Bastelprojekte im OV

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Bastelprojekte im OV

Auf die Ideen, fertig, los

Wie auf einer OV-Versammlung angeregt, gibt es nun die Rubrik "Bastelprojekte des OV". Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist diese nochmal in verschiedene Unterkategorien eingeteilt, welche selbstverständlich noch erweiterbar sind.

Viel Spass beim Basteln!

 

17.10.2013/DL6AKI

Antennen

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9-Element Duo-Band LPDA für 2m/70cm

 

Langsam beginnen die Vorbereitungen für eine erste Muster-LPDA. Günstig eingekauftes Alu-Material ist eingetroffen: Vierkantprofil, blank, 15x15mm, 1m lang und Rundstäbe, blank, 4mm Durchmesser, 1m lang.

Vorgesehen ist die Befestigung der Rundstäbe im Heiß-Einpressverfahren. Die besseren elektrischen Eigenschaften der Verbindung und die geringere Korrosionsanfälligkeit der Kontaktflächen sind hier nach meiner Auffassung die Gründe, die gegen das Einschrauben sprechen.

Sobald mir klar ist, wie das Aufheizen der Rohre und das Tiefkühlen der Stäbe am geschicktesten zu handhaben ist, erfolgt hier eine Ergänzung. Zur Erläuterung des Verfahren hier für Euch noch Mal der Link zur Bauanleitung: https://www.dl9hcg.a36.de

Auf Seite 10 ist das “Warm-Einpress-Verfahren“ beschrieben. Für die kalte Seite hat jeder ein Tiefkühlfach oder eine Tiefkühltruhe. Für die warme Seite habe ich eine Infrarot-Laboreinrichtung mit keramischen Heizflächen bis ca. 600°C Oberflächentemperatur. Da das Gerät regelbar ist, kann man einmal ermittelte Werte leicht reproduzieren.

Der neue Bohrständer kann dann bald seine spielfreie Präzision beweisen. Die gegenüber liegenden Bohrlöcher im Vierkantrohr sollen exakt fluchten und müssen einen Durchmesser von genau 3,9 mm haben.

73 Fritz (do1oz@darc.de)

11.01.16 - DO1OZ

Raspberry & Co.

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Mobiles WLAN für den Outdoor-Einsatz

Für den störungsfreien Ablauf von digitalen und ggf. auch analogen QSO (online-Logbuch) ist eine Internetverbindung zwingend notwendig. Über diese werden dann der Abruf der QRZ-Datenbank und die Dokumentation der QSO im Online-Logbuch (z.B. eQSL) realisiert.
Im heimischen Shack bzw. in der Clubstation ist dies kein Problem. Anders sieht es jedoch bei Outdooreinsätzen wie Fieldday oder Foxing aus.

Hieraus entwickelte sich die Idee, einen batteriegepufferten Access-Point mit 4G/3G- Anbindung zu bauen.
Herzstück ist ein Raspberry Pi, der zur Umsetzung der Mobilfunkanbindung ins WLAN dient. Weiterhin ist UI-View installiert, um in Zukunft auch entsprechende APRS-Daten zu erfassen und zu übertragen.
Die eingebaute Gel-Batterie (Danke an DL2LN) dient zur Glättung der Gleichspannung vom Netzteil und bei Ausfall der Netzspannung zur weiteren Stromversorgung (ca. 12h) des Rapis und der Peripherie.
2 Spannungsregler stellen die notwendigen Betriebsspannungen für den Raspberry (5V) und USB-Hub sowie Accespoint (beide 7,5V) bereit.
Der USB-Hub wurde verbaut, um zum einen die Portanzahl (2 Ports) vom Raspi zu erweitern und zum anderen einen USB-Port bereitzustellen, welcher den relativ hohen Strombedarf des HuaWei-Sticks (>500mA) decken kann.

2 seitlich angebrachte Lüfter von einer Temperaturregelung gesteuert, verhindern ein Überhitzen der Elektronik im geschlossenen Koffer.

Tastatur und Maus liegen zwar mit im Koffer, sind aber im Allgemeinen nicht nötig, da sich der Internetzugang nach Einschalten der Technik mit jedem WIN- oder Linux-PC über die WLAN-Verbindung freischalten lässt.

Somit steht dem OV R10 eine I-Net-Verbindung bereit, die überall (4G/3G-Versorgung vorausgesetzt) verfügbar ist.


