Der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. ist die größte Vereinigung von Funkamateuren in Deutschland und Europa. Der DARC gliedert sich bundesweit in 24 Distrikte und ca. 960 Ortsverbände. Die Aufgaben des Clubs sind es, den Amateurfunk zu fördern und die geeigneten Rahmenbedingungen für den Amateurfunkdienst zu schaffen. International engagiert er sich als Mitglied in der International Amateur Radio Union (IARU).
DARC-Seminar „Smithdiagramm und Netzwerkanalysator“ am 23.–24. OktoberLink zu dieser Meldung
Vom 23. bis 24. Oktober findet im Amateurfunkzentrum Baunatal das DARC-Seminar „Smithdiagramm und Netzwerkanalysator“ statt. Dozent Prof. Dr.-Ing. Michael Hartje, DK5HH, gibt darin einen Einblick in die Darstellungsmethode zur Messung von HF-Bauelementen, Leitungen, Antennen, Balunen und Filtern. In den Seminarkosten von 205 € ist eine Übernachtung im Hotel Stadt Baunatal sowie Verpflegung während des Seminares enthalten. Beginn Freitag 15 Uhr, Ende Samstag 18 Uhr. Die Anmeldung erfolgt auf events.darc.de/smith-2026/.
Am 1. Oktober hatte eine SpaceX-Rakete die drei ERMINAZ-2-Satelliten der Raumfahrtorganisation AMSAT-Deutschland e.V. (AMSAT-DL) aus Bochum erfolgreich in die Erdumlaufbahn gebracht. Sie befanden sich seitdem in einem Auswurfsystem an Bord des „Raumfahrzeugs „OSSIE-D“ der Raumfahrtfirma UARX. Überraschend wurden die Satelliten am 2. Oktober 2026 früher als geplant aus ihrer Trägerplattform OSSIE ausgesetzt. Während ERMINAZ-2U und -2V bereits Lebenszeichen und erste Telemetriedaten gesendet haben, wird nach Signalen von ERMINAZ-2X derzeit noch gesucht.
Planmäßig sollten die drei PocketQubes ERMINAZ-2U, ERMINAZ-2V und ERMINAZ-2X noch mindestens sieben Tage im sogenannten Deployer bleiben, bevor sie gemeinsam mit anderen Nutzlasten ausgesetzt würden. Nach dem Verlassen des Auswurfsystems sollten die Satelliten dann automatisch ihre Bordcomputer hochfahren, zunächst die Antennen entfalten, anschließend die Sender aktivieren und schließlich „nach Hause telefonieren“.
Doch es kam anders: Während in Bochum noch der erfolgreiche Start gefeiert wurde und die Vorbereitungen für die nächsten geplanten Aktivitäten liefen, traf am Samstagabend, dem 3. Oktober, überraschend eine Nachricht von UARX ein: „Wir möchten Sie darüber informieren, dass wir beschlossen haben, die Aussetzsequenz der OSSIE-D-Nutzlast früher als ursprünglich geplant einzuleiten. Die Aussetzsequenz der aussetzbaren Nutzlasten begann am 02.10.2026 um 13:48:09,950 MESZ“.
„Unsere ,Babys' hätten demnach schon bereits am Freitagmittag nach ihrer Mama gerufen. Da jedoch niemand mit dem vorzeitigen Aussetzen gerechnet hatte, hat tatsächlich niemand auf den Sendefrequenzen hinein gehört.“, kommentierte Peter Gülzow, 1. Vorsitzender der AMSAT-Deutschland e.V.
Die ersten Signale wurden schließlich am späten Samstagabend, dem 3. Oktober, sowohl in Bochum als auch weltweit empfangen. Erste Telemetrieanalysen deuten darauf hin, dass zwei der drei ERMINAZ-2-Satelliten wohlauf sind! Sorgen bereitet weiterhin ERMINAZ-2X, von dem bislang kein Signal empfangen wurde. Das Team von AMSAT-DL und der Sternwarte Bochum hofft jedoch, dass auch er sich noch meldet.
Die schnellen Winde (> 500 km/s) aus einem koronalen Loch wurden auf „stark“ hochgestuft und dürften noch über den Montag anhalten, bevor sie sich zum 6. Oktober allmählich abschwächen. Die geomagnetische Aktivität wird zunächst überwiegend aktiv bis stürmisch (Kp 4-5) sein. Der solare Flux ist mäßig (<100), das Flare-Risiko sehr gering (M05% X01%), die KW-Ausbreitung gestört. |
Vom 4. - 10. Oktober ist Weltraumwoche, eine von den Vereinten Nationen ausgerufene, weltweite Aktionswoche zur Feier der Raumfahrt und ihrer Bedeutung für die Menschheit. Die Datumswahl basiert auf zwei Meilensteinen der Raumfahrtgeschichte: 4. Oktober 1957 - Start von Sputnik 1, dem ersten künstlichen Erdsatelliten; 10. Oktober 1967 - Inkrafttreten des Weltraumvertrags (Outer Space Treaty). Viele der ersten Satellitenexperimente wurden von Funkamateuren aufmerksam verfolgt. Heute betreiben Funkamateure weltweit eigene Amateurfunksatelliten, die sogenannten OSCAR-Satelliten ... | ▶️
... (= Orbiting Satellite Carrying Amateur Radio). AMSAT-OSCAR 7 (Bild) ist dafür ein gutes Beispiel: Dieser Amateurfunksatellit ist trotz seines hohen Alters noch immer aktiv - nach mehr als 50 Jahren. Er wurde am 15. November 1974 von der Vandenberg Air Force Base aus gestartet. So bietet auch die Weltraumwoche Gelegenheit zu zeigen, dass Funkamateure nicht nur auf Kurzwelle arbeiten, sondern auch über Satelliten kommunizieren können. Genannt seien etwa QO-100 oder die LEO-Satelliten. Das zeigt: Amateurfunk ist Teil von Weltraumforschung, Bildung und Kommunikation.
Ein Höhepunkt sind häufig ARISS-Aktivitäten (Amateur Radio on the International Space Station). Es werden immer wieder SSTV-Aussendungen oder Funkkontakte mit der ISS organisiert, zudem liefern Satelliten und Raumsonden Daten zum Weltraumwetter, dem Space Weather - für uns Funkamateure tägliche Praxis. Sonnenflecken, Flares und geomagnetische Störungen beeinflussen die Ausbreitung auf Kurzwelle direkt. Space Weather liegt somit genau an der Schnittstelle zwischen Raumfahrt und Amateurfunk.
Harald Geier, DL9NDW, und Paulo Teixeira, CT2IWW, sind die neuen Koordinatoren des IWS, der globalen Arbeitsgruppe der IARU. Damit folgen sie Gaspar Miró, EA6AMM, der aufgrund persönlicher Umstände bereits im März 2026 den IARU-Präsidenten über seinen geplanten Rücktritt unterrichtet hatte. Gaspar, EA6AMM, wurde 2018 spanischer Koordinator des IARU Monitoring Service (IARUMS). Im Jahr 2020 folgte dann die Rolle des IARUMS-Koordinators für die IARU Region 1. Und 2024 wurde Gaspar globaler Koordinator dieser Arbeitsgruppe, die kürzlich in IARU Intruder Watch Service umbenannt wurde. | ▶️
Im aktuellen IWS Newsletter bedankt sich Gaspar EA6AMM bei allen IARU-IWS-Koordinatoren und Mitwirkenden für ihre Arbeit und Effizienz sowie für ihre Unterstützung und Hilfe, ihr Engagement und ihren selbstlosen Einsatz: "Diese Unterstützung hat es mir ermöglicht, auf meine eigene bescheidene Weise zu den Bemühungen beizutragen, Sendungen von Nicht-Amateurfunkstationen zu bekämpfen, die auf den dem Amateurfunkdienst zugewiesenen HF-Frequenzen operieren."
