Transceiversteuerung versehen sein. Da mein neu erworbener Transceiver IC765 einen Defekt hatte, habe ich ihn Anmfang Nov. nach Höhne zur Reparatur gebracht und mir bei der Gelegenheit ein Interface gekauft, dass es ermöglicht den Transceiver vom Computer aus zu steuern. Der Probelauf mit dem IC735 funktionierte auch einwandfrei. Nun musste noch ein DX-Cluster her. Da ich keine seperate Antenne für UKW habe, montierte ich meine 2/70 GP vom Studio B am Dachfenster vom Studio A von wo aus die Aktion laufen sollte. Es war mir auch möglich bei DB0GOS an ein DX-Cluster zu kommen. Zur Vorsicht habe ich mit DO9BW, Wilfried, vereinbart, noch eine PR-Stn für 9K6 aufzubauen und ein Netzwerk für 3 Computer. Das sollte Donnerstag vor dem Contest gemacht werden. Gleichzeitig bekam ich am Donnerstagmorgen meinen IC765 wieder, so dass Karlfried seinen FT1000-Field nicht mitzubringen brauchte. Wer nicht kam war Wilfried. Ich habe also versucht alles so anzuschliessen. Da kein langes Cross-Over kabel da war, wurde ein kurzes mit einem langen Netzwerkkabel mit einer Zwischenkupplung verbunden. Da mir die Einstellung am Programm (N1MM) nicht klar war, konnte ich allerdings nichts testen.

Nun war Freitag und Karlfried kam so gegen 18.00 Uhr und wir fuhren erst mal zum Clubheim zum Grünkohlessen (man muss sich ja stärken für die Nachtschicht).

So gegen 10.00 begannen wir mit der Einstellung der Computer, aber das Netzwerk ging einfach nicht. Karlfreid kam dann auf die Idee ein anderes Kupplungsstück zu verwenden. Dies war aber im Studio B. Also rüberlaufen und das gute Stück holen.

Hierbei memerkte ich, dass mein Anrufbeantworter blinkte. Es war Wilfried, dar um Rückruf bat. Nach mehrmaligem Abhören konnte ich endlich die Nummer entziffern und zurückrufen. Er sagte er könne in 20 Min. da sein für die DX-Cluster und Computervernetzung (er kam aber erste in 3/4 Stunden). Inzwischen hatten wir das neue Kupplungsstück  angebracht und die Computervernetzung klappte. Der Grund war, dass wenn man 2 Kabel wo an jeder Seite ein Stecker ist verbinden will, so muss das Kupplungstück alle Leitungen verkreuzen, damit Pin 1 auch an 1 kommt. Beim benutzten Kupplungstück waren jedoch jedoch alle Pinne gleich durchgeführt.

Nun kam endlich Wilfried und ein wilder Aufbau erfolgte. Um es abzuschliessen, nix ging, es blieb also nur die von mir getestete DX-Clusterlösung übrig.

Karlfried hatte sich schon mal schlafen gelegt, da er um 00 UT anfangen wollte.

Das DX-Cluster ging jedoch nur an der 2.Station, da nur eine COM-Schnittstelle vorhanden war. Normalerweise werden die Meldungen über das Netzwerk an alle Stationen geleitet, was aber leider nicht funktionierte. Karlfried fing also pünktlich an und ich habe micht schlafen gelegt. Gegen 4 Uhr löste ich ihn ab und er konnte wieder zum Schnarchcontest übergehen. Gegen 8.30 weckte ich ihn wieder und bereitete Frühstück vor. Nach diesem legte ich mich nochmal für 2 Stunden hin.

Nun sollte die 2. Station betrieben werden und die Probleme fingen wieder an.

Vorher schimpfte Karlfried: dauernt springt das Programm in eine andere Betriebsart, was dazu führte, dass statt CW = SSB geloggt wurde, ein Unding. Kurz entschlossen wurde sowohl Transceiversteuerung und DX-Cluster abgeklemmt und wir hatten Ruhe vor dem Betriebsartenwechsel. Nun fing ich an der 2. Station an und Karlfried war wüst am Schimpfen. Jedesmal wenn ich zum Tasten die Funktionstaste drückte, dann war bei der 1. Station eine Fehlermeldung und nix ging mehr. Ich musste also auf die Computertastung verzcihten und mit einer elektronischen Taste geben.

