Notfunk im Distrikt Sachsen

Gemäß §2 Amateurfunkgesetz ist die Unterstützung von Hilfsaktionen in Not- und Katastrophenfällen ein Anwendungsbereich des Amateurfunkdienstes. Für diesen Fall sind Funkamateure sogar ausdrücklich vom Verbot des Nachrichtenaustauschs für Dritte ausgenommen.

Das Distriktsreferat Notfunk hat es sich zum Ziel gesetzt den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit zwischen allen am Notfunk interessierten Funkamateuren des Distrikts zu fördern und als Ansprechpartner für die Behörden mit Organisations- und Sicherheitsaufgaben im Bundesland Sachsen zu fungieren.

Als Vertreter der BOS können Sie sich mit Ihrem Anliegen an den Distriktsreferenten Marcel Reichel, DO2GRH wenden. Er ist beruflich im Katastrophenschutz tätig und verfügt daher über die notwendigen Einblicke in die Arbeitsweise der BOS.

  • E-Mail: do2grh(at)darc.de
  • Tel. mobil: 0173 8607392
  • Postanschrift: Weßnitzerstr. 43, 01558 Großenhain

Für die notfunkinteressierten Funkamateure des Distrikts steht ferner der E-Mail-Verteiler notfunk_s(at)lists.darc.de zum gegenseitigen Informationsaustausch zur Verfügung. Weitere Informationen zur Organisation des Notfunks in Distrikt und Kontaktmöglichkeiten für interessierte Funkamateure stehen unter der Rubrik Organisation bereit.

Bundesweit werden Notfunkangelegenheiten durch das DARC-Referat "Not- und Katastrophenfunk" wahrgenommen.

Aktuelles

Vergangenen Donnerstag war Warntag. Nach vorläufiger Ansicht kann man den Warntag als erfolgreich bewerten. Erstmals wurde mit Cell-Broadcast eine Technik eingesetzt um alle Mobiltelefone innerhalb einer Funkzelle gleichzeitig anzusprechen. Dies führte u.U. auch zu skurrilen Ergebnissen, weil Kaffeeautomaten auf die Warnung ansprachen, da deren Benutzersteuerung auf einem Smarphone-Betriebssystem basiert.

Eine nichtrepräsentative Umfrage im Disktrik (6 Rückmeldungen) ergab:

  • Alle Teilnehmenden wurden durch mind. ein Warnmittel gewarnt.
  • Der Cell-Broadcast hat alle Teilnehmer erreicht.
  • Sirenen konnten in 5 von 6 Fällen vernommen werden.
  • Durchwachsener war die Lage bei den Warn-Apps NINA und KATWARN (2 erfolgreiche Warnungen mind. einer App, 3 Fälle ohne Warnung, 1 Teilnehmer hatte die Apps nicht installiert). Teilweise kamen Warnungen auch erst mit 15 Minuten Verzögerung an.

Zudem waren Amateurfunkstationen angehalten, Frequenzen im 2m- und 70cm-Band abzuhören und zu aktivieren. Auch hier waren die Ergebnisse unterschiedlich. Es gab sowohl Stationen mit guter UKW-Lage, die über eine Handvoll Verbindungen ins Log bekamen, als auch Stadtionen die vergeblich CQ riefen. Dies mag u.U. auch daran liegen, dass der Warnzeitpunkt für einen Großteil der Werktätigen mitten in der Arbeitszeit lag. Dennoch zeigt es uns, wie wichtig es ist, regelmäßig zu überprüfen, welche Stationen wir im Nahbereich mit UKW-Handfunkgeräten erreichen können.

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Um Notfunk in den Ortsverbänden zu etablieren, empfiehlt das DARC-Notfunkreferat 6 Schritte:

  1. persönliche Eigenvorsorge sicherstellen
  2. geeignete Technik und Frequenzen identifizieren
  3. Reichweitencheck durchführen
  4. Eigene Technik auf Belastungsfähigkeit prüfen (Akkulaufzeit, etc.)
  5. autarke Stationen identifizieren
  6. Übungen und Kooperation

Der Ortsverband S48 (Annaberg-Buchholz) zeigt, wie einfach und anschaulich Schritt 3 sein kann. Die OMs und YLs haben sich kürzlich zu einer gemeinsamen Notfunk-Runde verabredet und Rapporte ausgetauscht. Selbst die Freie Presse berichtete (Bezahlartikel). Die Rapporte wurden anschließend auf einer Online-Karte visualisiert. Grüne Striche zeigen gute Kommunikationsverbindungen. Gelbe und rote Striche symbolisieren, dass hier noch Verbesserungspotential besteht oder Meldungen ggf. über günstigere Umwege weitervermittelt werden müssen.

Wir möchten alle OVs dazu animieren selbst eigene UKW-Runden durchzuführen und den „Funkhorizont“ ihrer Mitglieder zu kartieren.

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In einem Monat ist Warntag. Am 8. Dezember 2022 sollen bundesweit eine Reihe von Warnmitteln aktiviert werden. Hierzu zählen Sirenen, Anzeigtafeln, Durchsagen in Rundfunk und Fernsehen, Aktivierung von Warn-Apps auf Smartphones sowie sog. Cell-Broadcast in Mobilfunknetzen. Der letzte Warntag 2020 erregte ein großes öffentliches Interesse, zeigten sich hierduch doch einige technische Schwächen, die im Nachgang ausgebesser wurden. Die Einführung des Cell-Broadcasts – eine Art Massen-SMS, die alle Mobiltelefone in einer Funkzelle erreicht – ist eines der Ergebnisse des letzten Warntags.

Für uns Funkamateure ist diese ein guter Anlass im Rahmen des Notfunks die Funktionsweise unserer eigenen Kommunikationsmittel zu überprüfen. Nehmen wir uns also bis zum 8.12. die Zeit und prüfen …

  • Ist unser 2m/70cm-Handfunkgerät griffbereit?
  • Sind die Akkus geladen bzw. überhaupt noch funktionsfähig oder benötigen wir Ersatz? Wie lang hält der Akku noch durch?
  • Was sind übliche Anruffrequenzen? Haben wir diese im Fall des Falles (ggf. ausgedruckt) griffbereit?

Dies ist bei weitem nicht nur aus Vorsorgegründen nützliche. Eine regelmäßige UKW-Quasselrunde und das geneseitige Testen von Geräten kann das OV-Leben sehr bereichern. Für die letzte Frage halten wir in den Rubriken Funkbetrieb und Infrastruktur übrigens entsprechende Informationen bereit.

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