Sowohl Harald, DL9NDW, als auch Paulo, CT2IWW, verfügen über langjährige Erfahrungen im Intruder Monitoring; Harald ist zudem der Leiter der Referats Intruder Monitoring (aka Bandwacht) im DARC. Haralds und Paulos offizielle Bezeichnung lautet nun "IARU Global IW Coordinator Team". Sie sind unter diesem Link erreichbar.
Am 5. Oktober findet auf dem Treff.DARC der Vortrag „Überraschendes zu Monopol- und Vertikalantennen“ statt. Beginn ist um 19 Uhr. Weitere Informationen nebst dem Teilnahmelink finden Sie auf treff.darc.de . Der Vortrag von Wolfgang, DK2FQ zeigt anhand praxisnaher Beispiele, wie sich Monopol- und Vertikalantennen tatsächlich verhalten – und welche Annahmen sich bei genauer Betrachtung als überraschend erweisen.
Interview unter dem Turm #96: Lars Weiler, DC4LW, über das DARC LAB auf der HAM RADIOLink zu dieser Meldung
In unserer Videoreihe „Interview unter dem Turm“ stellen wir Ihnen Funkamateure und ihre Leidenschaft für ihr Projekt vor. In der Folge 96 sprechen wir mit Lars Weiler, DC4LW. Auf der HAM RADIO 2026 hat er den Stand des DARC-Laboratories betreut. Ausgestattet mit 3D-Druckern, Löt-Arbeitsplätzen und Messgeräten konnten die Messebesucher vor Ort technische Projekte umsetzen und dem Messetrubel einen Moment entfliehen. DC4LW gibt uns Einblicke der neuen Möglichkeiten für die Messebesucher in unserem „Interview unter dem Turm“: youtu.be/d3fqNH6t-Bc
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X]; lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches aufgelistet.)
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 39 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 40. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
- Bundesrat beschließt 5. Änderung zur Frequenzverordnung - Die ARRL fragt: Wird RADE das nächste SSB? - SSTV-Bilder von der ISS im Zeitraum 2. bis 6. Oktober - WDR-Aktionstag am 3. Oktober: Türen auf mit der Maus - SAQ geht am 24. Oktober wieder auf Sendung - Dortmunder Amateurfunkmarkt am 25. Oktober in Kamen - Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Bundesrat beschließt 5. Änderung zur Frequenzverordnung
In seiner turnusmäßigen Sitzung am 25. September hat der Bundesrat die Fünfte Verordnung zur Änderung der Frequenzverordnung beschlossen. Damit ist nun ein weiterer Schritt getan, eine rechtliche Basis für den erneuten Sendebetrieb deutscher Funkamateure im 4-m-Band zu schaffen. Dieser Beschluss des Bundesrats bedeutet jedoch nicht automatisch, dass etwa ab dem 1.1.2027 wieder im 4-m-Band gefunkt werden darf. Auf der Zeitschiene stehen erst einmal die formale Ausfertigung der Verordnung durch das zuständige Ministerium und die Verkündung im Bundesgesetzblatt. Daran anschließend folgen die notwendige Aktualisierung des Frequenzplans durch die Bundesnetzagentur und die Anpassung der Nutzungsbestimmungen. Danach kann eine Zuteilung durch die BNetzA erfolgen. Erst nach Veröffentlichung einer entsprechenden Verfügung, also dem dort genannten Stichtag, dürfen Funkamateure diese Frequenzen legal nutzen. Wenn alle diese Prozesse zügig ablaufen, könnte es bis zum Beginn der Sporadic-E-Saison 2027 klappen. Darüber berichten Bernd Mischlewski, DF2ZC, und Martin Weber, DL5DS, vom DARC-Referat Frequenzmanagement.
Die ARRL fragt: Wird RADE das nächste SSB?
In einer aktuellen Meldung stellt der US-amerikanische Amateurfunkverband ARRL auf seiner Webseite die Frage, ob RADE das nächste SSB werden wird. Es ist nun ein halbes Jahrhundert her, dass das Einseitenbandverfahren (SSB) die Amplitudenmodulation (AM) als beliebtesten Sprachmodus im HF-Bereich abgelöst hat, was vor allem auf seine spektrale Effizienz zurückzuführen ist, da es nur etwa die Hälfte der Bandbreite eines AM-Signals beansprucht. Der digitale Sprachmodus von FreeDV namens "Radio Autoencoder", kurz RADE, beansprucht die Hälfte der Bandbreite eines SSB-Signals. Berichten zufolge bietet er eine natürlich klingende Sprachwiedergabe. Laut der Stiftung Amateur Radio Digital Communications (ARDC), welche die Forschung zur Weiterentwicklung von RADE finanziert hat, "kombiniert FreeDV RADE maschinelles Lernen mit klassischer digitaler Signalverarbeitung (DSP) und kann bereits bei einem Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) von bis zu -2 dB betrieben werden. Das Design berücksichtigt zudem die Spektrumnutzung, die Sprachqualität und die Energieeffizienz - allesamt wichtige Aspekte für die Sprachkommunikation im HF-Bereich." Die ARDC berichtet weiterhin, dass Hersteller damit beginnen, den Modus direkt in ihre Funkgeräte zu integrieren, beginnend mit einem Modul, das heruntergeladen [1] und auf bestimmten FlexRadio-Modellen installiert werden kann. Nutzer anderer Transceiver können den Modus über an ihre Funkgeräte angeschlossene Computer ausführen. Weitere Details sind bei FreeDV [2] und auf der ARDC-Website [3] verfügbar. Darüber berichtet die ARRL.
SSTV-Bilder von der ISS im Zeitraum 2. bis 6. Oktober
ARISS hat angekündigt [4], dass vom 2. bis einschließlich 6. Oktober eine SSTV-Veranstaltung von der Internationalen Raumstation (ISS) aus übertragen wird. Es handelt sich um die SSTV-Serie 33, die erste SSTV-Veranstaltung der Expedition 75 auf der ISS. Die Bildinhalte sollen den Schwerpunkt auf die Bildung von Schülern legen. Die Sendungen erfolgen im SSTV-Mode Robot 36 auf 437,550 MHz plus/minus Dopplerverschiebung. Empfangene Bilder können in der ARISS-SSTV-Galerie eingereicht werden [5].