Aber auch hier trat ein Problem auf: wenn auf der 1.Station getastet wurde, dann machte meine mit. Ich war also gezwungen mit einer normalen Handtaste zu geben!

Samstagmittag machten wir eine Essenspause und genehmigten uns eine schöne Pizza. Anschliessend nahm ich dann meine ETM9C-OG  mit und konnte endlich wieder mit einer elektronische Taste geben (Benchergeben hat mir freundlicherweise Peter DK7JC beim Grünkohlessen gegeben). Nun funktionierte alles prima.

Um auch die 2. Nacht gut zu überstehen, hat Karlfried Spagette Mirakuli gemacht, dementsprechen sah auch sein Hemd und die Küche aus. War aber sehr lecker (siehe Foto "Fernsehkoch" Karlfried). Die Nacht teilten Karlfried und ich  uns wieder auf und es konnten viele USA-Stn auf 80 und 40 gearbeitet werden. Der übrige Sonntag  ging recht gut und beide Stationen liefen ohne grosse Beeinträchtigung. Nur 20m und 40 m gab Probleme, da die 2. Antenne eine GP für 20 und 40, zu viel Saft aufnahm. Bei den übrigen Bändern gab es keine Probleme. Nur um Mitternacht ging plötzlich 80m nicht mehr und das Anpassgerät für 80 und 160m musste repariert werden.

Am Sonntagabend hatten wir plötzlich keine Verbindung mehr mit den Computern.

Meine 160m QSO wurden nicht weitergeleitet und von der 1. Station kam auch nicht mehr bei mir an. Karlfried wollte dann so gegen 22.30 nach Hause. Ich hab dann  festgestellt, dass sich der Computer vom Multi-Op auf Singel-Op umgestellt hatte und daher keine QSO zum anderen Computer weitergeleitet wurden. Ich habe das berichtigt und die weiteren QSO waren wieder auf beiden Computern.

Bei der Auswertung gab es ein Problem: Wie mischt man die beiden Logs, sodass alle QSO vorhanden sind? Im Handbuch (über 300 Seiten) war da nix von zu finden).

Ich habe die beiden Logs an DL7AOS in Reutlingen geschickt, der die Logs dann zusammenführte und auch bei der Gelegenheit die QSO mit der falschen Betriebsart bereinigte.

Resultat: 1131 QSO und  550.000 Punkte.

Trotz der Probleme hat die Aktion Spass gemacht und gezeigt, dass man auch mit kleinem Aufwand was erreichen kann.

Fazit: Alles vorher ausgiebig testen und etwas früher planen.

vy 73 de Diethelm DJ2YE

Empfänger

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Im Laufe der Jahre hat sich so einiges Material gesammelt, welches wir hier zur Verfügung stellen.

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern !

Das Magische Auge (Anzeigeröhre)

Fast völlig unbekannt ist heute das "Magische Auge". Es diente früher als Abstimmhilfe bei Röhrenradios. Die ersten Magischen Augen wurden wohl anfangs der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts eingesetzt. Damals waren die Radios noch recht teuere Luxusgeräte und nicht alle konnten sich so ein Gerät leisten, daher kam 30.1. 1933 der Volksempfänger auf den Markt. Dieser war ein "Geradeaus Empfänger (0V1)" bei dem kein Magisches Auge eingesetzt werden konnte.

Woher kommt nun der Name? Bei den Magischen Augen der 1. Generation war der Leuchtschirm auf dem Kopf einer Elektronenröhre. Es sah also aus, wie ein leuchtendes Auge. Der Leuchtschirm war in 4 Sektionen eingeteilt, und wenn ein Sender richtig abgestimmt war, so leuchteten alle 4 Sektionen grün auf. Die Spannung hierfür wurde aus der Regelspannung gewonnen. In jedem Superhet Radio wird eine solche Spannung erzeugt, die dazu dient, dass alle Stationen etwa gleich laut zu hören sind

(Siehe Bilder oben: EM11).

Anfang der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts kamen jedoch kleinere Röhren auf den Markt, mit Rimlock, -Noval - und Miniatur-Sockel. Bei diesen Röhren wäre es unsinnig, den Leuchtschirm auf den Kopf zu machen, da viel zu klein. Die Anzeige wurde also auf eine Seite der Röhren gemacht. Eine runde Anzeige wie bei den alten Magischen Augen wäre aber hier auch nicht speditiv, da der Durchmesser der Röhren zu klein ist. Es wurden also andere Anzeigen gemacht, die ausser der grünen Anzeige nichts mehr mit dem Magischen Auge gemeinsam hat. Es entstand der "Magische Fächer" (Bilder EM80) und später das "Magische Band". Bei dem Band gab es noch eine Besonderheit: mit Einführung des Stereo Rundfunks wurde der Pilotton dazu benutzt, um ein zusätzliches Anzeigefeld zu aktivieren.