Andreas, DL6AKI
 

Stromversorgung

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Mobile Stromversorgung mit Bleigel-Akkus

Anlass zu den Überlegungen war die Tatsache, dass hin und wieder Akkus aus professionellen USV-Anlagen zu bekommen sind, die zwar eine gewisse Zeit in Verwendung waren, sich aber noch in einem einwandfreien Zustand befinden.

Auf diese Akkus sollten wir zurückgreifen, zumal sie für unsere Belange als Funkamateure noch voll nutzbar sind. Ein Satz Akkus beinhaltet 8 Stück mit je 7,2 Ah bei nominal 12V.

In dem von mir geplanten Gerät sind jeweils 4 Akkus parallel geschaltet in Betrieb und 4 Akkus als Reserve vorgesehen. Der Aufbau soll möglichst einfach sein und wenig Eigenverbrauch entwickeln.

Die abgebildete Gehäuse-Animation stammt von einer ausgeschlachteten Filmschneidemaschine und wird mit beschichtetem Sperrholz in Stärke 4 mm verschlossen (Beschichtung mit Phenolharz). Unter dem Gehäuse werden 4 Rollen angebracht, um den Transport zu erleichtern.

Die Überwachung der Akkus übernehmen 4 Tiefentlade-Schutzeinrichtungen. Zur Verhinderung von Bleisulfat-Ablagerung auf den Bleiplatten werden die 4 Stand-by-Batterien mit je einem „Refresher“ verbunden. Die Spannung der in Betrieb befindlichen Batterien wird über Drehspulinstrumente angezeigt. Ein Amperemeter zeigt den Gesamtstrom. Bild 2 zeigt die vorläufige Planung der Bedienfront. Sobald ich eine vorzeigbare Zeichnung vom 8-fach-Batteriehälter habe, berichte ich weiter.

73 Fritz

12.01.16 - DO1OZ

Rotorsteuerung

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Aus alt mach neu

Es ist immer ärgerlich, wenn ein „lebensnotwendiges“ Teil des Amateurfunk-Equipments seinen Geist aufgibt. Vor kurzem so geschehen bei unseren OV-Mitglied Joachim, DO7JVK, dessen Antennen-Rotor mit kapitalem Lagerschaden seinen Dienst verweigerte. Also kurze Rede, langer Sinn, da muss etwas Neues oder neues Gebrauchtes her. Gesagt, getan, im OV herum gefragt. Glück im Unglück, da hatte doch tatsächlich jemand noch einen gebrauchten, großen Hy-Gain-Rotor herumliegen. Doch stellte sich heraus, dass der Trafo, der die Anzeige im Steuergerät versorgt, defekt war. Man wäre doch kein Funkamateur, wenn man dem Problem nicht Herr werden könnte, also ran und eine Lösung finden, war hier der Gedanke.

So ist dann dieses Projekt entstanden.

Zuerst das Gehäuse öffnen und sehen, was Sache ist:

Hier sieht man, dass der Zahn der Zeit seine Spuren hinterließ und jemand wohl fliegend verdrahtet wurde. Zwei Trafos, so der Gedanke. Einer für die Anzeige, der ja defekt ist. Einer für die Steuerung. Nun gut, hier könnte es auch ein Trafo mit zwei Ausgängen und den passenden Spannungen tun.

Wie gut, dass man noch einen großen Ringkerntrafo übrig hat, der genau diese geforderten Kriterien erfüllt. Also rein damit, Platz ist ja nach der „Entkernung“ genug vorhanden.

 

Der neue Trafo ist drin und die entsprechende Stromversorgung für die Steuerung des Rotors sowie der Anzeige sind gesichert. Alles noch schön vernünftig verdrahtet und einem abschliessenden Test unterzogen, alles funktioniert wieder bestens.

Wo wir schon einmal dabei und unsere Augen auch nicht mehr die Besten sind, kam uns dann der Gedanke, das schlecht ablesbare Analog-Anzeige-Instrument gegen ein gut ablesbares digitales Instrument mit der eingestellten Richtungsgradzahl des Rotors zu ersetzen.


Dazu wurde das neue Instrument in das Gehäuse eingepasst, verdrahtet und schon ist es fertig. Selbst aus größerer Entfernung geht das Ablesen jetzt spielend. Das sieht doch fein aus und einen entsprechenden Mehrwert erhält man auch.

Euer Horst DL2LN

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