WDR-Aktionstag am 3. Oktober: Türen auf mit der Maus
Wer schaut nicht gerne hinter Türen, die sonst verschlossen sind, um etwas Unbekanntes zu entdecken? Viele davon werden am Aktionstag "Türen auf mit der Maus" in Deutschland am 3. Oktober öffnen. Das Motto des WDR-Aktionstages in diesem Jahr lautet "Kleine Wunder". Kleine Wunder entstehen jeden Tag, in Unternehmen, Vereinen, Werkstätten, Laboren und vielen weiteren Orten. Eine gute Gelegenheit, die kleinen Wunder des Amateurfunks der Öffentlichkeit zu zeigen. Eine Karte mit bundesweiten Teilnehmenden finden sich auf der Aktionswebseite [6]. Auch in diesem Jahr hat das AJW-Referat des DARC wieder die folgenden drei Rufzeichen mit den berühmten Suffixen bekommen: DL26MAUS, DL26ENTE und DL6ELEFANT. Diese werden - wie in den Jahren zuvor - zwischen 8 und 16 Uhr Lokalzeit besonders auf andere "Maus-Stationen" hören, um hier den passenden Funkkontakt zwischen den teilnehmenden Ortsverbänden und den drei Clubstationen herzustellen.
SAQ geht am 24. Oktober wieder auf Sendung
Der Längstwellensender SAQ im schwedischen Grimeton geht zum Tag der Vereinten Nationen am 24. Oktober wieder auf Sendung. Die Signale auf 17,2 kHz werden dabei durch einen historischen Maschinensender elektromechanisch erzeugt. Um 12:30 UTC erfolgt die Inbetriebnahme und die Abstimmung des Senders. Die eigentliche Nachricht wird um 12:45 UTC gesendet. Um 13:00 UTC erfolgt eine Friedensnachricht von SAQ. Neben der Aussendung auf HF kann das Geschehen vor Ort über einen YouTube-Livestream verfolgt werden [7]. Weiterhin lohnt es sich bereits am 23. Oktober den Empfänger einzuschalten, hier erfolgen in der Zeit von 11:00 bis 14:00 UTC Testsendungen. Für Empfangsbestätigungen gibt es ein Online-Formular [8]. Am Aktionstag ist weiterhin die Clubstation SK6SAQ auf folgenden Frequenzen QRV: in CW auf 3517,2 kHz, 7017,2 kHz und 14017,2 kHz sowie in SSB auf 3755 kHz und 7140 kHz. QSL-Karten gehen via Büro.
Dortmunder Amateurfunkmarkt am 25. Oktober in Kamen
Am 25. Oktober findet der 53. Dortmunder Amateurfunkmarkt in der Stadthalle in 59174 Kamen statt. Einlass für Besucher ist um 11 Uhr, für Aussteller um 7 Uhr. Die Stadthalle Kamen bietet eine Fläche von 1200 Quadratmetern. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es im Internet [9].
Aktuelle Conteste
3. Oktober: Deutscher Telegrafie Contest (DTC), Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend 80 m, DARC HF-HELL Contest 80 m
3. bis 4. Oktober: Oceania DX Contest und IARU-Region 1 UHF/Microwaves Contest
4. Oktober: ON Contest und DARC HF-HELL Contest 40 m
7. Oktober: DIG-Geburtstags-Contest
8. Oktober: DIG-Geburtstags-Contest
10. Oktober: VFDB Contest und Nordsee-Aktivitätstag
10. bis 11. Oktober: The Makrothen Contest, Oceania DX Contest und Scandinavian Activity Contest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 10/26 auf S. 68
Der Funkwetterbericht vom 30. September, erstellt von Tom Kamp, DF5JL
Zunächst der Rückblick für den Zeitraum 23. bis 30. September: Die Sonne zeigte sich in den vergangenen sieben Tagen überwiegend ruhig. Die Aktivität lag meist auf niedrigem Niveau, stärkere Flares blieben aus. Auch das Erdmagnetfeld verhielt sich weitgehend ruhig bis unbeständig, sodass die Ausbreitungsbedingungen auf den Kurzwellenbändern insgesamt stabil blieben, wenngleich aufgrund des vergleichsweise niedrigen solaren Flux die maximal nutzbaren Frequenzen niedriger lagen als noch zu Zeiten höherer Sonnenaktivität. Aktuell bewegt sich der solare Flux um einen Wert von 90 bis 95 Einheiten. Die Flareaktivität ist weiterhin gering, und das geomagnetische Feld präsentiert sich überwiegend ruhig. Damit sind auf 20 m tagsüber zuverlässige DX-Verbindungen möglich. Die Bänder 17 und 15 m öffnen zeitweise für interkontinentale Verbindungen, 12 und 10 m bieten nur eingeschränkte Chancen, vor allem in südliche Richtungen; während 40 und 30 m insbesondere in den Abend-, Nacht- und Morgenstunden gute Bedingungen bieten.
Vorhersage bis zum 7. Oktober
Für die kommenden Tage erwarten die Vorhersagen keine wesentliche Änderung der Sonnenaktivität. Der solare Flux dürfte auf dem aktuellen Niveau bleiben. Die Wahrscheinlichkeit für M-Flares liegt lediglich bei etwa 10 Prozent. Das Erdmagnetfeld sollte zunächst ruhig bleiben; zum Start ins Wochenende könnten CME-Effekte und leichte Störungen durch den Einfluss eines koronalen Lochs auftreten.
Insgesamt können Funkamateure auch weiterhin mit stabilen DX-Bedingungen rechnen.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
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Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
Vorsicht bei Einfuhr von Geräten aus Russland – aktuelle Einfuhrbeschränkungen beachtenLink zu dieser Meldung
Vor dem Hintergrund geopolitischer Ereignisse ist generell Vorsicht bei der Einfuhr von Geräten aus Russland geboten. Dem DARC e.V. ist ein Fall bekannt geworden, bei dem im Jahr 2023 eine EME-Endstufe für 23 cm gekauft und bezahlt wurde und sich das Zollfahndungsamt nun an den Käufer gewandt hat. Dass der Hardware-Kauf für die hobbymäßige Ausübung des Amateurfunkdienstes diente, wird als nebensächlich behandelt. Die Pressestelle des Zolls äußert sich auf unsere Anfrage nicht zum konkreten Fall.