(Siehe Bilder unten: EMM803).

Mit der Einführung der Transistor-Radios verschwanden die Anzeigeröhren, da keine Heizspannung mehr vorhanden war und auch keine Anodenspannung. Zum Teil wurden daher Messinstrumente eingesetzt oder Leuchtzeilen. Neuerdings Leuchtdiodenzeilen.

Leider haben alle Anzeigeröhren den Nachteil, dass der Leuchtschirm dunkel wird und sich sogar schwärzt, wie im Bild EMM803-1 gut zu sehen ist.

DJ2YE Jan. 2007

Bauprojekt 0V1 / 0V2

Bauprojekt 0V1/0V2

In den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts war für den angehenden Funkamateur meist das erste Bauprojekt ein "Geradeausempfänger" ein 0V1 oder 0V2. Mehrere dieser Empfänger habe ich damals gebaut und die funktionierten immer prima. Meist wurden sie auf Alu-Blechen montiert und die Löcher für die Röhrenfassungen wurden mit einer Laubsäge ausgesägt. Dies war immer reichlich mühsam. Manchmal wurden auch alte Radiochassis hierzu benutzt, das "Lochen" wurde eingespart.

Angeregt durch den neu aufgelegten Kosmos Radiomann habe ich in einer Blitzaktion ein solches Gerät nachgebaut auf einem alten Kalenderuntersatz aus Pertinax (Bild 0V1 und 0V1b). Das Gerät funktionierte auch, jedoch eine Röhre mit nur 12V Anoden-Spannung zu betreiben ist schon gewagt. Ich kam also auf die Idee mal wieder einen richtigen 0V2 aufzubauen. Da ich jedoch kein Alublech hatte, baute ich den Apparat auf einer Pertinaxplatte auf, die von einem ausrangierten Zählerkasten stammte (Bild 0V2-0). Als Audion wurde erstmalig eine Schaltung mit einer ECC81 in Kaskaden-schaltung gebaut. Für die NF wurde eine ECL86 genommen. Leider war ausser Pfeifen und Zischen nix zu hören. Die NF-Stufe war nicht "schwingungsfrei" zu bekommen. Es wurde also eine zusätzliche Röhre eingebaut (EBC91) und das Triodenteil der ECL86 ausser Betrieb genommen. Das Schwingen der NF-Stufe konnte so vermieden werden, aber der ganze Apparat war völlig unbefriedigend. Die Rückkopplung setzte viel zu ungenau und hart ein. Hierauf wurden verschiedene Spulen getestet, aber das Ergebnis war immer unbefriedigend.

Es blieb also bei der auf einem Tablettenröhrchen gewickelten Spule ca. 25 mm Durchmesser). Der Deckel des Röhrchens wird mit einer M3 Schraube befestigt, so dass die Spule ausgewechselt werden kann. Die Anschlüsse erfolgen mit Lötstiften und -ösen. Die früher benutzten Keramikspulenkörper mit Stiften für Europasockel sind wohl nicht mehr erhältlich. Eine früher gern benutzte Art, alte Röhrensockel dafür zu benutzen scheidet auch aus, da solche Röhren nicht zu bekommen sind und wenn, dann viel zu schade dafür sind. Die schlechten Eigenschaften des Empfängers und des NF-Teils führte ich also auf die fehlende Abschirmung durch das Alublech zurück das früher als Chassie benutzt wurde.

Ich beschloss also einen erneuten Versuch zu starten, da immer noch kein Alublech vorhanden, kam ich auf die Idee Platinenmaterial zu nehmen mit einer einseitigen Kupferauflage (Bilder 0V2-a und 0V2-b). Der Vorteil: leichtere Bearbeitung und sämtliche Bauteile, die nach Masse gehen, können sofort auf die Kupferauflage gelötet werden. Nach den schlechten Erfahrungen mit der ECL 86, habe ich nun zuerst nur den NF-Teil verdrahtet und war sehr erstaund, dass keinerlei Schwingungen mehr festzustellen waren. Ein angeschlossener NF-Generator gab Sicherheit. Der NF-Verstärker machte richtig Krach...

