Bandwacht

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Die Bandwacht des Deutschen Amateur-Radio-Clubs e. V. ist der deutsche Partner des "International Amateur Radio Union Monitoring Systems" (IARU-MS) der IARU gemäß der IARU Resolution 99-4 "Terms of reference for the IARU Monitoring System". Sie ist eine Gruppe von Funkamateuren, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die exklusiven Amateurbänder auf Bandeindringlinge, also Nicht-Amateurfunkstationen, zu beobachten und diese der deutschen Fernmeldeverwaltung (BNetzA = Bundesnetzagentur) zu melden oder andere zweckdienliche Schritte zu unternehmen. Die BNetzA wiederum nimmt Kontakt mit der entsprechenden ausländischen Fernmeldebehörde auf und reicht ggf. Beschwerde ein.

Im Internationalen Fernmeldevertrag wurden dem Amateurfunkdienst diverse Frequenzbereiche zur alleinigen Benutzung zugewiesen. Im nationalen Kontext regelt das die Amateurfunkverordnung (AFuV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 6). Dort sind einige Kurzwellenbereiche dem Amateurfunk nicht nur deutlich als "primärem Funkdienst" zugewiesen; viel mehr sind einige davon sogar weitgehend "exklusiv" für den Amateurfunk vorgesehen (7.000 - 7.100, 14.000 - 14.350 sowie 21.000 - 21.450 kHz - siehe Merkblatt "Der Amateurfunkdienst - Bundesnetzagentur").

Trotzdem werden diese Exklusivbänder in immer größerem Ausmaß durch fremde Funkdienste und Eindringlinge aller Art belegt. Darunter befinden sich Rundfunksender und/oder deren Oberwellen, digitale Betriebsarten aller Art (etwa Militär, Botschaften und andere Organisationen), private Funkpiraten, Taxifunk, Fischereiflotten, Überhorizont- und Meereswellenradare, Treibnetzbojen und vieles mehr.

Träger und Seitenbänder eines unbekannten Signals auf 21.000 kHz
Von der Bandwacht dokumentiert: Träger und Seitenbänder eines unbekannten Signals auf 21.000 kHz - moduliert durch einen splatternden Chirp-Ton [Mode: FMCW]. Die Splatter sind bis zum Bandende bei 21.450 kHz zu hören. Herkunft: Zentralchina (Foto: DK2OM / Wavecom W61 Sonagram, aufgenommen am 19. November 2012 um 0730 UTC; Vergrößerung des Bildes durch Anklicken). Vermutlich handelt es sich bei dem Band-Eindringling um ein chin. Überhorizontradar (OTH). Eine Klangdatei finden Interessierte unter http://www.iarums-r1.org/iarums/sound/21000a-chirp.wav

Die Bandwacht ist ausschließlich gegen solche Eindringlinge (Nicht-Funkamateure) gerichtet, jedoch ist sie weder Ordnungshüter noch Funkpolizei - sie überwacht weder das Einhalten von Bandplänen noch von Vorschriften. Auch für "hausgemachte" Störungen aller Art, wie zum Beispiel einer Solaranlage, eines Fernsehers oder eines PLC-Modems, ist sie nicht zuständig. Die Tätigkeit richtet sich auch nicht gegen lizenzierte Funkamateure, welche andere Amateure belästigen oder beleidigen, oder die sonst unangenehm auf den Bändern auffallen.

Um ihren Auftrag jedoch erfüllen zu können, ist die Bandwacht auf die Mitarbeit der Funkamateure angewiesen. Bitte unterstützen auch Sie die Schutztätigkeit der Bandwacht und melden Sie Bandeindringlinge, damit uns die Amateurbänder erhalten bleiben! Ihre Meldung sollte enthalten: Frequenz in kHz, Datum und Uhrzeit, Betriebsart und nähere Angaben zu dem Störer: Rufzeichen (so weit bekannt), Sprache, Baud-Rate (bei Fernschreibern) und vor allem natürlich Ihren Namen, Ihr Rufzeichen und Ihre Anschrift.

Informationen über Bandeindringlinge und die erfolgreiche Arbeit der Bandwacht erhalten Sie in der CQ DL und auf der Homepage der Bandwacht im Internet.

Bandwacht - damit wir auch in Zukunft ungestört auf unseren Amateurfunkbändern funken können!

 

 

 

Nützliche Links

http://www.iarums-r1.org/