Stattdessen informiert sie darüber, dass die EU-Sanktionen gegenüber Russland nicht ausschließlich sogenannte Dual-Use-Güter betreffen. Damit sind solche Güter gemeint, die zivil- und militärisch verwendet werden können. Die Pressestelle weiter: „Auch andere zahlreiche Waren und verschiedene Produktgruppen (u.a. Elektronik) sind erfasst. Maßgeblich sind die jeweiligen Anhänge der EU-Sanktionsverordnung Nr. 833/2014 sowie hinsichtlich der Dual-Use-Güter die EU-Verordnung 2021/821. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die einschlägigen Verbote und Beschränkungen grundsätzlich bei der Einfuhr-, Ausfuhr- und Durchfuhr von Waren gelten. Für die sanktionsrechtliche Einstufung von Waren bzw. die Prüfung, ob eine Ware unter die Dual-Use-Verordnung fällt, ist in Deutschland das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zuständig. Der Zoll überwacht die Einhaltung der EU-Sanktionen im Rahmen der Überwachung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs und stimmt sich hierbei bei Fragen zur Erfassung bestimmter Güter eng mit dem BAFA ab. Darüber hinaus ist der Zoll (Zollfahndungsdienst) bei Verdacht auf Sanktionsverstöße für strafrechtlichen Ermittlungen unter Sachleitung der jeweiligen Staatsanwaltschaft zuständig. Verstöße gegen die Russlandsanktionen werden als Straftat oder Ordnungswidrigkeit nach dem Außenwirtschaftsgesetz verfolgt.“
Auf die Frage, welche Tipps der Zoll den DARC-Mitgliedern vor einem potenziellen Kauf geben kann lautet die Antwort wie folgt: „Vor einem Kauf sollten sich die Mitglieder zwingend darüber informieren, ob die betreffende Ware Einfuhrverboten unterliegt. Hierfür stehen u.a. auf der Website der EU, des BAFA und des Zolls umfangreiche Informationen zur Verfügung. Zudem steht das BAFA als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung: https://www.bafa.de/DE/Aussenwirtschaft/Ausfuhrkontrolle/Embargos/Russland/russland.html. Darüber hinaus ist zu beachten, dass generell jede Warensendung aus einem oder in ein Drittland elektronisch beim Zoll angemeldet werden muss. Im Rahmen der Zollabfertigung wird risikoorientiert nach geltendem Unionsrecht und nationalen Rechtsvorschriften geprüft, ob die Einfuhr zulässig ist.“
HADES-L (AMSAT-EA) ist ein kleiner Versuchssatellit (10 × 5 × 5 cm) mit einer durchschnittlichen Leistungsabgabe von 175 mW. Seine Experimente umfassen u.a. einen Kommunikationstransponder (Uplink 28,472 MHz USB, 3 kHz Bandbreite; Downlink 436,665 MHz FM; kein Zugangston), einen digitalen Sprachbaken-Stream mit CODEC2 (K = 7) und Faltungs-FEC R = 1/2, Messungen der Rauschleistung bei 30 MHz zur Link-Budget-Validierung sowie tägliche Aufzeichnungen in der letzten Umlaufbahn (Batteriespannung, interne/externen Temperaturen, Signal‑ und Rauschpegel, Zeit seit letztem Reset). | ▶️
Außerdem trägt der Satellit eine Nutzlast zur Strahlungsmessung (Elektronen, Photonen, Röntgen) zum Materialvergleich und validiert das Energiemanagement, das alle Experimente ermöglicht.
Der Transponder ist im 12‑Minuten‑Rhythmus für 4 Minuten aktiv; alle Telemetrie‑ und Experimentdaten werden mit 800 bps übertragen. Der UHF‑Sender schaltet je nach Batterieladezustand automatisch zwischen +13 dBm und +20 dBm. Betrieb kann entweder mit Sprache oder mehreren gleichzeitigen CW/FT4/FT8‑Signalen erfolgen; der erste Mittwoch jedes Monats ist für digitale Betriebsarten reserviert. Die AMSAT‑EA betont die Besonderheit, das 29‑MHz‑Band für den Uplink zu nutzen.
Der Start ist geplant mit dem Mission Transporter-18 von SpaceX, einem Rideshare-Flug, der mehrere Kleinsatelliten ins All bringen soll, die Amateurfunk-Frequenzen nutzen, welche von der IARU koordiniert wurden. Läuft alles nach Plan, startet HADES-L am 1. Oktober 2026 mit einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Space Force Base (USA) in eine 500 × 600 km, 97° Umlaufbahn (UNNE‑1B).
Das Bild macht die Dimensonen von HADES-L deutlich: Es zeigt Vorgänger HADES-R (Bild: AMSAT-EA).
Jetzt ist es offiziell! Die drei AMSAT-DL-PocketQubes ERMINAZ-2U, -2V und -2X sollen am 1. Oktober 2026 um 18:18 Uhr UTC (20:18 Uhr MESZ) mit einer Falcon-9-Rakete im Rahmen der Transporter-18-Mission ins All starten. Die drei Satelliten bringen Telemetrie, digitale Bildübertragung und einen Digipeater in den Orbit.
Die drei Satelliten fliegen gemeinsam mit OSSIE, einer von UARX entwickelten Plattform für den Transport und die Aussetzung von Kleinsatelliten.
Die AMSAT-DL entwickelte und baute die drei ERMINAZ-2-Satelliten. Jeder Satellit entspricht dem PocketQube-Standard 1P. Das bedeutet eine Kantenlänge von fünf Zentimetern und ein Gewicht von rund 250 g. Die Satelliten sollen eine polare, sonnensynchrone Umlaufbahn in rund 500 bis 600 km Höhe erreichen. Die Umlaufzeit beträgt etwa 95 Minuten.
Frequenzen und Rufzeichen
Die drei Satelliten nutzen unterschiedliche Frequenzen im Amateurfunksatellitenband. Die IARU hat folgende Frequenzen koordiniert:
ARISS hat angekündigt, dass ab dem kommenden Wochenende, dem 2. Oktober, bis einschließlich 6. Oktober eine SSTV-Veranstaltung von der Internationalen Raumstation (ISS) aus übertragen wird. Es handelt sich um die SSTV-Serie 33, die erste SSTV-Aktivität der Expedition 75 auf der ISS. Die Bildinhalte sollen den Schwerpunkt auf die Bildung von Schülern legen. Die Sendungen erfolgen im SSTV-Mode Robot 36 auf 437,550 MHz plus/minus Dopplerverschiebung.
Aus allen Himmelsrichtungen sind sie gekommen – zum Amateurfunkzentrum nach Baunatal, um vom 28. bis 30. September am 52. Funktionsträgerseminar Grundlagen teilzunehmen. Die Teilnehmer bekommen viele Informationen und Werkzeuge an die Hand, um die tägliche Arbeit im Ortsverband zu gestalten. Inhaltlich geht es beispielsweise um das kleine 1x1 der Arbeit im OV, Kassenführung, Mitgliederversammlung und Wahlen, aber auch um Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Das Seminar bietet zudem die Möglichkeit, einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, beispielsweise die Sortier-Maschine in der QSL-Abteilung in Aktion zu sehen oder auch Einblicke in die Entstehung der CQ DL zu nehmen. Nach 19 Uhr ist allerdings noch nicht Schluss, hier können die Teilnehmer aus verschiedenen Workshops wählen, beispielsweise wie Soziale Medien im DARC bespielt werden, Funkbetrieb an der Clubstation DFØAFZ oder nochmal einen detaillierteren Einblick in die Entstehung der CQ DL samt Tipps zum Schreiben von Beiträgen für die Clubzeitung. Die nächsten Termine für das Seminar finden Sie unter https://www.darc.de/nachrichten/veranstaltungen/#c329833.
Der Längstwellensender SAQ im schwedischen Grimeton geht zum UN-Tag am 24. Oktober wieder auf Sendung. Die Signale auf 17,2 kHz werden dabei durch einen historischen Maschinensender elektromechanisch erzeugt. Um 12:30 UTC erfolgt die Inbetriebnahme und die Abstimmung des Senders. Die eigentliche Nachricht wird um 12:45 UTC gesendet („VVV VVV VVV de SAQ SAQ SAQ“). Um 13:00 UTC erfolgt eine Friedensnachricht von SAQ.