Nun wurde der HF-Teil verdrahtet, und siehe da, es funktionierte alles wie gewünscht und auch die Rückkopplung setzte ruhig ein. Die Spule ist so bemessen, dass mit dem UKW-Teil des Drehkos das 80m Band erfasst wird. Da das Spulenwechseln nicht so einfach ist, wurde für Mittelwellenempfang ein grosses Drehkopakete parallel geschaltet.

Fazit: Man kann auch mit modernen Bauteilen einen 0V2 aufbauen und es hat auf jeden Fall Spass gemacht und war sinnvoller, als vor der Glotze zu sitzen.

Hinweis: Nachahmung ist nicht zu empfehlen, denn mit Röhren zu bauen ist nicht nur gefährlich wegen der hohen Spannungen sondern auch nicht so befriedigend, denn mit Transistoren kann man mit wesentlich weniger Aufwand auch gut funktionierende 0V2 aufbauen. Eine 9V Batterie reicht zur Spannungsversorgung dann aus.

DJ2YE 1/2007

T.I.G.

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T.I.G.

Das R09 Archiv

Hier im Archiv des OV R09 Neandertal stellen wir ausgewählte Beiträge und Pressemitteilungen zur Verfügung.

Aktuell überarbeiten wir diese Seiten, bedingt durch den Umzug unserer Webseiten in das neue DARC CMS System.

Schauen Sie daher ruhig später noch einmal vorbei.

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TIG - Hier kann man was lernen

Seit dem Abschluss der Sommerpause läuft wieder die TIG. Alle 14 Tage dienstags. Die neue Saison wurde mit einem neuen Projekt eröffnet: wie geht man mit Mikroprozesoren vom Typ AVR... um?

In der cqDL ist schon mehrfach über die Programmierung von Mikroprozessoren berichtet worden. Entweder über die PIC-Familie oder die AVR-Familie. Beim ersten Treffen der TIG waren Stefan, DL2EUL, Klaus, DO1KMA und ich zugegen und fällten die Entscheidung, unsere Untersuchungen mit AVR´s zu machen. Der Grund war relativ einfach: wir hatten welche, und Klaus und ich hatten sogar das dazu gehörende Entwicklungsbord bereits zuvor gekauft.

Entwicklungsbord? Wozu? Wenn man AVR´s programmieren will, dann müssen ja die Kommandos irgendwie in dessen Speicher gelangen. Dazu kann man sich sehr preiswert einen Programmer mit Teilen aus der Bastelkiste aufbauen, eine Eingabesoftware aus dem Internet laden und damit beginnen.

Wenn man etwas mehr zu investieren bereit ist, dann kauft man sich eine Platine mit diversen Sockeln und Logikbausteinen für die Hardwareansteuerung, dazu ein Softwarepaket zum Editieren, Compilieren, Debuggen und Laden der Codes und erpart sich den Lötkolben. Faulheit kostet eben immer etwas mehr.

Auf dem Entwicklungsbord STK 500 befinden sich neben den Programmierhilfsmittel noch Tasten und LED´s, mit denen man seine Software Abfragen und beeinflussen kann. Also alles noch richtig primitiv auf ganz unterem Level.

Wir wollten unsere Arbeit nicht auf ganz theoretischem Wege beginnen sondern suchten gleich eine Applikation, auf die wir hinsteuern wollen. Unser Ziel: messen von Spannungen und Strömen mit entsprechenden Überwachungsfunktionen und Auswertungen für Strombilanzen von Ladegeräten, Akkumulatoren und Verbrauchern. Hört sich toll an, was?

Die ersten Betrachtungen hatten gar nichts mit Mikroprozessoren zu tun sondern mit Definitionen: welche Spannungen sollen gemessen werden und mit welcher Genauigkeit? Dasselbe für Ströme. Wie werden Messwiderstände hergestellt, mit denen sowohl kleine als auch große Ströme gemessen werden können? Was ist bei Polaritätswechsel? Stefan verpaßte uns einen Grundkurs in Messtechnik. Das war richtig TIG-mäßig.