Neben der Aussendung auf HF kann das Geschehen vor Ort über einen YouTube-Livestream verfolgt werden: https://www.youtube.com/watch?v=qcw60OCIosU&feature=youtu.be. Weiterhin lohnt es sich bereits am 23. Oktober den Empfänger einzuschalten, hier erfolgen in der Zeit von 11:00 bis 14:00 UTC Testsendungen. Für Empfangsbestätigungen gibt es ein Online-Formular unter https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScKqX1aVtxLn9Ua44UKTsc6hD5ArhnOtprJ7HGQGazTC8ucng/viewform. Am Aktionstagt ist weiterhin die Clubstation SK6SAQ auf folgenden Frequenzen QRV: in CW auf 3517,2 kHz, 7017,2 kHz und 14017,2 kHz sowie in SSB auf 3755 kHz und 7140 kHz. QSL-Karten gehen via Büro.
Wer schaut nicht gerne hinter Türen, die sonst verschlossen sind, um etwas Unbekanntes zu entdecken? Viele davon werden am Aktionstag „Türen auf mit der Maus“ in Deutschland am 3. Oktober öffnen. Das Motto des WDR-Aktionstages in diesem Jahr lautet „Kleine Wunder“. Kleine Wunder entstehen jeden Tag, in Unternehmen, Vereinen, Werkstätten, Laboren und vielen weiteren Orten. Eine gute Gelegenheit, die kleinen Wunder des Amateurfunks der Öffentlichkeit zu zeigen.
In seiner turnusmäßigen Sitzung am 25. September hat der Bundesrat die Fünfte Verordnung zur Änderung der Frequenzverordnung beschlossen. Damit ist nun ein weiterer Schritt getan, eine rechtliche Basis für den erneuten Sendebetrieb deutscher Funkamateure im 4-m-Band zu schaffen. Dieser Beschluss des Bundesrats bedeutet jedoch nicht automatisch, dass etwa ab dem 1.1.2027 wieder im 4-m-Band gefunkt werden darf.
Auf der Zeitschiene stehen erst einmal die formale Ausfertigung der Verordnung durchs zuständige Ministerium und die Verkündung im Bundesgesetzblatt. Daran anschließend folgen die notwendige Aktualisierung des Frequenzplans durch die Bundesnetzagentur und die Anpassung der Nutzungsbestimmungen. Danach kann eine Zuteilung durch die BNetzA erfolgen. Erst nach Veröffentlichung einer entsprechenden Verfügung, also dem dort genannten Stichtag, dürfen Funkamateure diese Frequenzen legal nutzen. Wenn alle diese Prozesse zügig ablaufen, könnte es bis zum Beginn der Sporadic-E-Saison 2027 klappen.
Bernd Mischlewski, DF2ZC Martin Weber, DL5DS Referat Frequenzmanagement
Der Oktober 2026 dürfte einer der besseren Herbstmonate des aktuellen Sonnenzyklus werden. Wir befinden uns noch in der Phase erhöhter Aktivität des Sonnenzyklus 25, auch wenn der eigentliche Höhepunkt wahrscheinlich bereits erreicht wurde. Die aktuellen NASA- und NOAA-Prognosen zeigen für Herbst 2026 noch deutlich überdurchschnittliche Sonnenaktivität und hohe F10.7-Werte. 10 m, 12 m und 15 m sollten häufig offen sein, während 20 m und 40 m weiterhin als zuverlässige DX-Bänder dienen. Nur starke geomagnetische Störungen könnten die Bedingungen zeitweise deutlich verschlechtern. | ▶️
Die Berechnungen erfolgten mit der über 12 Monate geglätteten Sonnenfleckenzahl R12 (engl. 12‑month smoothed sunspot number) und einem Wert von 75. R12 wird aus den monatlichen Sonnenfleckenzahlen berechnet und dient als Maß für die langfristige Sonnenaktivität.
R12 eignet sich hervorragend, um die langfristige Entwicklung des Sonnenzyklus zu beurteilen, viele Ausbreitungsmodelle für die Ionosphäre und HF‑Prognosen basieren auf diesem Wert. Er beschreibt die allgemeine Stärke des Sonnenzyklus deutlich besser als die oft stark schwankenden täglichen Sonnenfleckenzahlen.
Zur Einordnung: R12 = 0 bis 20 → sehr geringe Sonnenaktivität; 50 bis 100 → mäßige Aktivität; 150+ → hohe Aktivität, oft hervorragende Bedingungen auf den oberen Kurzwellenbändern.
Als Faustregel für DXer: Ein R12 über 100 deutet meist auf sehr gute Chancen für 15 m, 12 m und 10 m hin, sofern der Kp‑Index niedrig bleibt.
JTTY — schneller, empfindlicher Tastatur‑Digimode für Contest & ChatLink zu dieser Meldung
Mit WSJT‑X 3.2.0-rc1 wird ein neuer Digimode vorgestellt: JTTY [1]. Im Text‑ und Messaging‑Slang steht JTTY für „just to tell you“. Der neue digitale Modus bietet schnelle, RTTY‑ähnliche Contest‑Austausche und Chat‑Kommunikation von Tastatur zu Tastatur. | ▶️
JTTY arbeitet ähnlich wie RTTY, liefert jedoch eine deutlich bessere Empfindlichkeit bei gleichzeitig sehr niedrigen Fehlerraten. Im Gegensatz zu den FTx‑Modi erlaubt JTTY das Senden jederzeit. Verwendet wird eine 4‑Ton‑GFSK‑Wellenform mit 1,888‑Sekunden‑Frames und einer Bandbreite von etwa 127 Hz. Wie bei PSK31 lassen sich die Funktionstasten F1–F8 mit contesttypischen Austauschmeldungen belegen. Texte können während des Sendens geschrieben und in eine Warteschlange gestellt werden. Signal‑Subtraktion und adaptive Dekodierung unterstützen bei überlappenden oder fadenden Signalen. Gesendeter und empfangener Text wird in der Datei ALL.TXT protokolliert; eine MMTTY‑kompatible Schnittstelle verbindet zu MM‑Logger+ ab Version 1.0.11449 oder neuer. Das WSJT-Entwicklerteam um Joe Taylor hatte bereits im Juni 2026 JTTY angekündigt [2].
Was ist 4-GFSK?
GFSK, die Abkürzung für Gaussian Frequency Shift Keying, ist ein digitales Modulationsverfahren, das in zahlreichen modernen Funkanwendungen zum Einsatz kommt. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung der klassischen Frequenzumtastung (FSK), bei der digitale Informationen durch unterschiedliche Trägerfrequenzen übertragen werden. Während bei herkömmlicher FSK die Frequenzsprünge zwischen den einzelnen Datenbits abrupt erfolgen, werden diese Übergänge bei GFSK durch einen sogenannten Gauß-Filter geglättet. Dadurch entstehen weichere Frequenzwechsel, die das ausgesendete Signal deutlich spektral sauberer machen.
Der größte Vorteil dieser Technik liegt in der reduzierten Bandbreite. Durch die geglätteten Übergänge wird weniger Energie in unerwünschte Nebenwellen abgestrahlt, sodass benachbarte Kanäle wesentlich geringer gestört werden. Dies verbessert die Frequenzökonomie und ermöglicht eine effizientere Nutzung des verfügbaren Spektrums. Gerade in Zeiten zunehmender Funkaktivität und knapper Frequenzressourcen stellt dies einen wichtigen Vorteil dar.