Dann wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen. Was man misst, das möchte man auch angezeigt bekommen, und zwar nicht krytisch über LED´s, sondern schön mit LCD-Display´s. Himmel! Wie kommt der Inhalt eines Speichers vom Prozessor als Ziffernreihe auf ein LCD-Display? Stefan erklärte uns geduldig, wie LCD´s angesteuert werden und welche Verfahren und Normierungen es gibt.Ich habe darauf hin zu Hause noch ein paar Hinweise aus dem Internet geladen und meine ersten Programmierschritte gemacht.

Zur nächsten TIG brachte ich Hardware und mein Programm mit. Der Lötkolben tat sein Werk und verband Entwicklungsbord mit dem Display, meine Software wurde geladen....und nichts ging. Stefan amüsierte sich und machte mich auf meine Fehler aufmerksam. Jetzt war tatsächlich schon etwas zu sehen. Da wir so schön in Schwung waren, stellte Stefan noch ein paar Aufgaben zum Verständnis, die mich schön ins Schwitzen gebracht haben. Endlich war alles verstanden. Das Programm(chen) wurde angepaßt und ich konnte ganz stolz auf meinem Display lesen Karsten/DK4AS. Was für ein Erfolgserlebnis! TIG- hier kann man was lernen.

vy 73 de Karsten, DK4AS

TIG Praxis im Garten: Antennen-Vergleiche

Am Samstag, den .... fand die TIG nicht im Clubheim sondern zu Hause im Garten von DK4AS statt. Der Grund: es sollten Antennen auf Kurzwelle miteinander verglichen werden. Also traf sich eine fröhliche Truppe und installierte zuerst eine 40m Drahtpyramide auf einem 9m Portabelmast.
Die wurde gegen den bereits hängenden Dipol verglichen. Wie zu vermuten war, gab es keine bemerkenswerten Unterschiede. Bei den Aufbauhöhen, die im Garten machbar sind, haben beide Antennen eine sehr steile Strahlung
und sind dmait mehr für DL/EU-Verkehr geeignet. Trotzdem ist die Pyramide eine schöne Antenne, wenn man keinen Platz für einen Dipol hat. Außerdem ist nur ein zentrales Stützelement nötig, was auch manchmal von Vorteil ist.

Als nächstes wurde eine 40m-GP mit Sloper-Radials errichtet. Da der Strahler mit rund 10m Länge nicht realisiert werden konnte, mussten 4 m und eine Verlängerungsspule reichen. Die 3 Radials waren natürlich fullsize. Mit MMANA war zuvor gecheckt worden, welche Aufbauhöhen man eigentlich braucht, um die gewünschte flache Strahlung zu erzilen. Dabei
zeigte sich, dass die verfügbaren 9m im Speisepunkt völlig ausreichend sind (brauchbare Bodenleitfähigkeit vorausgesetzt).

In der Zwischenzeit war auch der Grill angeworfen worden und tat seinen Dienst. Das Wetter war -wieder einmal - trocken und mild nach all den nassen Tagen. Bier, Bratwürste und Brötchen waren auch vorhanden.  Also konnte gegessen,
getrunken, geschwatzt und natürlich gefunkt werden.

Erstaunlicherweise fiel die GP mit ihren Empfangsleistungen an dem Tag hinter den Dipol zurück und enttäuschte. Sendevergleiche waren kaum möglich oder brachten keine eindeutigen Ergebnisse.

Jetzt hätte das ganze Geraffel eigentlich wieder abgebaut und der Tag beschlossen werden können. Wir ließen aber alle stehen, vernichteten die letzten Vorräte und  hatten einen tollen Tag.

Die  enttäuschenden Ergebnisse machten mich neugierig, denn lt. Theorie und MMANA sollte die GPA doch gute Leistungen auf Entfernung bringen. Also habe ich mich tagelang auf die Lauer gelegt, Stationen aus DL und EU angerufen und versucht, einen Rapport für die GP neben dem Dipol zu bekommen.

Das war eine äußerst frustige Angelegenheit, denn die wenigsten OM hörten zu. Sie spulten ihr Standardprogramm herunter und reagierten auf meinen Wunsch nach vergleichenden Rapporten einfach nicht. Ich hätte
auch mit Computern sprechen können.

Ich ließ mich aber nicht entmutigen und bekam so bis jetzt eine kleine Menge an Vergleichsrapporten, die bisher kein eindeutiges Bild ergeben: im Empfangsfall ist mal die GP besser, mal der Dipol und zwar bei derselben Station. Die Polarisationsdrehungen sind doch erheblich, auch im EU-Verkehr. Im Sendefall habe ich aus DL und EU jede Art von
Rapporten bekommen: von "GP zwei S-Stufen schwächer" bis "GP 3 S-Stufen lauter". Mit DX-Stationen konnte ich noch keine Versuche machen.

Ich hatte allerdings zwei unerwartete Erfolgserlebnisse. Am ersten Morgen hörte ich VK und erreichte den OM mit der GP mit dem ersten Anruf, am zweiten morgen zirpte ein ZL, den ich auch im ersten Anlauf erreichte. Alles auf 40 m. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

Jetzt ist die Hilfskonstruktion wieder abgebaut, aber ein Fiberglas-Mast mit 12m Länge liegt bereits im Schuppen. Daran sollen mehrere GP´s montiert werden - jede in optimaler Aufbauhöhe, die im Speisepunkt erstaunlich gering ist: 8 m für 40m, 6m für 30 m, 5 m für 20 m...). Erst mal wird für 40 und 30 gebaut, dann auf jeden Fall noch für 20 m. Ich habe mit MMANA simuliert: zwei Radials reichen pro Band auch aus. Also kommt der Mast auf die Grundstücksgrenze mit den Radials entlang der Grenze.

Ich werde ein paar Tage benötigen und auch noch einen automatischen Antennenumschalter entickeln müssen. Funktionsprinzip: wie der 4AS-Tuner mit Auswertung der Sendefrequenz und Stellen der richtigen Relais. Es kann also Winter werden. ich muss nur aufpassen, dass ich vor lauter Basteln das DX nicht verpasse...

73

DK4AS

TIG beim Ortsverband R09: Antennenanpassung

Am 30. April trafen sich die R09er erneut zu einer TIG-Veranstaltung (Technik Interessenten Gruppe).

Für diese Veranstaltung hatten sich die Teilnehmer die Vorstellung Theorie und Praxis von Antennen-Tunern gewünscht. Also wurden zuerst abgehandelt: das Pi-Glied, das T-Glied, das L-Glied, das Z-Match und alles sowohl unsymmetrisch, als auch symmetrisch. Die jeweiligen Grundlalgen, die Vor- und die Nachteile und die spezifischen Anwendungsfälle wurden vorgestellt.

Dabei war es wichtig, dass jeder Teilnehmer Lösungen für seine eigene, persönliche Situation vorgeführt bekam.

Nach dem theoretischen Teil ging es in die Praxis. Geübt wurde der Umgang mit einem T-Glied-Tuner und mit dem 4AS-Automatik-Tuner. Das Stück Draht, das im Clubheim ausgelegt worden war, wurde auf den unterschiedlichsten Frequenzen in Resonanz gebracht, bis das SWR auf 1:1 gezwungen war. Es wurde auch gezeigt, dass nach dem Abstimmen mit niedriger Leistung beim Übergang auf hohe Leistung noch einmal nachgestimmt werden mußte. Für viele OM war das der erste Versuch mit dem entsprechenden "Aha"- Erlebnis.

Der Umgang mit kommerziellen Tunern oder dem Selbstbauprojekt 4AS-Tuner war schon sehr spannend, aber besonders eindrucksvoll waren die Experimente mit einem selbst erstellten L-Glied. Hans, DO3HJR, war beauftragt worden, ein Stück Plastikrohr mit Windungen zu versehen und mit Bananenbuchsen zu spicken, damit unterschiedliche Induktivitäten eingestellt werden konnten. Ein Drehko mit 350 pF wurde in der Bastelkiste gefunden. Der Lötkolben trat in Aktion, und schon konnte die staunende Runde sehen, wie man mit einfachsten Mitteln ein behelfsmäßig verspanntes Stück Draht auf jeder Amateurfunk-Frequenz anpassen konnte.

Wieder einmal wurde bewiesen: es gibt nichts Eindrucksvolleres, als die in der Theorie erlernte Grundlagen mit einfachen Bastelübungen zu beweisen.

Dazu dienen die regelmäßigen Treffen im OV R09, die alle 14 Tage montags im Clubheim des OV stattfinden. Es gibt kein Programm, nur Wünsche der neugierigen Mitglieder und Gäste, die einmal handfest erleben wollen, was sie sonst nur in Büchern lesen.

Informationen zu Terminen und Themen gibt es auf der Homepage http://www.r09.de

vy 73 de Karsten, DK4AS