Ein weiterer Pluspunkt von GFSK ist die nahezu konstante Hüllkurve des Signals. Im Gegensatz zu vielen komplexeren digitalen Modulationsverfahren bleibt die Sendeleistung weitgehend gleichmäßig, wodurch auch hocheffiziente Leistungsverstärker eingesetzt werden können. Die Anforderungen an die Linearität der Endstufe sind vergleichsweise gering, was insbesondere bei batteriebetriebenen Geräten von Vorteil ist. Gleichzeitig bleibt die Modulation robust gegenüber Störungen und Amplitudenschwankungen, was zuverlässige Funkverbindungen selbst unter schwierigen Ausbreitungsbedingungen ermöglicht.
Die Glättung der Frequenzübergänge bringt allerdings auch einen kleinen Nachteil mit sich. Da sich benachbarte Symbole gegenseitig beeinflussen können, steigt die Komplexität der Signalverarbeitung im Empfänger. Moderne digitale Signalprozessoren bewältigen diese Aufgabe jedoch problemlos, sodass die Vorteile in den meisten Anwendungen deutlich überwiegen.
GFSK und verwandte Verfahren haben sich daher in einer Vielzahl technischer Systeme etabliert. So basiert Bluetooth sowohl in der klassischen Variante als auch bei Bluetooth Low Energy auf GFSK. Das weltweit eingesetzte Mobilfunksystem GSM verwendet mit GMSK (Gaussian Minimum Shift Keying) eine eng verwandte Modulationsart. Auch das automatische Schiffsidentifikationssystem AIS setzt auf diese Technologie. Im Amateurfunk finden sich entsprechende Verfahren ebenfalls wieder. Die digitale Sprachbetriebsart M17 nutzt beispielsweise 4GFSK, bei der vier statt zwei Frequenzzustände übertragen werden. Dadurch lässt sich bei gleicher Kanalbreite eine höhere Informationsdichte erreichen. Weitere digitale Sprachsysteme wie DMR, NXDN oder D-STAR basieren ebenfalls auf FSK-Varianten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass GFSK die Robustheit und Einfachheit der klassischen Frequenzumtastung mit einer deutlich besseren Spektraleffizienz verbindet. Die Kombination aus geringer Bandbreite, reduzierten Nebenaussendungen, hoher Energieeffizienz und guter Störfestigkeit macht dieses Verfahren bis heute zu einer der wichtigsten digitalen Modulationsarten im professionellen Funk, im Mobilfunk und im Amateurfunk.
Interview unter dem Turm #95: Raphael Engel über sein „Jugend forscht“-ProjektLink zu dieser Meldung
In unserer Videoreihe „Interview unter dem Turm“ stellen wir Ihnen Funkamateure und ihre Leidenschaft für ihr Projekt vor. In der Folge 95 sprechen wir mit Raphael Engel über sein "Jugend forscht"-Projekt: youtu.be/C8DSoUB5VCE . Er hat eine eigene Programmiersprache entwickelt, die mit physikalischen Einheiten umgehen kann. Normale Programmiersprachen haben keine Anhaltspunkte was Gramm oder Meter sind. Hier hat er angesetzt und stellt seine Entwicklung im Video vor.
Wir sprachen ihn auf der HAM RADIO 2026. Was bewog ihn zu dieser Entwicklung? Dies und mehr in unserem „Interview unter dem Turm“ auf dem DARC-YouTube-Kanal.
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X]; lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches aufgelistet.)
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 38 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 39. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
IARU-Region 1-Plenarsitzung: C4-Anträge des DARC angenommen
Mitgliederversammlung bestätigt Vorstand im Distrikt Sachsen-Anhalt (W)
Stiftung ARDC sucht Freiwillige für das Jahr 2027
Jetzt anmelden zum DARC-Seminar "Smithdiagramm und Netzwerkanalysator"
Aktuelle Conteste
und
Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
IARU-Region 1-Plenarsitzung: C4-Anträge des DARC angenommen
Bei der abschließenden Plenarsitzung der IARU-Generalkonferenz der Region 1 in Wien wurden beide DARC-Anträge, die das HF-Referat formuliert hatte, angenommen: Erstens: Im IARU-Region-1-Bandplan die Bandbreite der 10-m-FM-Kanäle von 6 auf 10 kHz zu erweitern und damit den realen Gegebenheiten anzupassen - dies fand 100 % Zustimmung. Zweitens: Die IARU-Region-1-Mitgliederverbände zu ermutigen, in den entsprechenden Gremien auf eine Erweiterung des 40-m-Bands - oberes Bandende 7300 kHz - hinzuwirken. Hier votierten die Delegierten mit 97,73 % Zustimmung. In der Region 2, das sind die Amerikas, umfasst das 40-m-Band bereits den Bereich 7000 bis 7300 kHz. Sowohl IARU und ITU streben die Harmonisierung aller regionalen Bandpläne an. Dies war ebenso Anlass für den Antrag wie auch die herausragende Bedeutung des 40-m-Amateurfunkbands in Zeiten des Sonnenfleckenminimums. Beide Anträge waren zuvor im C4-Komitee (HF) nach intensiver Diskussion befürwortet worden. Der 40-m-Antrag umfasste 29 Seiten. Er enthielt eine umfassende Dokumentation zur historischen Entwicklung sowie der deutlich sinkenden Belegung des Bereichs 7200 bis 7300 kHz durch den Rundfunkdienst. An dieser Stelle ist ausdrücklich Ulli Müller, DK4VW, für die ausgezeichnete Unterstützung dieses Antrags zu danken.
Ein Presseartikel verhilft AMSAT OSCAR-7 aktuell zu erneuter Aufmerksamkeit. AMSAT OSCAR 7 oder kurz AO-7 wurde 1974 gestartet und ist bis heute in Betrieb. Historiker und Fans der Weltraumgeschichte haben sich oft mit seiner Geschichte beschäftigt. Lachlan Brown, Chefredakteur und Mitherausgeber von Space Daily, einem seit 1995 ununterbrochen erscheinenden Online-Fachmagazin für technische Nachrichten, veröffentlichte am 17. September einen neuen Artikel, der die Geschichte des Satelliten nachzeichnet. Der vollständige Artikel kann online gelesen werden [1]. Wie Brown anmerkt: "AO-7 war mehr als sechs Jahre lang in Betrieb, weit über die üblicherweise für die Mission vorgesehene Lebensdauer von zwei Jahren hinaus. Dann verstummte er Mitte 1981." Wie für Satelliten, die in jener Zeit entworfen und gebaut wurden typisch, war der Satellit an einem Kurzschluss im Akkupack gescheitert. Der Funkamateur Pat Gowen, G3IOR, hörte im Juni 2002 zufällig eine CW-Übertragung, die sich später als das Telemetriesignal von OSCAR 7 herausstellte. Offenbar hatten die wiederholten Erwärmungs- und Abkühlungszyklen, denen Satelliten beim Wechsel zwischen Sonneneinstrahlung und Schatten ausgesetzt sind, dazu geführt, dass die kurzgeschlossenen Batterien zu einem offenen Stromkreis wurden. Dadurch konnten die Solarpaneele die Elektronik des Satelliten direkt mit Strom versorgen. Experimente bewiesen, dass nicht nur die Baken, sondern auch die Transponder betriebsfähig sein konnten. AO-7 ist weiterhin "teilweise betriebsfähig". Das heißt, wenn er sich im Sonnenlicht befindet, wird der eine oder andere seiner Transponder aktiv. Die Steuerung des Satelliten ist eingeschränkt, und zu starke Signale auf dem Uplink können zu Stromverlusten führen, die den Satelliten dazu veranlassen, den Modus zu wechseln, und möglicherweise dauerhafte Schäden verursachen. Der ausführliche Rückblick in Space Daily ist nur einer von zahlreichen Artikeln, die AMSAT OSCAR 7 in den vergangenen Jahren gewidmet wurden, insbesondere seit dem 50. Jahrestag seines Starts im Jahr 2024. Der alte Satellit weckt nach wie vor die Bewunderung von Weltraumfans, das Interesse von Journalisten und die Aufmerksamkeit von Funkamateuren. Darüber berichtet der AMSAT News Service.
Mitgliederversammlung bestätigt Vorstand im Distrikt Sachsen-Anhalt (W)
Kontinuität könnte man als Schlagwort für die am 19. September abgehaltene Mitgliederversammlung des Distriktes Sachsen-Anhalt (W) im Schloss Rathmannsdorf mit aller Berechtigung verwenden: Bei der turnusgemäßen Veranstaltung bestätigten die anwesenden Mitglieder den Distriktsvorstand, bestehend aus dem Distriktsvorsitzenden Ralf Theunert, DK1DSA, Stellvertreter Alexander Weber, DD5DX, und dem weiteren Stellvertreter Ron Stadler, DL2HRS. Zu den weiteren Höhepunkten des Abends zählten die Auszeichnungen für hervorragende Leistungen und langjährige Mitgliedschaft. So wurde Ronald Reichelt, DL6MRA, die Distriktsehrennadel für seine langjährige Arbeit, insbesondere als Webmaster des Distriktes, verliehen. Neben der Abarbeitung der bei Wahlen verpflichtenden Tagesordnungspunkte wurde im anschließenden Austausch manche schöne Idee für zukünftige Aktivitäten im Distrikt gefunden.
Stiftung ARDC sucht Freiwillige für das Jahr 2027
Die Stiftung Amateur Radio Digital Communications (ARDC) sucht derzeit Ehrenamtliche für das Jahr 2027. Bewerbungen sind bis zum 30. Oktober möglich. Weiterhin sind fünf der Ausschüsse zu besetzen. Wer bereit ist, die Stiftung dabei zu unterstützen, kann sich an die ARDC wenden. Weitere Informationen zu den verfügbaren ehrenamtlichen Tätigkeiten, den Teilnahmebedingungen, dem Zeitaufwand und zur Bewerbung finden Sie im Blogbeitrag auf der ARDC-Webseite [2]. Darüber berichtet Rebecca Key, KO4KVG. Amateur Radio Digital Communications (ARDC) ist eine private Stiftung, deren Ziel es ist, den Amateurfunk sowie die Wissenschaft und Technologie der digitalen Kommunikation zu fördern. Dies erfolgt durch die Vergabe von Fördermitteln - einschließlich der Unterstützung von Stipendienprogrammen sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekten - und den Betrieb von 44Net.
Jetzt anmelden zum DARC-Seminar "Smithdiagramm und Netzwerkanalysator"
Vom 23. bis 24. Oktober findet im Amateurfunkzentrum Baunatal das DARC-Seminar "Smithdiagramm und Netzwerkanalysator" statt. Dozent Prof. Dr.-Ing. Michael Hartje, DK5HH, gibt darin einen Einblick in die Darstellungsmethode zur Messung von HF-Bauelementen, Leitungen, Antennen, Balunen und Filtern. Beginn ist Freitag 15 Uhr und Ende am Samstag 18 Uhr. Die Anmeldung erfolgt über die DARC-Webseite [3].
Aktuelle Conteste
26. September: AGCW-DL VHF/UHF Contest
26. bis 27. September: CQ WW RTTY DX Contest und YU DX Contest
27. September: ON Contest
3. Oktober: Deutscher Telegrafie Contest (DTC), Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend 80 m, DARC HF-HELL Contest 80 m
3. bis 4. Oktober: Oceania DX Contest und IARU-Region 1 UHF/Microwaves Contest
4. Oktober: ON Contest und DARC HF-HELL Contest 40 m
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 9/26 auf S. 66 und 10/26 auf S. 68
Der Funkwetterbericht vom 23. September, erstellt von Tom Kamp, DF5JL
Zunächst der Rückblick für den Zeitraum 16. bis 23. September: Die Sonne zeigte sich die letzten Tage recht ruhig. Auch die Flareaktivität war niedrig, am Wochenende gab es lediglich einige wenige C-Flares. Bereits Donnerstag zuvor war der solare Flux auf unter 100 Einheiten gefallen. Er sackte an den nachfolgenden Tagen sogar noch weiter ab, doch inzwischen hat der Abwärtstrend wieder gedreht und der solare Flux erneut die 100er-Marke überschritten. Sonst war das Funkwetter unspektakulär.
Vorhersage bis zum 30. September
Wirkliche Abwechslung bieten möglichweise die anstehenden Tage, wenn schneller Sonnenwind aus einem koronalen Loch bei uns eintrifft. Dadurch steigt die Chance auf eine stürmische Erdmagnetik. Zusammen mit dem sogenannten Russell-McPherron-Effekt rund um die Tagundnachtgleiche könnte es vereinzelt sogar zu Aurora kommen, denn: Polarlichter lieben die Tagundnachtgleichen. So oder so, die herbstliche Saison macht sich bereits jetzt schon bemerkbar. 15 m präsentiert sich tagsüber als DX-geeignet, wie auch 12 m und 10 m zeitweilig öffnen. Das wird sich in den nächsten Wochen noch deutlich verbessern. Wenngleich auf der Sonnenscheibe lediglich neun Fleckenregionen verhalten grüßen, sie sind alle klein und magnetisch einfach gebaut. 80 m erscheint tagsüber als zuverlässiges NVIS-Band, bei stärkerem Sonnenwind treten zeitweise höhere Dämpfungen auf. Auf 40 m geht es tagsüber recht wechselhaft zu, nachts dagegen bietet es hervorragendes DX, während 30 m morgens und abends die besten DX-Chancen aufweist.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
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Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
Die 27. IARU-Region-1-Generalkonferenz in Wien wurde abgeschlossen. An der Veranstaltung nahmen 38 Mitgliedsverbände und der IARU-Verwaltungsrat – einschließlich Vertretern der Regionen 2 und 3 – teil, insgesamt über 120 Delegierte. Neben der Verabschiedung des neuen Haushaltsplans und verschiedener Empfehlungen wurden die Amtsträger für die kommenden drei Jahre gewählt. Die Vorsitzenden der Ausschüsse und Arbeitsgruppen wurden wiedergewählt, und es gibt nun einen neuen Vorstand (EC).
Die Mitglieder des neuen Vorstands sind: Präsident: Hans Blondeel Timmerman, PB2T; Vizepräsident: Dennis Green, ZS4BS; Sekretär: Achraf (Ash) Chaabane, 3V9A; Schatzmeisterin: Elvira (Vera) Hardmeier Balmer, HB9EYH; Vorstandsmitglieder: Ahmad AlHoli, 9K2DB; Ana Canizares Bejarano, EI5IXB; Joseph Msallam, 5B4APB; Markus Großer, DL8GM; Florian Zwingl, OE3FTA. Darüber berichtet der ehemalige Sekretär Mats, SM6EAN, auf der IARU-Webseite: https://www.iaru-r1.org/2026/iaru-r1-27th-general-conference-wien/.
Bei der heutigen abschließenden Plenarsitzung der IARU-Generalkonferenz der Region 1 in Wien wurden beide DARC-Anträge, die das HF-Referat formuliert hatte, angenommen: 1. Im IARU-Region1-Bandplan die Bandbreite der 10-m-FM-Kanäle von 6 auf 10 kHz zu erweitern und damit den realen Gegebenheiten anzupassen (100% Zustimmung); 2. die IARU-Region 1-Mitgliederverbände zu ermutigen, in den entsprechenden Gremien auf eine Erweiterung des 40-m-Bands (oberes Bandende 7300 kHz) hinzuwirken (97,73% Zustimmung). [1] | ▶️
In der Region 2 (die Amerikas) umfasst das 40-m-Band bereits den Bereich 7 000 bis 7 300 kHz. Sowohl IARU und ITU streben die Harmonisierung aller regionalen Bandpläne an. Dies war ebenso Anlass für den Antrag wie auch die herausragende Bedeutung des 40-m-Amateurfunkbands in Zeiten des Sonnenfleckenminimums.
Beide Anträge waren zuvor im C4-Komitee (HF) nach intensiver Diskussion befürwortet worden. Der 40-m-Antrag umfasste 29 Seiten. Er enthielt eine umfassende Dokumentation zur historischen Entwicklung sowie der deutlich sinkenden Belegung des Bereichs 7 200 - 7 300 kHz durch den Rundfunkdienst. An dieser Stelle ist ausdrücklich Ulli Müller, DK4VW, für die ausgezeichnete Unterstützung dieses Antrags zu danken.
Fußnote
[1] Übergreifende Frequenzzuteilungen in den ITU-Regionen müssen entsprechend koordiniert werden. Dazu befassen sich die CEPT‑Gremien wie etwa die ECC oder die Working Group Frequency Management (WG‑FM) mit entsprechenden Harmonisierungsvorschlägen, führen technische Studien durch und bereiten mögliche Themen für kommende Weltfunkkonferenzen (WRC) vor. Betrifft eine geplante Änderung internationale Frequenzallokationen, folgt der ITU‑Prozess: Die Thematik muss zunächst als WRC‑Agenda Item aufgenommen werden, anschließend erfolgen detaillierte Studien in den ITU‑R‑Arbeitsgruppen. Abschließend entscheidet die WRC über die vorgeschlagene Änderung. Wird sie angenommen, führt dies zu einer Anpassung der internationalen Radio Regulations (RR), die anschließend von den nationalen Verwaltungen umgesetzt werden.
Die Stiftung Amateur Radio Digital Communications (ARDC) sucht derzeit Ehrenamtliche für das Jahr 2027. Bewerbungen sind bis zum 30. Oktober möglich. Weiterhin sind fünf der Ausschüsse zu besetzen. Wer bereit ist, die Stiftung dabei zu unterstützen, kann sich an die ARDC wenden. Weitere Informationen zu den verfügbaren ehrenamtlichen Tätigkeiten, den Teilnahmebedingungen, dem Zeitaufwand und zur Bewerbung finden Sie im Blogbeitrag unter www.ardc.net/volunteer-with-ardc-in-2027 . Darüber berichtet Rebecca Key, KO4KVG.
Amateur Radio Digital Communications (ARDC) ist eine private Stiftung, deren Ziel es ist, den Amateurfunk sowie die Wissenschaft und Technologie der digitalen Kommunikation zu fördern. Dies erfolgt durch die Vergabe von Fördermitteln – einschließlich der Unterstützung von Stipendienprogrammen sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekten – und den Betrieb von 44Net.
Vortrag: Anwendung der CAT-Schnittstelle mit Beispielen für Raspberry Pi und ESP32Link zu dieser Meldung
Am 24. September findet auf dem Treff.DARC der Vortrag „Anwendung der CAT-Schnittstelle mit Beispielen für Raspberry Pi und ESP32“ statt. Beginn ist um 19 Uhr. Weitere Informationen nebst dem Teilnahmelink finden Sie auf treff.darc.de . Heribert, DK2JK, beschreibt die Anwendung der CAT-Schnittstelle mit Beispielen für Raspberry Pi, PC und ESP32. Programmiersprache ist Python. Verwendete Geräte: IC-705, Elecraft KXPA und Yaesu FT-710.
Ideen werden zu Hardware - Wie der 3D-Druck den Amateurfunk inspiriert
3D-Druck eröffnet Funkamateuren neue Möglichkeiten beim Selbstbau: Gehäuse, Halterungen und Antennenbauteile lassen sich schnell und günstig selbst fertigen. Harald Geier, DL9NDW, gibt ab Seite 8 einen praxisnahen Einstieg, stellt Bezugsquellen für Druckmodelle vor und erklärt Dateiformate, Slicer und CAD-Software.
Technik
Jungle-Job - Einfacher 2-Element-Richtstrahler
Hinter dem Begriff „Jungle-Job“ steht das Konzept einer besonders einfachen und leichten 2-Element-Richtantenne nach dem G4ZU-Prinzip. Sie kombiniert einen gestreckten und einen V-förmigen Draht und eignet sich gut für Portabelbetrieb. Von zwei Varianten erwies sich Version 2 mit V-förmigem Strahler als vorteilhafter: Sie bietet 3,2 dBd Gewinn, 15 dB V/R und eine größere Bandbreite. Der Aufbau, Abgleich und die Skalierung auf andere Bänder werden ausführlich beschrieben, ab Seite 12.
Mischen verständlich erklärt
Was passiert wirklich, wenn zwei Wechselspannungen aufeinandertreffen? Entgegen der verbreiteten Vorstellung entstehen Summen- und Differenzfrequenzen nicht einfach durch Addition. Erst nichtlineare Bauteile sorgen für die typischen Mischprodukte. Der Beitrag erklärt die Mathematik und Funktionsweise von Mischern – vom einfachen Diodenmischer bis zum Doppelbalance-Mischer – und zeigt, was dabei im Spektrum tatsächlich passiert. Ab Seite 29.
Unsere Social-Media-Präsenz bietet dir einen direkten Draht zu allen wichtigen Informationen rund um den DARC: Vereinsnews, Event-Ankündigungen und spannende Einblicke in unsere Aktivitäten.
Egal, ob du dich über bevorstehende Veranstaltungen informieren, interessante Diskussionen führen oder einfach einen Blick hinter die Kulissen werfen möchtest – auf unseren Kanälen ist für jeden etwas dabei.
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